Mit dem neuen Q50 will Infiniti seinen Kunden eine besonders dynamische Hybrid-Limousine anbieten. Rund 350 PS und gehörig Temperament hat aber auch der Lexus GS 450h.
Mit dem neuen Q50 will Infiniti seinen Kunden eine besonders dynamische Hybrid-Limousine anbieten. Rund 350 PS und gehörig Temperament hat aber auch der Lexus GS 450h.
Welches der beiden Hybrid-Modelle bietet das bessere Gesamtpaket?
Die beiden Testwagen sind viertürige Limousinen der 4,80-Meter-Klasse.
Sie besitzen Hinterradantrieb und Hybrid-Antrieb.
Der Lexus verlässt den reinen Elektro-Modus schon bei Stadtgeschwindigkeit.
Er entwickelt maximal 352 Newtonmeter.
Sehr sparsam zu fahrender 3,5-Liter mit Direkteinspritzung.
Nur 5,8 Sekunden benötigt der Infiniti Q50 aus dem Stand bis 100 km/h.
Der Q50 schickt bis zu 546 Newtonmeter durch die Siebenstufenautomatik an die Hinterräder.
Der 3,5-Liter mit Saugrohr-Einspritzung dreht gern und läuft ruhig.
Lexus: Als F-Sport mit Allradlenkung und Dynamik-Touch.
Energie-Anzeige im Lexus.
Diverse Fahrmodi stehen zur Wahl – von Eco bis hin zu Sport Plus.
Die Bedienelemente sind unübersichtlich.
Infiniti: Technisch ambitioniert, gleich zwei Monitore.
Fahrerhilfesysteme in der Mitte.
Es lässt sich sehr viel einstellen – vieles nicht nur auf eine Weise.
Raumangebot und Sitze sind gut, weite Strecken daher kein Problem.
Sehr bequeme Rücksitzbank, aber weniger Beinraum als im Lexus.
Der Lexus bietet im Kofferraum mit 482 statt ...
... 400 Litern mehr Stauraum.
Bei der ersten Bremsung auf nassem Asphalt ...
... und nassen Kacheln ...
... verzögerte der Q50 Hybrid erst zu wenig, ...
... um beim zweiten Versuch mit blockierenden Rädern (Regelsysteme im Notlauf) unkontrolliert abzukreiseln. Die von Infiniti modifizierte Software kommt mit den Testbedingungen besser zurecht, derselbe Q50 bremst und bleibt stabil.
6,4 l/100 km auf der Verbrauchsrunde. Mit diesem Wert bleibt der Lexus nur 0,2 Liter über dem Normverbrauch. Mit 6,7 Litern liegt der Infiniti 0,5 Liter darüber.
Variabel sind beide nicht – wegen der Akkus hinter den Lehnen.
Wie lenken sie denn? Der konventionell bestückte Lexus (links) besser als der Infiniti.
Fazit: Der Lexus GS 450h zeigt einen angenehmen, sehr alltagstauglichen Charakter. Seine Kraft kommt lässig rüber, passt gut zum gediegenen Komfort seines Fahrwerks. Ein Individualisten-Typ, der sehr vieles richtig macht.
Der Infiniti Q50 Hybrid wirkt erfrischend ungestüm und animierend. Das unnötig straffe Fahrwerk, der ruckelige Antriebsstrang und die unharmonische By-Wire-Lenkung lassen aber Feinschliff vermissen.