Der neue Smart Forfour setzt wie sein Plattform-Bruder Renault Twingo auf das Heckmotor-Prinzip. Ob sie damit etablierte Fronttriebler ins Schwitzen bringen, klärt der Vergleichstest gegen den Hyundai i10 und den VW Up.
Der neue Smart Forfour setzt wie sein Plattform-Bruder Renault Twingo auf das Heckmotor-Prinzip. Ob sie damit etablierte Fronttriebler ins Schwitzen bringen, klärt der Vergleichstest gegen den Hyundai i10 und den VW Up.
Die Frontantriebs-Konkurrenz nasszumachen, gelingt Smart und Twingo nicht.
Hyundai i10: Der i10 geht das Thema Kleinwagen seriös an – daran können auch orangefarbene Polster und Kunststoffe nichts ändern.
Hyundai i10: Der Fronttriebler benötigt für den Sprint auf 100 km/h 11,9 Sekunden.
Bis auf seine Bremsen wirkt der i10 erwachsener als seine Konkurrenten.
Sein Vierzylinder läuft zudem kultivierter als die Dreizylinder der Konkurrenz.
VW Up: Im Vergleich zum i10 wirkt der Up geradezu peppig. Wer hätte gedacht, dass sich so was mal über einen VW sagen lässt.
Der Up beschleunigt innerhalb von 14,4 Sekunden. Er ist somit der langsamste im Test.
Selbst im beladenen Zustand läuft er entspannt und darf ausgewogen federn.
Dem Einliter-Dreizylinder fehlt die belebende Wirkung eines Turboladers.
Smart Forfour: Der Smiley unter den Kleinwagen rechtfertigt seinen höheren Preis mit hochwertigen Details samt Stoffeinlagen im Cockpit.
Auch der Smart wuselt zackig durch Parkhäuser und Innenstädte.
Für den Sprint auf 100 km/h braucht er 12,3 Sekunden.
Der Heckmotor leistet 90 PS.
Renault Twingo: Das Handschuhfach wird zur Umhängetasche. Der Twingo reanimiert den Charme seines froschäugigen Urahnen von 1993.
Sein kleiner Wendekreis macht den Twingo zum Stadtkönig.
Bei höherem Tempo dürfte die Lenkung jedoch gern mehr Rückmeldung liefern.
Im Eco-Modus fährt der Twingo Leistung und Klimatisierung herunter.
Hyundai i10: Schnörkelloses und prima bedienbares Cockpit.
Der i10 ist der schnellste im Test. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 175 km/h.
Das Infotainment beschränkt sich leider nur auf ein CD-Radio.
Die Trend-Version des Hyundai bietet unter anderem eine Beheizung des Lenkrads.
Der i10 bietet einen USB- und Aux-Anschluss.
VW Up: Bis auf die fummelige Navi-Bedienung sehr ergonomisches Cockpit.
Er kann aber leider nicht mit der Materialfinesse des Smart Forfour aufwarten.
Das Aufsatz-Navi Maps & More samt praktischen Online-Funktionen kann mit den Routenführern von Smart und Twingo mithalten.
Smart Forfour: Sein Heckmotor beschert ihm keinen Raumgewinn. Zudem leiden Fahreigenschaften und Komfort.
Im Tacho werden auch andere Informationen angezeigt.
Typisch Smart: Frei stehender Drehzahlmesser.
Die zu tief angebrachten Zusatzschalter kann man nur ertasten.
Das Display ist auch die Verbindung zur Smart Community.
Die Benutzung der Klimaanlage erklärt sich von selbst.
Renault Twingo: Wieder ein echter Twingo. Der Twingo macht es einfach. Viele praktische Ablagen, reduzierte Bedienung.
Im ams-Eco-Drive lag der Testverbrauch bei 5,0 Liter
Die Höchstgeschwindigkeit des Twingo liegt bei 165 km/h.
Der Twingo bietet eine gute Serienausstattung.
Der Eco-Modus lässt sich über eine Taste in der Mittelkonsole aktivieren.
Hyundai i10: Das Platzangebot im i10 überzeugt.
VW Up: Auch der Volkswagen bietet ausreichend viel Platz.
Smart Forfour: Bequem zu viert unterwegs? Kein Problem im Forfour.
Renault Twingo: Ein Großteil der Technik teilt er sich mit dem Smart. Auch das Platzangebot ist ähnlich großzügig wie im Forfour.
Hyundai i10: Im Fond dürfen drei Personen Platz nehmen, doch dann wird es mangels Innenbreite sehr eng.
VW Up: Ein Fall für zwei ist die Rückbank des kleinen VW. Obwohl das Platzangebot gut ist, gibt es nur zwei Kopfstützen und zwei Sicherheitsgurte.
Smart Forfour: Sparsam gepolsterte, aber praktisch wegklappende Fondsitze.
Renault Twingo: Ohne Faltdach mehr Kopfraum.
Hyundai i10: Bei Kofferraum und Zuladung liegt der i10 vorn.
VW Up: Vollwertiger Kofferraum mit höhenverstellbarem Einlegeboden.
Smart Forfour: Die Zuladung im Forfour beträgt 378 kg.
Renault Twingo: Die Zuladung im Twingo beläuft sich auf 395 kg.
Der Dreizylinder im Up läuft zwar zäh, dafür begnügt er sich mit dem wenigsten Sprit.
Glückwunsch Hyundai i10. Mit seinen 12.120 Euro ist der Testsieger diesmal gleichzeitig auch das günstigste Auto.
Den Aufpreis wert: Ein umfangreich ausgestattetes Infotainment-System samt Handyunabhängigen Online-Staudiensten: Seine 600 Euro Aufpreis ist das Smart-Gerät wert.
Nur für Luxe: Durch seine zusätzlichen Apps aus dem R-Link-Store liegt das Twingo-System ausstattungsseitig vorn. Schade, dass Renault es den günstigen Varianten vorenthält.