Der Twingo bleibt sich treu – indem er sich mal wieder ganz neu erfindet. Wir vergleichen ihn mit den Frontantriebs-Rivalen Hyundai i10, Peugeot 108 und Skoda Citigo.
Der Twingo bleibt sich treu – indem er sich mal wieder ganz neu erfindet. Wir vergleichen ihn mit den Frontantriebs-Rivalen Hyundai i10, Peugeot 108 und Skoda Citigo.
Hyundai: Vom Nachahmer zum Trendsetter, ein echter Erstwagen.
Mit ihm hat Hyundai einen Siegkandidaten – nicht wegen fünf Jahren Garantie und günstiger Preise.
19 Zentimeter länger als der Peugeot 108: Der Hyundai i10 ist innen eine Klasse größer.
Der i10 ist mit einem 1.0-Liter-Reihendreizylinder-Benziner ausgestattet.
Skoda: Ein vollwertiger Kleinwagen – und nicht zum Spaß hier.
Gönnen Sie uns dieses Wortspiel: Der Citigo ist offensichtlich ein Up-leger.
Den klassischen Sprint von null auf Tempo absolviert der kleine Citigo 1.0 in 15,1 Sekunden.
Genau wie der i10 wartet der Citigo mit einem 1,0-Reihendreizylinder-Motor auf.
Renault: Er macht nun einiges anders, aber nicht alles besser.
8,9 m Wendekreis. Das mit dem Handling klappt nicht so beim Twingo, aber keiner bietet hier bessere Handlichkeit.
Schaut dem R5 nicht nur ähnlich, ist mit 3,59 Metern auch genauso lang.
In der 71-PS-Version wirkt der Dreizylinder im Heck ohne Turbo eher verträumt als energisch.
Peugeot: Frische Verpackung, moderne Extras und ganz der Alte.
40,9 s von 80 auf 120 km/h im fünften Gang. Keiner hat gesagt, dass es schnell gehen muss, aber Beschleunigung ist kaum das richtige Wort für das, was beim Peugeot 108 passiert.
Peugeots Kleinster unterscheidet sich nun mehr von C1 und Aygo.
Der 1,0-Liter-Benziner entwickelt 69 PS.
Solide und nett eingerichtet, angenehm hoch positionierter Schalthebel, dazu bequeme Vordersitze.
Das Ding spielt. Einfaches CD-Radio mit Bluetooth, ohne DAB+.
Die Sache mit dem Fensterheber: Einen Schalter fürs rechte Fenster gibt es nur auf der Fahrerseite.
Für 340 Euro gibt es das Aufsteck-Navi samt Bluetooth.
Das eigene Ohr ersetzt den Drehzahlmesser. Nett eigerichtetes Cockpit, Radkästen knapsen am Fußraum.
Das Telefon dockt schnell an, verdeckt dann aber die Tasten.
Das Einaug-Instrument hebt und senkt sich mit der Lenkradverstellung, dauerroter Drehzahlmesser (Pfeil).
Des Peugeot 108 ganzer Stolz ist das neue Infotainment mit Mirrorlink.
Zusammen mit dem Twingo bestes Raumangebot im Fond.
Bequeme Rücksitze, wie bei Peugeot 108 und Renault Twingo nur für zwei Passagiere.
Nach dem besten Normsitzraum fühlt sich das hinten nicht ganz an.
Weniger Grund zum Stolz erlaubt der klaustrophobische Fond im Hyundai i10.
Wie bei allen schützt die hohe Kante beim Heckaufprall, der i10 steckt am meisten Gepäck weg – bis zu 1.046 Liter.
Beim einfach erweiterbaren Kofferraum spart Skoda an Verkleidung, nicht aber an Volumen und Ladekante.
Ebene Ladefläche, da der Motor darunter sitzt. Geringe Ladehöhe, die Rückbank klappt nur, rückt nicht mehr.
Wie bei Twingo/Citigo öffnet nur die Heckscheibe, der winzige Kofferraum ist nun wasserkastenkompatibel.
Hinten nur einen Kofferraum haben kann ja jeder, meint Renault und setzt dem Twingo auch noch den Motor ins Heck.
Fazit: Hyundai i10: So groß kann klein sein: Nur beim Preis bleibt der i10 bescheiden, überzeugt ansonsten mit Platz, einem wackeren Motor, langen Garantien. Ein Schwachpunkt sind die matten Bremsen.
Skoda Citigo: So erwachsen kann klein sein: So vollwertig fast wie der letzte Fabia, optimiert der Citigo das Raumangebot, fährt agil, wirkt nicht zusammengespart, ist aber auch teuer und federt stramm.
Renault Twingo: So anders kann klein sein: Keiner fährt handlicher durch die Stadt. Dazu gibt es genug Platz und gute Variabilität sowie ein nettes Interieur. Aber der durstige Motor ist so schlapp wie das Handling.
Peugeot 108: So klein kann klein sein: Bei aller Kürze bietet der 108 genug Platz für zwei, darüber hinaus moderne Komfortextras. Doch für so ein enges Auto mit schwachen Bremsen ist er zu teuer.