Hyundai glückte unlängst mit dem i10 ein Coup in der kleinen Klasse, deren Preisschilder hohe vier- oder niedrige fünfstellige Preisangaben tragen.
Hyundai glückte unlängst mit dem i10 ein Coup in der kleinen Klasse, deren Preisschilder hohe vier- oder niedrige fünfstellige Preisangaben tragen.
Nun startet Citroën mit dem neuen C1 durch. Wie schlägt sich der stylische Franzose gegen Konkurrenz aus Italien, Korea und Tschechien?
Kleinwagen zu sein, das ist ein anspruchsvoller Job. Viel härter jedenfalls als das Leben einer High-End-Luxuskarosse, deren Käufer nicht auf einige Tausend Euro hin oder her schauen.
Szenen einer Messfahrt: Beladung der Testwagen bis zum erlaubten Maximum mit Ballastsäcken vor den Fahrversuchen.
Hyundai: Für sein verhaltenes Temperament entschädigt der i10 mit viel Komfort.
In Kurven versteht der i10 Spaß. Er folgt behände seiner direkten Lenkung und verhält sich im Extrem lammfromm.
Bei konstantem Tempo ist der Einliter kaum zu hören.
Von sehr bequemen Sitzen aus schaut der Fahrer auf ein reich bestücktes, funktionales Armaturenbrett.
CD-Radio und Anschlüsse für iPod & Co. sind Serie.
Vier Erwachsene kommen erstaunlich kompromissfrei unter
Fläche und Lehnen der Fondsitze sind klappbar.
Eher schmale Laderaumöffnung, hohe Ladekante innen.
Skoda: Sehr überzeugend wirkt der Citigo, das mit 75 PS stärkste Auto dieser Runde.
Vom VW Up unterscheidet sich der Citigo durch eine eigene Leuchtengrafik und eine andere Heckschürze.
Muntere 75 PS reichen für die besten Fahrleistungen.
Hui, so ein Beige hat man lange nicht gesehen. Aufsteck-Navigation samt Freisprechtelefon für 340 Euro.
Gelungene Sitze und gutes Platzangebot auch im Fond.
Wie der C1 hat der Citigo hinten nur Ausstellfenster.
Die Stufe im Stauraum ebnet ein Einlegeboden (80 Euro).
Citroën: Mit Mut zu wilden Farben und verbessertem Fahrkomfort startet der C1 neu.
Er neigt sich schon in Kurven, meistert diese bei Bedarf aber sehr flott und ohne hinterhältige Reaktionen.
Stark anfangen, dann nachlassen: der 67-PS-Drilling.
Sitze mit bunten Zebrastreifen, knallig lackierte Mittelkonsole: das Starter-Angebot Feel Edition.
USB- und AUX-Buchsen im Feel Edition ohne Aufpreis.
850 mm Innenhöhe hinten. Damit bietet der Citroën fast zehn Zentimeter weniger als seine Konkurrenten. Erwachsene Mitfahrer müssen den Kopf einziehen.
Aufklappbare Fenster.
Bei umgeklappter Rückbank beträgt das Kofferraumvolumen 780 Liter.
Hinter der gläsernen Klappe liegt ein Kofferräumchen.
Fiat: Panda Schmal und hoch ist der Klassiker. Und ausgesprochen variabel.
133 m Bremsweg µ-Split. Damit steht der Fiat Panda bei einer Bremsung auf einseitig glatter Piste aus 100 km/h etwa 25 Meter nach seiner Konkurrenz. Der flotte Tanz um Hütchen oder Kurven ist nicht die Passion des Panda. Lobenswert: die dicken Schutzleisten.
Der Vierzylinder gefällt mit Laufkultur und Drehfreude.
Hoch aufragendes Armaturenbrett mit spiegelnden Instrumenten. Sehr viele Ablagemöglichkeiten.
City-Modus für superwenig statt wenig Lenk-Feedback.
Die hinteren Sitze sind sehr hart mit steiler Lehne.
450 Euro kostet die längs verschiebbare Rücksitzbank.
Die große Heckklappe macht das Beladen leicht.
Der i10 gewinnt mit knappem Vorsprung aufgrund seiner Ausgewogenheit und seines attraktiven Preises. Die Kostenwertung geht ganz klar an ihn.
Fazit: Die Eigenschaftswertung geht deutlich an den gut motorisierten, fahrsicheren und geräumigen Citigo. Nur sein hoher Preis verhindert den Sieg.
Der C1 ist ein erfreulicher Farbtupfer in der kleinen Klasse. Wer selten vier Plätze braucht, ist mit ihm gut unterwegs und kann mit dem Zweitürer 450 Euro sparen.
In keinem Kapitel reicht es dem Panda zum Sieg, bei der Sicherheit schwächelt er. Sein Vierzylinder ist angenehm, aber auch vergleichsweise durstig.