Nach drei Jahren Pause bringt Nissan wieder einen konventionellen Kompakten zu uns: den Pulsar.
Nach drei Jahren Pause bringt Nissan wieder einen konventionellen Kompakten zu uns: den Pulsar.
Im Vergleich mit Honda Civic, Opel Astra und Peugeot 308 – alle mit 110 bis 120 PS starken Spardieseln – muss er beweisen, ob er wieder ein Sunny-Boy ist.
Wie der kleinere 208 ist auch der Peugeot 308 außen kürzer, innen geräumiger als sein Vorgänger.
Das Getriebe lässt sich leicht und exakt bedienen.
Peugeot bietet den 308 auch mit einem Euro 6-Diesel an.
Unser Test-Modell ist ein Euro-5-Diesel. Der Diesel ist fein, aber das Handling inszeniert-hektisch.
Mit den Jahren wird der Opel Astra moderner: neue Motoren, mehr Assistenz, viel Komfort.
Obwohl schon fast fünf Jahre auf dem Markt, haben ihn die Techniker immer modern gehalten.
Mit der umfassenden, allerdings optionalen Assistenzausrüstung oder hervorragendem Adaptivlicht.
Den Astra gibt es nun auch mit 1,6-Liter-Turbodiesel.
Honda Civic: Viel Platz, viel Variabilität und vor allem ganz viel anders.
Das mit dem Schieben hat der Turbodiesel drauf.
Der sparsame Antrieb ist viel temperamentvoller als das Handling.
Unter der Haube steckt ein drehfreudiger Diesel.
Der Nissan Pulsar gibt sich als Kompakter ohne Allüren.
Anders sollen die Anderen sein.
Zur umfassenden Topausstattung Tekna gehören ein komplettes Infotainment samt Navi, LED-Scheinwerfer oder das Assistenzarsenal vom Spurhalte- und Spurwechselhelfer über die 360-Grad-Kamera bis zum Kollisionswarner.
Der Renault-Diesel und Fahrwerk lassen es eher mal gemütlich angehen.
Peugeot 308: Solide und geräumig, aber mit verfranzter Bedienung. Es wäre alles nett mit dem 308, könnte man die Instrumente richtig ablesen, liefe der Drehzahlmesser im Uhrzeigersinn und gäbe es nicht dieses unsinnig kleine Lenkrad.
Opel Astra: Seit Dezember 2009 kritteln wir jetzt an diesem Tastenwahn herum: Im Vergleich sind Handytastaturen bei Tempo 120 leichter zu bedienen.
Honda Civic: Ja, auf den ersten Blick schaut das kompliziert aus mit dem zweigeschossigen Cockpit. Das bleibt es auch nach dem zweiten Blick.
Nissan Pulsar: Sagen wir mal so: Mit stilistischen Extravaganzen versucht das Interieur nicht zu bezirzen. Dafür fällt die Bedienung leicht.
Google-Suche: Per Handy als Datenmodem geht Connect auch online.
Musik-Streaming und Telefonie: schnelle Handy-Koppelung.
Peugeot: Der 308 bietet im Fond genügend Platz.
Opel: Am knappen Fond und dem feinen Komfort ändert sich in dieser Astra-Generation wohl nichts mehr.
Honda: Hinten ist es im Civic erstaunlich eng, vor allem für die Füße, weil der Tank unter den Vordersitzen liegt.
Nissan: Größter Vorzug des Pulsar ist sein geräumiger Fond.
Wie sieht es mit dem Kofferaum der vier Rivalen aus?
Peugeot: Flacher, aber tiefer Kofferraum, zweigeteilte Rücksitzlehne.
Opel: Kleine Klappe, hohe Kante, schmächtigstes Volumen.
Honda: Groß wie ein Kombi und variabel wie ein kleiner Van ist dieser Laderaum.
Nissan: Etwas üppiger als der Opel, beim Umklappen bleibt aber eine Stufe.
Im Vergleich zu den Maschinen von Honda oder Peugeot läuft der nach Euro 6 abgasreine Motor des Astra rau, überwindet sein Anfahrhadern auch wegen des hakeligen, lang übersetzten Sechsganggetriebes erst oberhalb von 1.500 Touren.
Nicht nur der Nissan Pulsar wirkt konservativ neben dem Honda.
Am Ende gewinnt der Peugeot 308 unseren Vergleichstest.
Große Nummer: Zwar siegt der Peugeot 308 erst durch die gute Ausstattung, überzeugt aber vorher mit gutem Komfort, Platz und dem sparsam-kultivierten Diesel.
Eine Nummer leichter, und er hätte gewonnen. Doch der neue Motor hadert mit dem schweren Opel Astra. Die Bedienung ist angejahrt, das Fahrwerk keineswegs.
Eine Nummer mehr als nur viel Platz, Variabilität und ein motivierter Motor muss es in dieser Klasse sein. Mit wirrer Bedienung und herbem Komfort ist der Honda Civic nur Dritter.
Nummer sicher beim Nissan Pulsar: Viel Platz und die Sicherheitsausstattung reichen nicht, um hier vorn dabei zu sein. Der sparsame Motor ist so träge wie das Handling.