Ja, Kleinwagen waren mal graumäusig, sehr schlicht und: klein. Doch diese Zeit ist längst vorbei. Mazda 2 und Hyundai i20 bringen neue Qualitäten ins Spiel. Wir haben die Newcomer getestet!
Ja, Kleinwagen waren mal graumäusig, sehr schlicht und: klein. Doch diese Zeit ist längst vorbei. Mazda 2 und Hyundai i20 bringen neue Qualitäten ins Spiel. Wir haben die Newcomer getestet!
Skoda Fabia: Er tut ganz einfach, was er tun muss und arbeitet seriös alle Aufgaben ab.
Ohne das optionale Sportfahrwerk für 190 Euro ist der Skoda hinter Fiesta, 2 und Corsa zwar nicht der aufregendste Kleinwagen der Gruppe, ...
... der Vierzylinder-Turbo gibt sich aber sehr kultiviert und ist mit 6,5 Litern im Test der sparsamste Motor.
Sehr komfortable Sportsitze mit Rautensteppung und ein typisches, gut übersichtliches und einfach bedienbares Cockpit.
Das Digitalradio kostet 100 Euro Aufpreis. Bald gibt es auch ein Festeinbau-Navi.
Die steil stehenden Seitenscheiben lassen den Fabia auch hinten luftig wirken, im Fond ist auch für Damen ausreichend Platz.
Mit umgeklappten Rücksitzen steigt das Kofferraumvolumen des Fabia von 330 auf stufige 1.150 Liter Stauraum.
Opel Corsa: Die Modellpflege war eher eine komplette Produkterneuerung und der Corsa bekam neben neuen Turbo-Dreizylindern und einem überarbeiteten Bediensystem...
... auch unter anderem deutlich üppigere Heckleuchten spendiert.
Der neue Turbo-Drilling läuft unaufdringlich und ruhig, das hohe Gewicht des Opel macht ihm aber bisweilen zu schaffen.
Auch der Opel wartet mit akkurat gepolsterten Vorder- und Rücksitzen auf.
Das etwas umständliche Scrollen im Bordcomputer ist noch ausbaufähig, ansonsten zeigt sich die Bedienung einwandfrei.
Dreifach in der Neigung verstellbare Lehnen, bequeme Sitze und ausreichend viel Platz im Fond.
Der praktische doppelte Boden des Kofferraums (285 bis 1.120 Liter) kostet wie bei diesem 75 Euro Aufpreis.
Mazda 2: Der Japaner überzeugt mit playstation-tauglichen, unbeschwerten Fahreigenschaften.
Die sechs Vorwärtsgänge lassen sich knackig durchschalten und der Mazda giert freudig durch die Kurven.
Mit 14:1 ist der Sauger extrem hoch verdichtet und benötigt nur 9,5 Sekunden um Tempo 100 zu erreichen.
Der konsequente Leichtbau im Mazda sorgt für einen allenfalls mittelprächtig verarbeiteten Innenraum und die Sitze könnten im Vergleich zur Konkurrenz etwas mehr Polsterung vertragen.
Mit Spurhalteassistenz und Totwinkelwarner ist der neue Mazda 2 vorn dabei.
Der schmal geschnitte Innenraum fordert im Fond seinen Tribut. Der Mazda bleibt hier ein Kleinwagen der alten Schule.
Bei zurückgeklappten Lehnen erhöht sich der Stauraum des Mazda 2 von 280 auf 950 Liter.
Ford Fiesta: Der kleine Kölner schafft auf beeindruckende Weise den Spagat zwischen Fahrspaß und Komfort.
Der Fiesta ist ein richtiger Kurvenbrenner, die Lenkung funktioniert präzise, leichtgängig und gefühlsecht
Nur 100 PS hat der Fiesta unter der Haube und trotzdem hängt er knurrend und bissig am Gas.
Eine Modellpflege im Innenraum wäre mal wieder angebracht, die kleinen Instrumente und das Chaos an Knöpfen gehören zu den wenigen Minuspunkten des Ford Fiesta.
Die zwei schmalen Fondtüren kosten 750 Euro extra, Kopf- und Beinfreiheit sind hier extrem knapp bemessen.
Als einziger im Test verfügt der Fiesta über einen Ladeboden mit Extrafach.
Der maximale Stauraum des Ford Fiesta ist mir 974 angegeben und so höchstens ein durchschnittlicher Wert.
Hyundai i20: Der Neue nimmt sich dem Fahrer ernsthaft an und vermittelt durch seine Proportionen sogar einen Hauch von Kompaktklasse.
Das Fahrwerk bemüht sich um ein Wohlfühlbefinden, nur auf schlechten Straßen und bei hohem Tempo wirkt es etwas überfordert.
Der 1.4-Liter-Sauger zeigt erst im oberen Drehzahlbereich etwas Temperament, der Motor wetteifert in Sachen Lautstärke mit den Windgeräuschen.
Ein Serienmäßig beheizbares Lenkrad gehört zu den wenigen Verspieltheiten die die Ingenieure dem Kleinwagen gegönnt haben.
Der Fahrer freut sich über die Zahlreichen AUX- und USB-Adaptionen des i20.
Das Platzangebot ist erstklassig und auch für große Mitfahrer geeignet, einzig die brettharte Polsterung der Rückbank könnte zu Unmut führen.
Von 326 bis 1.042 Litern reicht das Ladevolumen des Hyundai. Vorraussetzung: Umgelegte Rücksitze.
Kia Rio: Der Kleinwagen der Hyundai-Tochter ist der Billigste im Test und schon ab 14.590 Euro zu haben.
Mit 109 PS ist der Kia zwar etwas stärker als der i20, mehr Fahrspaß oder Dynamik kommt trotzdem nicht auf.
Mit 7,0 Litern Testverbrauch sind die 109 Rio-Pferdchen die durstigsten im Test.
Im Innenraum punktet der Kia durch eine unkomplizierte Bedienung und angenehmen Sitzkomfort, mehr Platz als der Hyundai kann allerdings auch er nicht bieten.
Wie der i20 (Serie) und der Corsa heizt der Kia optional auch das Lenkrad.
Kommod geht es auf der etwas tief montierten Sitzbank zu. Die Kopffreiheit reicht gut aus.
Der kleine Kofferraum im gedrungenen Heck fasst auch in der Endausbaustufe leider nur 923 Liter.