Der Red Bull-Schutz ...
Der Red Bull-Schutz ...
... ist eine Art halboffene Jetkanzel.
Das Red Bull-System ist ein Gegenvorschlag zum sogenannten Heiligenschein.
Ein Rahmen über dem Helm des Fahrers wird durch 2 Streben auf der Außenseite des Cockpits gestützt.
Außenrum sorgt eine Plexiglas-Schicht dafür, dass auch kleinere Objekte abgelenkt werden.
Hier zum Vergleich noch einmal die Bilder des Heiligenscheins, der bei den Testfahrten in Barcelona erstmals ausprobiert wurde ...
Vor allem die Sichteinschränkung durch die zentrale Strebe war dabei ein Thema.
Kimi Räikkönen war der erste Pilot, der das Halo-System testen durfte.
Der Fahrer muss durch die Lücken rechts und links vom Mittelsteg schauen.
Der Bügel wirkt in der Mitte sehr massiv.
Von oben ist der Ring noch besser erkennbar. Im englischen heißt das System "Halo-Concept" - also Heiligenschein-Konzept.
Im Profil erkennt man, wie der Pilot unter dem Bügel hindurchschaut.
Spötter bezeichneten das sperrige Anbauteil als "Klobrille".
Den Mechanikern erleichtert der Bügel das Zurückschieben in die Garage.
Werden die Formel 1-Fans diesen Look tolerieren?
Nicht alle Fahrer sind begeistert von der Sicherheitseinrichtung, die den Look verschandelt. Nico Hülkenberg äußerte sich mehrfach kritisch.
Später bekamen die Pressevertreter den Bügel dann noch einmal aus der Nähe zu sehen.
Ein Ferrari-Pressesprecher brachte den Heiligenschein in das Medien-Zentrum ...
In aufrechter Position wird die Größe des Anbauteils deutlich.
Auf einem Tisch liegend wirkt der Bügel flacher als auf dem Auto.
Hier die Sicht des Fahrers unter dem Bügel hindurch.
Der untere Steg ist schmaler als der obere Ring.
Die Frage lautet, wie die Sicht nach schräg oben ist - was zum Beispiel in der Eau Rouge in Spa wichtig ist.
Der Bügel wiegt in der aktuellen Version 6 Kilogramm.
Erste Versionen, die getestet wurden, brachten noch 10 Kilogramm auf die Waage.
Unter dem Carbon-Mantel versteckt sich ein Stahlrohr.
Die endgültige Version soll komplett aus Karbon gefertigt werden.
Besonders elegant sieht das Teil auch in abmontiertem Zustand nicht aus.
Ferrari hatte den Bügel einfach mit wenigen Schrauben befestigt.
Innerhalb von Sekunden konnte der Cockpitschutz abgenommen werden.
Die endgültige Version soll schon 2017 eingeführt werden.
Es ist der nächste Schritt der FIA zur Verbesserung der Sicherheit.
Wenn der Halo kommt, wird er für alle Fahrer verpflichtend eingeführt.
Bei Crashtests der FIA hat der Rohrramen die Anforderungen bestanden.
Die FIA suchte lange nach Lösungen, wie der Kopf der Piloten besser geschützt werden kann. Cockpit-Kanzeln wie bei Kampfjets wurden intensiven Crashtests unterzogen. Allerdings waren die Experten nicht überzeugt.
Das große Manko der geschlossenen Kanzeln ist das Aussteigen im Falle eines Überschlags. Piloten fürchten, sie sind dann unter der Haube gefangen. Sollte dann noch ein Feuer ausbrechen drohen weitere Gefahren.
Wie groß ist die Sichtbeschränkung beim Heiligenschein? Der Eiffelland E21 fuhr in den 70er Jahren mit einem Rückspiegel zentral vor dem Helm.
Hier eine weitere Idee zur Verbesserung des Cockpitschutzes, die bei der FIA diskutiert wurde.
Über den Kopf des Fahrers werden Streben von Cockpitrand zur Airbox gezogen.
Diese Lösung konnte sich in FIA-Crashtests aber nicht durchsetzen.