Nach Ihnen war Schluss mit oberer Mittelklasse: Opel Omega B und Ford Scorpio Mk2 blieben ohne Nachfolger.
Nach Ihnen war Schluss mit oberer Mittelklasse: Opel Omega B und Ford Scorpio Mk2 blieben ohne Nachfolger.
Opel baute den Omega B von 1994 bis 2003 und verkaufte 797.011 Exemplare.
Der zweite Scorpio blieb in Sachen Produktionszahlen deutlich zurück. Zwischen 1995 und 1998 liefen gerade mal 98.587 Einheiten vom Band.
Für den Misserfolg gibt es viele Gründe: Die einen sagen, das Design. Und ja: Die Glubschaugen sind neu - und eher Geschmackssache.
Doch vor allem das amerikanisch gestaltete Heck kam nicht gut an. Das schmale Leuchtenband steht großen glattflächigen Blech- und Kunststoffpartien gegenüber.
Der Kofferraum bietet 465 Liter Ladevolumen.
Die Schweller, Schürzen und Seitenverkleidungen sind weit herab gezogen, die 15-Zoll-Räder wirken etwas klein.
Der Fond des Ford ist sehr reisetauglich. Es gibt reichlich Fußraum und bequeme Ledersessel.
Das Cockpit erinnert an den Mondeo: Sachlich gestaltet mit Analogen Uhren.
Auch die Uhr zeugt analog an. Recht einfache Kunststoffe und Bedienelemente.
Multifunktionslichtschalter und 11-stufige Leuchtweitenregulierung.
Elektrische Sitzhöhenverstellung.
Im Kombiinstrument gibt es eine ANzeige für den Zustand der Türen und Haube.
Ford kombiniert Leder mit Holzimitat, einfachem Kunststoff, Chrom und Kunstlederbezug.
Kommen wir zum Antrieb: Die Kombination aus Viergang-Automatik und Dreiliter-V6 überzeugt.
Der Topmotor stammt von Cosworth und leistet 207 PS bei 6.000/min.
Bis auf kleine Retuschen entspricht die Seitenlinie des Mk2 der seines Vorgängers.
Ein Jahr vor dem Scorpio Mk2 schickte Opel den Omega B ins Rennen um die Gunst der Käufer.
Als MV6 kann der Opel auch gegen BMW, Mercedes und Audi fahrleistungsmäßig mithalten. Der V6 versteckt sich nicht im Motorraum.
Die Frontlichter ragen bis in den Kotflügel hinein.
Große AUßenspiegel mit noch größeren Gehäusen.
Das Armaturenbrett mit Klimaautomatik und Mini-Navi wirkt wuchtig. Im Blick des Fahrers liegen 4 Uhren.
Die Mittelkonsole beheimatet die Bedienungselemente für die Zwei-Zonen-Klimaautomatik, kleiner navigationsbildschirm links neben dem Radio, Sitzheizung und weitere Schalter.
Das Navigationsgerät mit Zweifarb-Display weist den Weg mit einfachen Pfeilanzeigen.
Klobige Bedienhebel für Scheibenwischer mit Intervalleinstellung. Einen Tempomat hat dieser MV6 auch an Bord.
Der Tacho zählt noch analog, die Nadel steigt auf bis zu 240 km/h.
Im Kombiinstrument ganz rechts sitzt der Bildschirm des Bordcomputer.
Gemütliche Veloursstoffe, Holzapplikationen und robuste Kunststoffe.
Den MV6 bot Opel auf Wunsch mit einer Viergangautomatik an - ohne Aufpreis.
Luxus-Ausstattung: Elektrische Sitzeinstellung mit Memory-Funktion.
Drehknopf am Dachhimmel für das elektrisch betätigte Schiebedach.
Auch der Opel rollt auf 15-Zöllern.
Viel Platz für alle Passagiere: Der Omega nutzt seinen Raum clever und effektiv. Hinten gibt es 3 Dreipunktgurte.
Zudem hält der Omega B noch 540 Liter Kofferraum bereit.
Bei seiner Einführung kostete das Topmodell MV6 63.345 Mark.
Der Omega setzt auf fließende Formen und eine hohe Dachlinie.
Der Scorpio gibt sich mit schmalem Leuchtenband amerikanisch, Die ovalen Lichter am Omega wirken schlicht.
Fazit von Michael Eiden: "Okay, Scorpio- Fahrer brauchen etwas Mut: Das Design ist speziell. Doch darin liegt der Reiz. Gesprächsstoff auf einem Youngtimer-Treffen liefert er bestimmt. Schüchterne machen mit einem gepflegten Omega MV6 sicher keinen Fehler."