Mit dem Civic Tourer versucht sich Honda wieder im Kombimarkt zu etablieren. Wie seine Chancen stehen, klären wir im Vergleichstest.
Mit dem Civic Tourer versucht sich Honda wieder im Kombimarkt zu etablieren. Wie seine Chancen stehen, klären wir im Vergleichstest.
Antreten wird der Civic-Kombi gegen Ford Focus Turnier, Honda Civic Tourer und Toyota Auris Touring Sports.
Honda Civic: Geräumig, variabel und zugleich sparsam.
5,8 l/100 km Diesel verbrauchte der 120 PS starke Civic Tourer im Test. Der 160 Kilo schwerere Astra Sports Tourer benötigte 0,4 Liter mehr.
Dank seiner leichtgängigen, präzisen Lenkung fährt sich der Honda ähnlich agil wie der Ford.
Opel Astra: Schnell, schwer und mager ausgestattet.
3,1 s nimmt der starke Astra dem schwach auftretenden Focus im Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h (V. Gang) ab.
Trotz seines hohen Gewichts wedelt der Opel flotter als der Ford um die Hütchen.
Ford Focus: Leicht und agil, aber träger Motor.
Mit einem Testwagen-Preis von 25.570 Euro ist der Ford der Günstigste in diesem Vergleich.
Kaum ein Kombi bereitet so viel Fahrspaß und bietet dennoch so viel Fahrkomfort.
Toyota Auris: Trister Innenraum, aber starker Antritt.
Von Null auf Tempo 100 sprintet der Auris-Kombi in 10,8 Sekunden - Gleichstand mit dem Honda.
In den Fahrversuchen liegt der Auris aber deutlich hinter seinen Konkurrenten.
Nicht ganz frei von Vibrationen, aber sehr sparsam: der Honda.
Der neue Opel-Diesel nagelt etwas, sorgt aber für gute Werte.
Mit seinen 115 PS ist der leise Focus-Diesel der Schwächste.
Zwei Liter Hubraum und nur ein bisschen leise: der Toyota.
Das bunte Cockpit im Honda Civic Tourer mag nicht jedem gefallen, ist aber übersichtlicher als bei Astra und Focus.
Im vergleich zur Limousine ergeben sich im Cockpit keine Unterschiede.
Einfache Materialien, aber solide verarbeitet.
Viel eher begeistert die gelungene Motor-Getriebe-Kombination.
Opel Astra: Übervolle Mittelkonsole, aber die beste Verarbeitung. Klasse: die Ergonomie-Sitze.
Im Testwagen mit aufpreispflichtiger, elektrischer Sitzverstellung.
Auch im Astra-Kombi gibt es bei der Cockpit-Gestaltung keine Unterschiede zur Limousine.
Bisher mit einem pixeligen Monitor gestraft, lockt das Navigationssystem seit einem Mini-Facelift mit einer gestochen scharfen Kartendarstellung.
Motor und Getriebe harmonieren auch beim Rüsselsheimer.
Ford Focus: Unübersichtliches Cockpit mit vielen Tasten und zu wenig Ablagen. Sehr kleiner Navimonitor.
Hinter dem Cockpit nehmen Fahrer und Beifahrer auf sehr bequemen und ordentlich ausgeformten Sitzen Platz.
Sechsgang-Schaltgetriebe im Ford Focus Turnier.
Toyota Auris: Dem wandartigen Armaturenbrett fehlt es an Flair. Umso besser: die simple Bedienung.
Zu kurz: Sitzfläche und Kopfstützengestänge im Honda.
Gut genug: Der Fond des Opel bietet viel Platz.
Bequem: angenehm konturierte Rückbank im Ford Focus.
Zu nahe: Kopf und Dach liegen im Fond des Auris eng beieinander.
Honda Civic Tourer: Fast beeindruckender als der Laderaum: die niedrige Kante.
624 l fasst der Civic-Kofferraum. Da können weder Focus Turnier (490 l), Astra Sports Tourer (500 l) noch der Auris Touring Sports (530 l) dagegenhalten.
Opel Astra Sports Tourer: Der solide verarbeitete Laderaum lockt mit vielen Fächern.
Ford Focus Turnier: Fächer, Durchlade? Nicht zu haben. 490 Liter müssen reichen.
Toyota Auris Touring Sports: Zweitgrößter Kofferraum mit praktischen Unterbodenfächern.
Fazit: Der neue Honda Civic Tourer muss sich in diesem Test mit dem 3. Platz zufriedengeben. Etwas mehr Komfort, und er stünde hier auf dem zweiten Platz.
Der erste Platz geht an den Opel. Sein neuer Diesel beschert ihm wertvolle Punkte. Sehr praxistauglicher Kofferraum.
2. Platz: Der agile und dennoch komfortable Ford Focus Turnier leidet unter dem schwachen Motor. Zudem fehlt es im Vergleich an Laderaum.
Der nur durchschnittliche Toyota Auris Touring Sports macht nichts falsch, aber auch nichts besser. Entsprechend bleibt nur der vierte Platz.