Warum nicht mal den Sport im Transport betonen? Die turbo-aufgeladenen Sportkombis Ford Focus ST Turnier und Seat Leon ST Cupra im Duell.
Warum nicht mal den Sport im Transport betonen? Die turbo-aufgeladenen Sportkombis Ford Focus ST Turnier und Seat Leon ST Cupra im Duell.
Der Ford überzeugt mit besseren Ladeeigenschaften. Dem Heck des Focus ST Turnier sieht man die bessere Ladekapazität bereits an.
Hingegen überzeugt der Seat durch sein ungestümes Wesen. 22,8 s benötigt der Leon für den Spurt aus dem Stillstand auf Tempo 200 und hängt den Focus hier deutlich ab. Der benötigt 29,5 Sekunden.
Seat: Praktiziert den Sport auch als Kombi mit 265 PS aus einem aufgeladenen Vierzylinder Benziner.
Seat gibt großzügige 587 Liter (maximal 1.470 Liter) Ladevolumen für den Leon ST Cupra an.
Surrt dann allerdings die Heckklappe hoch, fragt man sich, wo sich das Volumen versteckt hat. In das schön geformte, aber flache Heck passt nun wirklich nichts Sperriges.
Obwohl der Zweiliter langhubig ausgelegt ist, dreht er willig hoch.
Ford: Legt den Fokus auf Transportfähigkeiten. Vergisst den Sport mit dem 250 PS starken Turbo-Vierzylinder allerdings auch nicht.
Ford gibt 476 Liter (maximal 1.502 Liter) Ladevolumen beim Focus ST Turnier an.
Durch die große Luke des Ford Focus ST Turnier ist der Laderraum deutlich besser nutzbar als der des Seats.
Dank Sound-Tuning grollt der viertöpfige Zweiliter fast wie ein Fünfzylinder.
Die Performance-Wertung verbucht der Seat allerdings deutlich für sich. Der Ford ist dagegen eher der praktikable Typ.
Nicht aufregend, aber einfach zu bedienen. Dennoch könnte das Cupra-Cockpit mehr Emotion vertragen.
Sportlich angehauchte Rundinstrumente mit Tacho bis 300 km/h. Trotz sehr guter Performance etwas optimistisch. Bei 250 km/h ist Schluss.
Die Bedienung des Infotainment-Systems erfolgt per Touchscreen.
Knackiges Sechsgang-Getriebe im Seat.
Das massige Armaturenbrett samt der breiten Konsole ragt weit in den Innenraum und schränkt die Luftigkeit ein.
Die verschachteleten Instrumente des Ford Focus ST Turnier wirken nüchtern.
Analoge Zusatzinstrumente für Öltemperatur, Ladedruck und Öldruck sorgen für sportliches Flair im Ford.
Das nach der Modellpflege deutlich aufgefrischte Infotainment wird ebenfalls per Touch-Screen gesteuert.
Auch im Ford Focus ST Turnier wartet ein knackiges Sechsganggetriebe auf den Piloten.
Dank tiefer Sitzposition fühlt man sich bestens ins Auto integriert.
Guten Seitenhalt bieten die Recaros, aber sie sind zu hoch montiert.
Ordentliches Platzangebot auf der Rücksitzbank des Seats.
Auch der Ford kann mit gutem Komfort auf der Rücksitzbank punkten.
Großer, aber schlecht nutzbarer Laderraum im Seat Leon ST Cupra. 502 - 1.470 Liter Ladevolumen.
Der Laderraum des Fords ist aufgrund seiner größeren Höhe besser nutzbar. 470 - 1.502 Liter Ladevolumen.
18-Zoll-Felgen sind serienmäßig, 19 Zoll wie hier gibt es gegen Aufpreis.
Die serienmäßigen 18-Zöller sind mit der Dimension 225/40 besohlt.
Wenn der Ford in schnellen Biegungen bereits leicht untersteuert, zieht der Seat noch nach innen.
1.540 kg wiegt der Focus vollgetankt ohne Passagiere. Der Leon ist mit 1.429 Kilogramm stolze 111 kg leichter.
Der Seat beeindruckt mit seinem ungestümen Wesen, der Ford mit den besseren Ladeeigenschaften.
In Summe ist der Seat eindeutig bessere Sportkombi, legt sein Hauptaugenmerk dabei allerdings auf Sport statt Kombi. Beste Wahl also für alle, die im Wort Transport das "Tran" ausblenden und vor allem "sport" erkennen.