Skoda Fabia, Opel Corsa und VW Polo treten zusammen mit Renault Clio und Ford Fiesta an. Und wir testen ihn aus, den Allergrößten der Kleinen.
Skoda Fabia, Opel Corsa und VW Polo treten zusammen mit Renault Clio und Ford Fiesta an. Und wir testen ihn aus, den Allergrößten der Kleinen.
9,5 s von 0 bis 100 km/h. Beim Sprint erinnert der Skoda Fabia nicht nur die Traditionalisten unter uns an den Golf I GTI. Wie eben auch die Leistung von 110 PS.
1.019 kg Leergewicht. Kleinwagen sind zwar nicht mehr klein, aber leicht, wie der Clio zeigt.
Ford Fiesta: Weil ein Kleinwagen nicht öde, sondern vergnüglich fahren kann.
Der Ford Fiesta ist mit 6,3 Litern Verbrauch pro 100 km sparsam.
Ungemein brillant ist der Motor.
Stimmt, innen ist der Ford Fiesta noch immer ein Bedien-Messie, und an das Radio wollen wir uns jetzt auch nicht mehr gewöhnen.
Rückfahrkamera im Ford Fiesta.
Das Infotainment ist mit 1.630 Euro vergleichsweise teuer.
Erstaunlich, wie viel Platz im Fond bleibt, ...
… wie viel Gepäck dann doch in den Kofferraum passt.
Opel Corsa: Weil nicht alles ganz neu sein muss, um wirklich besser zu werden.
Der Corsa hat noch immer ein Gewichtsproblem: 158 kg mehr.
Der Corsa wartet mit einem Reihendreizylinder-Motor auf. Er leistet 115 PS.
Wie nett sie ihm das Cockpit eingeräumt haben, mit frischen Instrumenten und besseren Materialien.
Das Raumangebot zählt zu den Besten der Klasse.
Die Rücksitzlehne arretiert auch in einer steileren Cargo-Position.
Überhaupt mag es der Corsa praktisch, mit bequemem Einstieg.
Viel Platz und Ladevolumen.
Internetradio-App Tune In empfängt tausende Stationen.
Nach wie vor unterstützt Intellilink nur drei Apps.
Navigations-App Bring Go mit detailreicher Kartendarstellung.
Renault Clio: Weil es Renault nie geschadet hat, praktisch und günstig zu sein.
Der Renault Clio ist der günstigste Kleinwagen in diesem Vergleich.
Dass er am wenigsten kostet, verbirgt der Clio im nett und ...
... modernreduziert eingerichteten Cockpit einfach.
Vorn bietet er am meisten Breite, auf der Rückbank dagegen mangelt es an Knie- und Kopfraum, ...
… nach hinten an Rücksicht.
Der Renault Clio verzichtet auf jegliche Assistenzangebote, Lichtoptionen und selbst auf Essenzielleres wie durchgehende seitliche Kopfairbags.
Dem großen Kofferraum mangelt es an Ebenheit.
Skoda Fabia: Weil sich VW die größte Konkurrenz am liebsten selbst konstruiert
Jetzt mal ehrlich, das wirkt ein wenig so, als wollte man im VW-Konzern etwas Abstand zum Polo inszenieren.
Der Skoda Fabia vertäfelt sich mit Hartplastik. Schaut nicht so fesch aus, aber solide.
Viel Platz hinten, ...
… höhenverstellbare Hutablage und ...
… ein Kofferraum, groß wie beim Golf III.
VW Polo: Weil einer nun mal der ewige Musterknabe sein muss. Und bleiben will.
Im Frühjahr 2014 wurde er nach fünf Jahren aufgefrischt.
Zu kleine Außenspiegel.
Den Polo räumen sie besonders hochwertig und solide ein, ...
… dazu gibt es optional die meisten Assistenzsysteme und Komfortextras, ...
… aber weniger Platz auf der Rückbank.
Das geringste Kofferraumvolumen.
Aber all das gleicht der Polo locker aus.
6,3 l/100 km Testverbrauch. Der Fiesta mit Einliter-Dreizylinder vergnügt nicht nur mit Drehfreude und Kraft, er ist auch zehn Prozent sparsamer als Clio und Corsa.
Fazit: Skoda Fabia: So erwachsen, wie er inzwischen ist, reckt sich der geräumige und temperamentvolle, sparsame und günstige Skoda Fabia fast schon in die Kompaktklasse. Makel? Die herbe Federung.
VW Polo: Der Leistungsnachteil kostet den teuren, aber sparsamen und gut ausgestatteten VW Polo den Sieg. Mit der umfassendsten Sicherheitsausstattung und solider Verarbeitung setzt er hier Maßstäbe.
Ford Fiesta: Mit dem Ford Fiesta liegt das Glück auf der Straße – in jeder Kurve. Keiner fährt hier vergnüglicher, gleichzeitig komfortabler und sparsamer als der Ford. Wirre Bedienung, lieblose Materialien.
Opel Corsa: Stärken bewahrt und Schwächen gemindert, doch mit dem kräftigen Dreizylinder ist er teuer und nicht gerade sparsam. Trotz des straffen Fahrwerks ist das Handling des Opel Corsa ambitionsarm.
Renault Clio: Günstig, gut ausgestattet, leicht zu bedienen, starke Bremsen: Der Renault Clio überzeugt in vielen Punkten, liegt aber bei Komfort, Fahrleistungen, Verbrauch und Sicherheitsausstattung zurück.