Volkssport-Bewegung: Capri 2300, Taunus 2.0 und Escort RS 2000 hatten ihre Hoch-Zeit zu Beginn der 1970er-Jahre.
Volkssport-Bewegung: Capri 2300, Taunus 2.0 und Escort RS 2000 hatten ihre Hoch-Zeit zu Beginn der 1970er-Jahre.
Der Capri zelebriert mit langer Haube und gedrungenem Heck die klassische GT-Linie.
Viele Uhren, liegende Sitzposition: Sportwagen!
Das Holz gibt den Konterpart zu der sportlichen Uhrensammlung: Wassertemperatur, Tankuhr, Tacho, Drehzahlmesser, Voltmeter und Öldruck, dazu Kippschalter.
Die Sitze führen gut - auch die Passagiere auf der Rücksitzbank. Bei mehr als 1,60 m Körperlänmge zwickt es aber.
Auch ohne das aufpreispflichtige Vinyldach ist der Ur-Capri ein reizender Anblick.
Der Name war ein Marketing-Volltreffer, sprach die Sehnsucht der Deutschen an.
Die Linie ist reduziert auf das Wesentliche, doch die beiden Lufteinlässe sind ein Resultat des Spieltriebs der Designer.
Der 2,3-Liter-V6 mit 108 PS war zum Verkaufsstart 1969 der Top-Motor für 178 Spitze.
Der reichlich vorhandene Chromschmuck erzählt von der Zeit vor der "Mattschwarz-Sport Ära".
Schöne Sportfelgen mit schmalen 165er-Pneus.
Sportwagen-Sound? Na ja. Die dünnen Röhrchen hüsteln eher diskret.
Ganz anders der Escort RS 2000. Hier hört und sieht man den sportlichen Charakter.
Unter der Haube sitzt der kompakte, natürlich längs eingebaute Zweiliter mit 100 PS. Zum Schrauben hat man bei dem Hecktriebler reichlich Platz. Vorteil für den Rennsporteinsatz. Der kleine Vierzylinder schlürft herrlich durch den Zubehör-Nassluftfilter.
Der Escort I wurde von 1968 bis 1974 mehr als 2,1 Millionen mal gebaut.
Vom SPitzenmodell RS 2000 entstanden aber nur 5.200 Exemplare. Das RS-2000-Schild zierte damals wie heute nicht nur echte RS 2000.
Auf den Sportsitzen ist man gut integriert in dem RS. Seitenhalt gibt es reichlich, Dämpfung weniger.
Wohnlich ist es nicht hinter dem kleinen Lenkrad aus dem RS-Zubehörangebot.
6 Uhren: Voltmeter, Wassertemperatur, Öldruck und Tankuhr sowie Drehzahlmesser und Tacho. Man beachte die liebevoll gestalteten Symbole.
So sahen den leichten Escort viele; auch auf der Piste.
Die Kriegsbemalung lässt den RS halbstark wirken, gehört aber zur Folklore.
Nichts anderes passt auf einen RS 2000: Die Vierspeichen-RS-Felgen im Format 5,5x13 mkt 185er-Pellen.
Das Ford-Trio war vor rund 40 Jahren beliebt bei denen, die möglichst viel Leistung für möglich wenig wollten. Bei Ford wurden sie fündig.
Leicht trotzköpfig kommt der Taunus daher, sein Beiname Knudsen spielt auf den damaligen Ford-Präsidenten an.
Etwas unnützes Wissen gefällig? Das Original RS-Sportlenkrad hat die Teilenummer 9052229 (H71 AB-3600-BA).
Der Taunus-Fahrer blickt auf 3 große Uhren: Zeituhr, Tacho und Drehzahlmesser.
Ergänzt wird die Informationsvielfalt durch 4 Uhren in der Mittelkonsole: Tankuhr, Voltmeter, Wassertemperatur und Öldruck.
Das Platzangebot ist im taunus am besten: Sogar die Passagiere im Fond können auf den ausgeformten Sitzen kommod reisen.
418 Liter Stauraum liegen im Coupé-Heck mit der schräg abfallenden Scheibe.
Der langlebige und stark kurzhubige (BohrungxHub: 84x60,1) Kölner V6 ist ein gelassener Nuscheler.
Das GXL am Heck signalisierte: Man gönnt sich was.
Verspieltes Design an den Rädern. Kleine 13-Zöller mit 205er-Schlappen. Original waren 175er.
Genießer-Coupé, Sportwagen oder Basis für den Rennsport: Ford konnte in den 70ern alles liefern.
Fazit von Michael Harnischfeger: "3 Ford, 3 Charaktere: Der Ford Taunus empfiehlt sich als gelassener Cruiser, der Ford Capri ist mit V6 ein Sport-Coupé mit Biss. Der Ford Escort RS besitzt beste Rennsport-Gene."