Die zwei rundlichen Stadtwägelchen Fiat 500 und Nissan Micra im Vergleich.
Die zwei rundlichen Stadtwägelchen Fiat 500 und Nissan Micra im Vergleich.
Beide sind ohne Parkplatzsorgen, dank weniger als vier Meter Länge.
Der Nissan Micra ist 17 Zentimeter länger. Fiat 500 mit extrem kurzem hinteren Überhang.
Die Testkandidaten werden von 1,2 Liter großen Vierzylinder-Benzinern angetrieben.
Bei der Leistung herrscht annähernd Gleichstand: 69 PS beim Fiat und 65 PS stecken im Nissan.
Preislich trennen den 500 in der Lounge-Version (12.900 Euro) nur 150 Euro vom Micra-Sondermodell More (13.050 Euro).
Serienmäßig bieten beide elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Klimaanlage sowie CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung und MP3-Funktion.
Der Fiat glänzt darüber hinaus mit Leichtmetallrädern, Nebelscheinwerfern und einer Sprachsteuerung.
Dafür ist ESP nur gegen 350 Euro Aufpreis zu haben.
Mit wohldosierten Regeleingriffen hält das System den 500 zuverlässig auf Kurs
Des Weiteren bietet er handliche Fahreigenschaften, aber eine Lenkung mit zu geringer Rückmeldung.
Kritik gibt es bei der Vollbremsung aus 100 km/h auf dem rechts und links unterschiedlich griffigen Untergrund, wo beide Kandidaten über die 150 Meter lange Messstrecke hinausschießen.
Der 500 hingegen benimmt sich insgesamt wie ein kleiner Springinsfeld: Bei flotter Fahrt auf ondulierten Oberflächen hebt schon mal ein Rad ab, und lange Wellen setzen die Passagiere deftigen Vertikalbeschleunigungen aus.
Das mehrfarbige Cockpit ist hübsch anzusehen, weist aber ergonomische Mängel auf.
Im City-Modus ist die Lenkung besonders leichtgängig.
Die Sitzflächen lassen sich nicht nach vorne klappen, was einen ebenen Ladeboden verhindert.
Der Einstieg für die Fond-Passagiere ist eng.
Kopf- und Beinfreiheit sind eingeschränkt.
Der Kofferraum bietet wenig Platz fürs Gepäck und nur 322 Kilogramm Zuladekapazität.
7,2 Liter auf 100 Kilometer benötigt der Fiat im Testmittel.
Mit 14,9 Sekunden auf Tempo 100 ist der Nissan nicht gerade ein Sportler.
Seine ohnehin nicht ganz so kräftig zupackenden Bremsen zeigen bei hoher Belastung auch noch leichtes Fading.
Sichere, nicht besonders dynamische Fahreigenschaften.
ESP bleibt beim Micra den stärker motorisierten Varianten vorbehalten.
Dafür verhält sich der Micra bis in den Grenzbereich sehr gutmütig. Stoisch und neutral folgt er dem vorgegebenen Kurs und lässt sich auch durch Lastwechsel nicht aus der Ruhe bringen.
Auch die Federung des Micra erweist sich als durchweg geschmeidiger, obwohl sie auf kurze Unebenheiten recht straff reagiert
Klare Instrumente, einfache Bedienung.
Funktionaler Innenraum mit Fach unter dem Beifahrersitz und verschiebbarer Sitzbank.
Die Qualitätsanmutung ist eher durchschnittlich.
Dank größerer Türen als beim Fiat etwas bequemerer Einstieg nach hinten.
Mit seiner längs verschiebbaren Rücksitzbank und 474 Kilogramm Zuladung ist der Micra das alltagstauglichere Auto.
Beim Nissan dürfen im Fond zur Not sogar drei Personen Platz nehmen, während der Fiat ein reiner Viersitzer ist.
Die labile Gepäckraumabdeckung ist unpraktisch und wirkt ebenso billig wie der Nadelfilz im Kofferraum.
Der Nissan erreicht eine Testverbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern.