Der Ferrari verkörpert den folgsamen, schnellen Hengst, der Lambo gebärdet sich wie ein Wildpferd.
Der Ferrari verkörpert den folgsamen, schnellen Hengst, der Lambo gebärdet sich wie ein Wildpferd.
Beim Spurt sind sie nahezu ebenbürtig, doch der Miura erreicht eine höhere Vmax.
Äußerlich mögen noch Gemeinsamkeiten bei Ferrari 275 GTB/4 und Lamborghini Miura erkennbar sein,...
... doch ganz unterschiedlich sind die Konzepte: Der Lamborghini ist ein radikaler Mittelmotor-Rennwagen, der Ferrari ein Frontmotor-Langstreckensportler.
Markant sind beim Ferrari 275 GTB/4 die lange Motorhaube und das Abrissheck.
Großzügiges, übersichtliches Cockpit mit fein gezeichneten Instrumenten.
Schmucke Speichenräder, die Belüftungsschlitze sorgen für eine sportliche Note.
Von schräg hinten – Schokoladenseite des 275 GTB/4.
Zum Fahrer hin abgeknickter Schalthebel.
Der Rote Bereich beginnt beim Ferrari-V12 bei etwa 7.600/min - bei 8.000/min liegt die Höchstleistung von 300 PS an.
Der V12 versteckt sich unter dem großen Luftfilterkasten
Dies ist ein Ferrari. So lautet die klare Ansage am Heck.
Einen so aufregend gestylten Straßensportwagen hatte es zuvor noch nie gegeben.
Enger Fußraum mit stehenden Pedalen und mächtige Mittelkonsole.
Leichtmetallrad mit krallenförmigem Zentralverschluss.
Schaltkulisse mit kurzem, schwergängigem Schalthebel.
Versteckter Türöffner in den Lüftungsschlitzen.
Quer eingebauter V12 unter der monströsen Heckhaube
Miura, so hießen berühmte Kampfstiere.
Motor Klassik-Redakteur Bernd Woytal: "Von der Konstruktion und von ihrem Charakter her sind die beiden Kontrahenten sehr unterschiedlich. Der Lamborghini Miura ist unglaublich auffällig und gibt sich deutlich krawalliger als der Ferrari."
Der Ferrari 275 GTB/4 ist nur etwa 330 Mal gebaut worden.
Das kann der Lamborghini Miura P 400 sogar noch unterbieten: nur 275 Exemplare entstanden.
Ferrari 275 GTB/4, Cockpit, Lenkrad
Beim Preis hat sich das Bild verkehrt. 1966 kostete ein Miura 70.500 Mark, während der Ferrari 275 GTB/4 für 52.950 Mark zu haben war.
Heute kostet ein Ferrari 275 GTB/4 im Zustand 2 rund 1,3 Millionen.
Dafür gibt es mindestens 3 Miura. Ein Zustand 2-Exemplar liegt bei rund 340.000 Euro.
Den unverwechselbaren Augenaufschlag bietet dafür nur der Miura.
Beatmet wird der Miura P 400 von einer Vergaser-Batterie, bestehend aus 4 Weber-Fallstrom-Dreifachvergasern.
Einzigartige Aussichten verspricht das Miura-Cockpit.
Neben den beiden Supersportlern gibt es eine Reihe weiterer Sportwagen-Alternativen - wir nennen 5: Lancia Beta Montecarlo, 1975 - 1981 ab 10 000 Euro: Der Beta Montecarlo ist eine Art Westentaschen-Ferrari-Berlinetta-Boxer. Der Mittelmotorsportwagen wurde in zwei Serien gebaut, alle mit dem Reihenvierzylinder-Mittelmotor. 1995 cm3, 120 PS, 192 km/h
Alfa Romeo Montreal, 1970 - 1977 ab 28 000 Euro: Das von Marcello Gandini aufregend gestylte Coupé fasziniert mit einem V-Achtzylinder mit Rennsport-Genen und gibt sich eher komfortbetont als knallhart sportlich. V8, 2593 cm3, 200 PS, 225 km/h
Maserati 3500 GT UND GTI, 1957 - 1965 ab 90 000 Euro: Dieser Maserati fasziniert mit der Eleganz der 50er Jahre und dem für den Alltag gezähmten Rennmotor. Ab 1962 gab es eine Lucas-Einspritzung. Sechszylinder-Reihenmotor, 3483 cm3, 220 PS/235 PS, 235 km/h
De Tomaso Pantera, 1971 - 1993 ab 49 000 Euro: Extrem sportlich auftretender Zweisitzer mit Mittelmotor aus amerikanischer Produktion, der technisch und optisch modifiziert bis in die 90er Jahre überlebte. V8, 5763 cm3, ab 240 PS, bis zu 270 km/h
Bizzarrini 5300 GT Strada, 1966 - 1968 ab 400 000 Euro: Die exklusivere und aufregendere Alternative zu einem Iso Grifo. Wie dieser wird der Bizz von einem amerikanischen V-Achtzylindermotor gehörig auf Trab gebracht. V8, 5354 cm3, ca. 320 PS, bis zu 275 km/h