Wandlungs-Reisender: Nie wieder war ein kompakter Opel so vielseitig. Fünf Karosserievarianten sorgten für Marktpräsenz in jeder Nische.
Wandlungs-Reisender: Nie wieder war ein kompakter Opel so vielseitig. Fünf Karosserievarianten sorgten für Marktpräsenz in jeder Nische.
Trio mit vier Fäusten: Von links nach rechts sind dies der Kadett Aero, das Kadett C Coupé und der Basis-Kadett.
So sahen Erfolgstypen der unteren Mittelklasse aus, bevor die Generation Golf das Laufen lernte. Klassisches Stufenheck, Radkappen im Sechziger-Jahre-Stil, zierliche Chromstoßstangen...
...und ein Interieur von schockierender Nacktheit. Den überlangen Schalthebel gab es nur bis 1975. Den breiten Kardantunnel bis zuletzt.
Seine runden Scheinwerfer trug der Opel Kadett bis zur ersten und einzigen großen Modellpflege von 1977.
Die Opel-Designsprache der siebziger Jahre war ein ein Rüsselsheimer Hessisch mit leichtem italienischen Akzent.
Feine Idee zur falschen Zeit: Cabrio fahren war gerade völlig out, als Opel den Kadett Aero ins Programm schob. Für den Nachwuchs war er zu teuer und zu lahm, für die wenigen Windgesichter nicht diskutabel, weil sie seinen Dachhenkel verabscheuten. Es blieb bei 1.332 Kleinserien-Exemplaren.
Der Freiluft-Kadett zeigt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt: Gute und vor allem originale Exemplare sind in festen Händen oder richtig teuer...
...viele verloren die schräge (und leider ziemlich schmutzempfindliche) Original-Innenausstattung im Schottenkaro-Design.
Gelbwerter Vorteil: Der Motor des Kadett GT/E kam aus dem gleichnamigen Manta, der Opel-Baukasten sicherte die Bezahlbarkeit der Rennsport-Version.
In der zweiten Serie kostete er 16.850 Mark - so viel wie ein gut ausgestatteter Rekord. Aber er ging so gut wie ein BMW 323i. Sportsitze und Zusatzinstrumente serienmäßig, Radio gegen Aufpreis.
Statt der weiß-gelben Kampflackierung gab es auch einfarbige GT/E-Modelle - die Auswahl war auf Signalfarben beschränkt.
Die hoch gesetzten Blinker waren seit der Modellpflege vom Frühjahr 1977 das Erkennungszeichen aller späten C-Kadett-Modelle.
Stabil-Baukasten: Die Einspritzmotoren des GT/E kamen vom Manta. Sie leisten im Kadett 115 PS bei 5.600/min.
Der Basis-Kadett bekam den 1.2er mit seiner legendären Haltbarkeit vom Vorgänger-Modell Kadett B.
Auf den 75-PS-Motor aus dem Ascona mussten Kadett-Käufer bis in den Lebensherbst der C-Serie warten: Er rückte 1977 ins Programm.