Mercedes startete mit der V-Klasse im Jahr 1996 einen neuen Angriff auf den Marktführer VW T4.
Mercedes startete mit der V-Klasse im Jahr 1996 einen neuen Angriff auf den Marktführer VW T4.
Die Baureihe W638 ist denn auch recht nah an dem Vorbild aus Hannover: Quer eingebauter Vierzylinder (oder VW-VR6) vorne, der die Vorderräder antreibt.
Dazu gibt es eine Einzelradaufhängung mit Querlenkern vorn und Schräglenkern hinten. Der Radstand von 3.000 mm beträgt rund 80 mm mehr als beim "normalen" VW T4. Die Langversion des T4 misst im Radstand 3.320 mm.
Die Front ist modern gestaltet und wirkt gedrungener durch die niedrigere Gürtellinie - allerdings ist die Karosserie der V-Klasse auch knapp 100 mm niedriger als die des T4.
Das Raumangebot ist jedoch ähnlich. Es gab unterschiedliche Bestuhlungen für innen.
Dank variabler Sitze ist der Innenraum vielfältig nutzbar.
Je nach Ausstattungslinie gab es Stoff- oder Ledersitze. Die Langzeitqualität entspricht allerdings nicht dem Niveau von dem VW T4.
Als Multivan-Konkurrent konnte die Mercedes V-Klasse ebenfalls geordert werden. Hier kann die Rücksitzbank der dritten Reihe zum Bett umgeklappt werden.
Auf der anderen Seite der Ausstattungspalette stehen die Business-Modelle der hochwertigsten Ambiente-Linie.
Ob rechts- oder linksgesteuert, die Interieur-Gestaltung hält haptisch und qualitativ nicht immer das, was sie optisch verspricht.
Genauso verhält es sich auch mit der Langzeitqualität des Blechs. Wobei in diesem Fall von "Langzeit" oft kaum gesprochen werden darf. Denn schon nach wenigen Jahren waren die Karosserieseitenflächen oft von Rostflecken übersät.
Und das nicht nur bei den im harten Baustelleneinsatz rangenommenen Vito-Modellen.
Heute empfiehlt sich die V-Klasse von Mercedes als günstiges Familienauto. Benziner und Diesel sind im ordentlichen Zustand oft schon um die 2.000 Euro zu haben.
Richtige Topmodelle mit durchgestempeltem Checkheft und nahezu rostfreier Karosserie erzielen ab etwa 4.500 Euro aufwärts.