Chevrolet Spark, Suzuki Alto, Fiat Panda und Daihatsu Cuore wollen mehr sein als nur Autos für die Rush-Hour und die kleinen Stadtrundfahrten.
Chevrolet Spark, Suzuki Alto, Fiat Panda und Daihatsu Cuore wollen mehr sein als nur Autos für die Rush-Hour und die kleinen Stadtrundfahrten.
Mit Preisen um 11.000 Euro sind die vier Kleinwagen finanziell nicht mehr weit von VW Polo, Ford Fiesta und Co. entfernt.
Im Euro-NCAP-Crashtest erzielen Panda und Alto drei von fünf Sternen, Cuore und Spark vier - nicht beeindruckend, eine Klasse höher darf man fünf Sterne erwarten.
Der Schein trügt: Ohne aufpreispflichtiges ESP rutscht dem Chevrolet Spark-Testwagen bei Lastwechsel das Heck weg.
Trotz träger Fahrleistungen taugt der Spark am ehesten für den Alltag und längere Strecken - mit dem ausgewogensten Komfort, der präzisen, wenn auch gefühllosen Lenkung, akzeptablen Sitzen und niedrigem Geräuschniveau.
Sparsam, aber nicht billig: Chevrolet streicht etwas Klavierlack übers nett gemachte Armaturenbrett. Schlecht ablesbarer Digital-Drehzahlmesser.
Dank seiner größeren Abmessungen bietet der Chevrolet Spark auch Fondpassagieren ausreichend Platz.
Im Fond des einzigen Fünfsitzers in diesem Vergleichstest sitzen zwei Passagiere bequem, drei jedoch beengt.
Zu den lobenswerten Details des Chevrolet Spark zählen die vielen Ablagen und die gute Serienausstattung. Der Kofferraum schluckt 170 Liter.
Einzig der Dreizylinder des Suzuki Alto lässt einen Hauch von Motorvergnügen aufkommen. Zum Antrieb passt die straffe Fahrwerksabstimmung.
Sie hält sich nicht groß mit Federungskomfort auf, konzentriert sich stattdessen aufs Handling und das im Vergleich sicherste Fahrverhalten.
Das Cockpit im Suzuki Alto ist übersichtlich, aber die Materialqualität erinnert an recycelte Joghurtbecher.
Der Platz im Fond des Suzuki Alto reicht für zwei Personen. Für Langstrecken ist die Rücksitzbank jedoch nicht geeignet.
Der Kofferraum reicht mit 129 Litern nur für Minimalgepäck. Durch das Umklappen der Rücksitzbank entstehen 774 Liter Laderaum.
In der Anschaffung liegt der Fiat Panda ausstattungsbereinigt rund 2.000 Euro über dem Günstigsten des Quartetts, dem Suzuki Alto.
Kipp-Kick: Hoher Schwerpunkt und weiches Fahrwerk verbünden sich zu einem wankigen Fahrverhalten. Der Panda kippt nicht, fühlt sich aber unsicher an.
Das leicht bedienbare, aber nicht klapperfreie Cockpit kleidet sich in einfaches Hartplastik. Die dünn gepolsterten Sitze sind unbequem.
Für einen Fahrer mit durchschnittlicher Größe wirkt der vordere Fußraum des Fiat Panda etwas beengt.
Der Raum für Fondpassagiere ist knapp bemessen. Für mehr als zwei Personen ist die Rückbank nicht zugelassen.
Die übersichtliche und praktische Karosserie mit ihrer großen Ladekapazität und ausreichendem Raumangebot zählt an sich zu den Stärken des Fiat Panda.
Weil das ESP (nur gegen Aufpreis) nicht rechtzeitig eingreift, kann sich der Daihatsu Cuore im Elchtest stark aufschaukeln. Nur Können verhindert Kippen.
Im Gewusel der City überblendet der Daihatsu Cuore diese Makel mit ausgeprägter Handlichkeit, hoher Funktionalität - weit öffnende Türen, leicht beladbarer Kofferraum - und guter Rundumsicht.
Das Cockpit spart an Materialqualität, nicht aber an Tachoskala - die geht bis 220 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit hat der Cuore bei 160 km/h erreicht.
Die größte Stärke des Daihatsu Cuore liegt in der cleveren Raumausnutzung. Die um 255 Millimeter verschiebbare Rückbank schafft oberklassige Beinfreiheit.
Pluspunkte des Daihatsu Cuore: großer, ebener Kofferraum und die verschiebbare Rückbank.