Bevor allgemeines Wehklagen aufbrandet: Traditionell gehört ein Vierzylinder-Triebwerk zum integralen Bestandteil eines Roadsters.
Bevor allgemeines Wehklagen aufbrandet: Traditionell gehört ein Vierzylinder-Triebwerk zum integralen Bestandteil eines Roadsters.
Demnach bewegen sich BMW Z4 und Mercedes SLK historisch betrachtet auf der sicheren Seite.
Und moderne Turbotechnik schadet weder dem Fahrspaß noch der Effizienz, oder? Der Test wird es zeigen.
Verkanten: Wirklich rund ging es bei der Gestaltung des Mercedes SLK nicht. Speziell die Front zeigt Ecken und Kanten.
Gar nicht eckig und kantig ist das ausgewogene Fahrwerk des Mercedes SLK 250.
Abrunden: Mit zahlreichen schwungvollen Linien führt der BMW Z4 das Design des Vorgängers fort.
Allerdings setzte er mächtig Speck an – über 100 Kilogramm nahm er zu und bringt nun 1.491 Kilogramm auf die Waage.
Der Mercedes SLK 250 fegt engagiert um die Ecken und federt bei Bedarf ordentlich.
Aufpolstern: Mercedes liefert bequeme Sitze mit gutem Seitenhalt aufpreisfrei – sehr nett.
Die hochwertige Materialauswahl ist dem Grundpreis von 44.078 Euro angemessen.
Die roten Ziernähte sind ein Blickfang im sonst grau-schwarzen Innenraum des Mercedes SLK.
Anpusten: Muss man ihn erneut erwähnen? Was soll’s: wärmender Nackenfön für 488 Euro
Sitzheizung und Nackenheizung werden über die Tasten auf der Mittelkonsole betätigt.
Der 204 PS starke Mercedes SLK entwickelt ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmeter bei 2.000/min.
Per Knopfdruck wird das Dach im Kofferraum verstaut - oder wieder über die Köpfe gespannt.
Bei geöffnetem Verdeck fasst der Kofferraum des SLK 335 Liter, bei geschlossenem noch 225.
Durchatmen: Dem Vierzylinder-Motor verhilft ein Turbolader zu adäquater Leistung.
Das grundsätzlich straffere Fahrwerk des BMW Z4 ermöglicht eine höhere Agilität.
Aufrüsten: Statt der Seriensitze (im Bild) unbedingt zu der 630 Euro teuren Sport-Variante greifen.
Ausdiskutieren: Ist der BMW Z4 nun sportlicher? Er vermittelt zumindest den Eindruck.
Schön übersichtlich und hochwertig zeigt sich auch der Innenraum des 44.630 Euro teuren Z4.
Für das Öffnen und Schließen des Verdecks, gibt es im BMW Z4 separate Tasten.
Die Sitzheizung ist in drei Stufen regelbar, einen Nackenföhn gibt es im BMW Z4 nicht.
Durchladen: Gegen praktische Details wehrt sich sicher kein Roadster-Fahrer. Skisack für 210 Euro.
Bei geschlossenem Verdeck hat das Gepäckabteil Platz für 310 Liter Ladegut; geöffnet bleiben noch 180 Liter.
Auch dem Vierzylinder-Motor des BMW-Roadsters verhilft ein Turbolader zu angemessener Leistung.
Bei den sportlichen Grundpreisen selbstverständlich: Verdecköffnung auf Knopfdruck.
Aufdrehen: Beide Roadster können mehr als nur das dargestellte nette Klischee erfüllen.
Zurückhalten: Bitte einladen – aber nur, solange die Dächer geschlossen bleiben.
Im SLK fehlt eine einfachere Bedienung und eine knackigere Schaltung. Den BMW Z4 kostet das Komfort-Defizit den Sieg.