Wie, geht sport auto jetzt in die Wälder und suhlt sich mit SUVs im Schlamm?
Wie, geht sport auto jetzt in die Wälder und suhlt sich mit SUVs im Schlamm?
Mitnichten: Porsche Cayenne Turbo S und BMW X6 M müssen bei sport auto nur unter Beweis stellen, was sie auf der Rennstrecke können
Soviel kann schon verraten werden: Porsche schlägt BMW bei Rundenzeit, Slalom, Bremsprüfung und Beschleunigung.
Der BMW hält mit seiner schnellen Automatik, dem niedrigeren Preis, der besseren Bedienung, größerer Bodenfreiheit und einem ambitionierteren Triebwerk dagegen.
Hoppe hoppe Reiter: Wer kann Curbs so gut überfahren wie Baumstümpfe? Zum Beispiel ein Porsche-SUV.
Der BMW rollt und nickt deutlich, wenn es an Kurven geht.
Dank Elektronik in Hülle und Fülle fährt der Porsche wie auf Schienen.
Seltsam: Der BMW X6 M hat sehr lange Beine, aber einen ziemlich gedrungenen Oberbau.
Das konsistentere Design hat als SUV-Dickschiff wohl eher der Porsche Cayenne Turbo S.
Mehr als eine Nasenspitze Vorsprung: Der Cayenne Turbo S distanziert den X6 M in Hockenheim um rund zwei Sekunden. Im Slalom ist er auch schneller.
Auf Stahl gebissen: Der X6 M bremst souverän, auch mit Stahlbremsen.
Kompaktes Pedalgefühl: Die Keramikbremse im Porsche ist nicht besser, fühlt sich aber so an.
113.800 Euro werden für den BWM X6 M aufgerufen.
Dafür gibt es 555 PS und 680 Nm.
Der Porsche ist deutlich teurer: Er beginnt bei 151.702 Euro.
Dafür werden dem Käufer 550 PS bei 750 Nm geboten. Und desöfteren Tankstopps, wobei sich der BMW auch nicht zurückhält mit seinem Durst.
Gut gebrüllt, Löwe! Der BMW trompetet seine 555 PS starke Potenz lauter heraus.
Kraftmeier: 550 PS und 750 Nm aus 4,8 Liter im Porsche - noch Fragen?
Fast schon zu schlicht: Das Topmodell X6 M hält sich mit Augenschmaus im Inneren zurück.
Man sitzt ziemlich hoch und aufrecht im X6, wenn man den SUV geentert hat.
Übersichtliche Instrumente, bis 7.000/min lässt sich das BMW-Triebwerk ohne Probleme scheuchen.
Die Automatik kann überzeugen, die Mittelkonsole wirkt durch den Drück-Drehsteller nicht überladen.
First-Class-Ambiente: Porsche lässt den Kunden fühlen, wie viel er bezahlt hat.
Sitzen wie angegossen: Auf dem Porsche-Gestühl fühlt man sich einfach wohl.
Eine Flut an Knöpfen auf der Mittelkonsole: Welchen soll man nur zuerst drücken?
Nein, für sport auto mussten sich die beiden Dickschiffe nicht durch unwegsames Terrain kämpfen.
Wir ließen sie für das Fotoshooting aber am Hockenheimring ein wenig abseits des Rings rumkraxeln.
Strahlend weiß und wohl ein Statussymbol: Bei beiden Boliden muss man mit Verbräuchen um die 20 Liter rechnen.
Leider wollte das Wasser vom Hockenheimring nicht verschwinden, sodass wir nur Näherungswerte ermitteln konnten.
Testredakteur Marcus Schurig: "2,2 Tonnen, 550 PS und 1.15 Minuten - ganz ehrlich: Für Gusseiserne ist es erschreckend, zu sehen, wie gut diese Nicht-Sportwagen gehen und funktionieren."