Beim Facelift wurde aus dem ML der GLE, das S beschert ihm 28 PS dazu. Reicht das, um dem BMW X6 M mit 575 PS im Duell der Giganten Paroli zu bieten?
Beim Facelift wurde aus dem ML der GLE, das S beschert ihm 28 PS dazu. Reicht das, um dem BMW X6 M mit 575 PS im Duell der Giganten Paroli zu bieten?
Der BMW versteht es etwas besser, sein überbordendes Drehmoment auf die Piste zu bringen. Der V8 mit der schönen Baureihenbezeichnung S63B44 dreht flockiger hoch und versucht eher Sportmotor als Drehmomentbomber sein.
Einlenken, klappt gut, wieder aufs Gas, auch das geht mit dem X6 besser, er untersteuert kaum, neigt allerdings zu irritierenden Stampfbewegungen an der Hinterachse ...
... dennoch turnt der BMW mit gewichtiger Grazie um die Pylonen.
In solche Fahrzustände kommt der Fahrer im GLE nicht so leicht, schon weil ihn die Assistenzelektronik recht früh und sehr merklich einbremst.
Sie verhindert sehr zuverlässig, dass die Haftreibung an den Rädern in Gleitreibung übergeht, das ist schade, denn der Mercedes könnte durchaus mehr.
So verhindert sein Active-Curve-System mit seinen aktiven Stabilisatoren allzu ausgeprägte Wankbewegungen des massigen Aufbaus.
Der Motor leistet wie im E 63 S 585 PS, natürlich mit 4Matic.
575 PS gibt es im BMW, auch hier entspricht der Motor jenem der M Limousine.
Die Bedienung ist besser, das kleine M-Volant passt nicht so recht in den großen X6 M.
Das maximale Drehmoment von 750 Nm stemmt der V8-Biturbo bei 2200 - 5000/min.
Gediegenes Interieur im GLE, wie die anderen AMG besticht auch der GLE 63 S mit sauberer Verarbeitung.
Der 5,5-Liter-V8 prescht den SUV mit gewaltigen 780 Nm voran. Das maximale Drehmoment liegt dabei schon sehr früh an.
Mit beängstigender Beschleunigung fressen beide die kurze Gerade vor dem doppelten Spurwechsel, dann wird kurz der Anker geworfen.
Beim Bremsen aus 100 km/h sind beide noch innerhalb der Messtoleranz. Beim Verzögern aus 200 km/h, immerhin eine Situation, die bei schneller Autobahnfahrt durchaus vorstellbar ist, benötigt der X6 M sieben Meter weniger bis zum Stillstand.
Über zwei Sekunden knöpft der BMW dem Mercedes pro Runde ab, das liegt nicht nur am ruhigeren Fahrverhalten des X6 und dessen nachdrücklicheren Bremsen sondern auch an dessen niedrigerem Gewicht.
Es ist schon überragend, wie sich die beiden Schwerathleten auf dem winklingen Handlingkurs schlagen. Etwas überzeugender setzt sich hier der BMW in Szene, wirkt eine Spur leichtfüßiger und lässt sich besser kontrollieren.