Ein Bayer von Boyer: Als BMW seine neue Siebener-Baureihe vorstellte, war Chris Bangle der neue Chef-Designer. Aber für die neue Linie zeichnete noch der Österreicher Boyke Boyer verantwortlich. Er entwarf auch die Dreier-Limousine der E36-Baureihe.
Ein Bayer von Boyer: Als BMW seine neue Siebener-Baureihe vorstellte, war Chris Bangle der neue Chef-Designer. Aber für die neue Linie zeichnete noch der Österreicher Boyke Boyer verantwortlich. Er entwarf auch die Dreier-Limousine der E36-Baureihe.
BMW brachte mit dem E38, der dritten Generation des 7er, eine moderne Oberklasse-Limousine auf den Markt, die wahlweise von 6-, 8- oder 12-Zylindermotren angetrieben wird.
Der luxuriöse Innenraum mit Lederausstattung lässt keine Wünsche offen.
Der BMW 740i fährt sich wie ein Sportwagen: Motor und Fahrwerk sind perfekt.
Der M60-V8 mit 3.982 ccm wurde im 1995 von dem M62 abgelöst, der 4.398 ccm Hubraum besitzt. Die Leistung von 286 PS bleib gleich, das maximale Drehmoment stieg von 400 Nm zunächst auf 420 Nm, ab 1998 auf 440 Nm.
Wer noch mehr Leistung und noch höhere Laufruhe wollte, wählte statt dem 740i den 750i, der von einem 5,4-Liter-V12 mit 326 und 490 Nm angetrieben wird.
Die vordere Besatzung sitzt - separiert durch eine mächtige Mittelkonsole gut integriert im E38. Leder und Wurzelholz gibt es im Überfluss - und auch die Tastenzahl erreicht inklusive Telefon und Radio (im Bild nicht original) locker die Marke von 60.
Die Fahrdynamikwerte des BMW 740i liegen auch nach heutigen Maßstäben noch auf hohem Niveau: In rund 7 s auf Tempo 100, abgeregelt wird bei 250 km/h. Auch die Bremsanlage liefert Verzögerungswerte auf Sportwagen-Augenhöhe.
Fazit von Dirk Johae zum BMW 740i: "So spielerisch leicht kann ein Auto der Luxusklasse sein. Meine erste 740-Wahl ist die Kombination des 4,4-Liter-Motors mit Schaltgetriebe."
So ging es los: Der erste 7er von BMW kam 1977 als Nachfolger der E3-Baureihe auf den Markt. Intern hört der Premieren-7er auf den Modellcode E23.
Es gab beim ersten 7er nur Sechszylinder-Reihenmotoren von 2,8 bis 3,4 Liter Hubraum. Die Leistung beträgt 150 (nur für Behörden und Export) bis 252 PS. Insgesamt liefen von 1977 bis 1986 rund 270.000 E23-7er vom Band. Bestseller war der 184 PS starke 728i mit 62.908 Exemplaren.
Den zweiten 7er zeichnete der damalige Chefdesigner Claus Luthe - und schuf ein auffälliges Automobil der Oberklasse mit harter Kante. Im 32 gab es erstmals nach dem krieg einen deutschen V12-Motor zu kaufen.
Als Basismotor fungierte ein Dreiliter-Reihensechser mit 188 PS, weitere Sechszylinder gab es im 735i (mit Kat: 211, ohne 220 PS). Zudem bot BMW zwei V8-Motoren mit 218 oder 286 PS (730i und 740i)sowie den 750i mit Fünfliter-V12 und 300 PS an.
Der dritte 7er war ein Typ, der weniger Kante zeigte, dafür aber allgemein wohlwollend aufgenommen wurde. Ganz anders sein Nachfolger.
Der E65-7er von Chris Bangle sorgte für ein Schisma der BMW-Kunden und der automobilen Welt. Das moderne Design und auch Bedienkonzept mit dem berühmten iDrive sorgte gleichermaßen für begeisterung und Kopfschütteln.
Für die einen war das Heck zu plump, das iDrive zu kompliziert. Mittlerweile ist der Einfluss des Bangle-7ers auf die Autoetwicklung unumstritten. Das Bedienkonzept übernahmen die Mitbewerber. Auch den vierten 7er gab es mit 6-, 8- und 12-Zylindern mit 231 bis 445 PS.
Zudem führte BMW sehr erfolgreich in der Oberklasse Selbstzünder ein. Die kultivierten 6- und 8-Zylinder leisten zwischen 218 und 329 PS und beweisen mit Verbräuchen von 7,9 bis 9,8 l/100 km, dass man auch in der Oberklasse sparsam fahren kann.
2008 brachte BMW die fünfte 7er-Generation, den F01. Der Motorenvielfalt bleib BMW treu: Vom 6-Zylinder-Reihenmotor mit 320 PS bis zum 544 PS starken V12-Topmodell, Dieseln von 245 bis 381 PS ist alles dabei.
Zudem gibt es erstmals einen Hybriantrieb mit einer Systemleistung von 465 PS. Das System mit 450 PS-4,4-Liter-V8 und 20 PS-E-Motor erreicht einen Durchschnittsverbrauch von 9,4 Litern. Das war wohl auch den BMW-Ingenieuren noch zu viel.
Ab 2012 wurde er daher von dem neuen ActiveHybrid 7 mit 354 PS-Reihensechszylinder und 54 PS-E-Motor ersetzt, der auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,8 Litern auf 100 km kommt.