Unterschiedliche Leistung, gleicher Hubraum: Welcher Motor ist die bessere Wahl? Wir testen vier Mittelklasse-Paare gegeneinander. In diesem Test vergleichen wir den BMW 318d GT mit Monoturbo gegen den BMW 325d GT mit Twinturbo.
Unterschiedliche Leistung, gleicher Hubraum: Welcher Motor ist die bessere Wahl? Wir testen vier Mittelklasse-Paare gegeneinander. In diesem Test vergleichen wir den BMW 318d GT mit Monoturbo gegen den BMW 325d GT mit Twinturbo.
Zweimal Zweiliter-Diesel: B47 mit 150 PS im 318d GT (links) und N47 mit Doppelturbo im 325d GT (rechts).
Der 318d GT ist austattungsbereinigt rund 4.700 Euro billiger als sein starker Twinturbo-Bruder. Der Grundpreis liegt bei 40.600 Euro.
Der Diesel im 318d ist 150 PS stark, er hat variable Turbinengeometrie und auch sonst alle Feinheiten, die man von einem modernen Selbstzünder erwartet. Dennoch wirkt er seltsam gehemmt und kommt untenrum nicht so richtig in Schwung.
Einziger optischer Unterschied zwischen den Selbstzündern: Das Endrohr. Der 318d GT atmet durch ein dünnes, einzelnes Endrohr aus.
Der 325d GT besitzt noch die alte Motorengeneration mit dem Namen N47D20. Bei 46.300 Euro geht es los.
Trotz älterem Triebwerk gehört er noch lange nicht zum alten Eisen. Twinturbo-Aufladung mit zwei unterschiedlich großen Ladern, Common-Rail-Einspritzung und das identische Verdichtungsverhältnis wie das Nachfolgeraggregat. 218 PS und 450 Nm sind das Resultat.
Passend zur höheren Leistung ist auch die Abgasanlage größer dimensioniert. In der Sport Line sind die Endrohrblenden in schwarz-glanz gehalten.
Der 325d hängt seinen Bruder beim Spurt von 0 auf 100 km/h um 2,4 Sekunden ab. Im Fahrersitz fühlt es sich nach mindestens dem Doppelten an.
Während der 325d in der optionalen Sportline zum Test erscheint, verzichtet der 318d GT ganz ungeniert auf eine der Ausstattungslinien.
Klar und nüchtern gestaltetes Cockpit. Im 3er GT hält demnächst auch das Facelift-Interieur des gewöhnlichen 3er Einzug.
In beiden Autos kommt der Diesel mit Achtstufenautomatik, ist auf Wunsch jedoch mit Sechsgang-Schaltgetriebe lieferbar.
Beim Verbrauch macht sich der schwächere Motor kaum bezahlt, im Testmittel benötigt der 318d nur 0,2 Liter weniger.
Unten rum gehemmt und ab dem mittleren Drehzahlbereich humorlos abgewürgt. Der 318d scheint konsequent aufs Sparen getrimmt zu sein.
Im Zwischensprint von 80 auf 120 km/h nimmt der 325d GT dem 318d GT fast 3,5 Sekunden ab.
Die optischen Eingriffe der optionalen Sportline sind gering und fallen lediglich Kennern auf.
Im Innenraum sind die Sportline-Insignien des 325d GT durch rote Nähte und Tacho-Elemente deutlicher sichtbar.
Natürlich ist der 325d im monatlichen Unterhalt etwas teurer, doch ohne Finanzierungskosten ist auch hier der Unterschied so gering, dass er in dieser Preisklasse kaum ausschlaggebend sein dürfte.
Obwohl er den älteren Motor besitzt, schneidet der 325d durchweg überzeugender ab. Er ist sehr kräftig, drehfreudig und kultiviert, der Diesel im 318d wirkt gedrosselt und lustlos.