Auf der Nasshandlingstrecke des riesigen BMW-Testgeländes
probieren wir zunächst den 118i mit DKG, 140-PS-Dreizylinder und
der neuen, aktornahen Radschlupfbegrenzung (ARB) aus.
Aktiv bleibt die sehr geschmeidig arbeitende Regelung
grundsätzlich, modusabhängig wird die Regelschwelle jedoch
angehoben. Der erlaubte Radschlupf ist hier gefühlt immer stark
begrenzt.
Erst mit dem Öffnen der Lenkung wird wieder mehr Drehmoment auf
die Antriebswellen übertragen, denn je weniger Grip die Reifen fürs
Lenken brauchen, umso mehr bleibt ihnen für den Vortrieb.
Auf die Kundenwünsche nach mehr Platz im Innenraum reagiert BMW
beim neuen 1er mit drei Zentimeter mehr Beifreiheit hinten und dem
um 20 Liter vergrößerten Kofferraumvolumen. Der Motor ist dafür
platzsparend quer eingebaut.
Mit 17-Zoll-Rädern rollt der 118i auf dem Serienfahrwerk noch
weicher und ruhiger ab. Bei Landstraßentempo büßt er damit kaum
Präzision oder Direktheit ein.
Das Heck dreht bei ruppiger Lenkradreißerei leicht ein.
Allerdings ist noch fraglich, ob und wie sich mit einer
normalsportlichen Fahrweise Verwendung dafür finden lässt.
Der 120d-Testwagen (190 PS, Aisin-Achtgangautomatik) ist mit
einem Hang-on-Allradantrieb ausgestattet, wie es für xDrive-Modelle
der UKL2-Plattform üblich ist.
Der Wagen fühlt sich stabil wie neutral an, setzt hohe
Einlenkgeschwindigkeiten präzise um und erreicht mit der
P-Zero-Bereifung ein beachtliches Haftungsniveau.