Konzeptvergleich: Mercedes CLC mit Kompressor-Antrieb gegen BMW Sauger.
Konzeptvergleich: Mercedes CLC mit Kompressor-Antrieb gegen BMW Sauger.
Erster Doppeltest der 143-PS-Vierzylinder.
Trotz gleicher Nennleistung überzeugt der Kompressor-Vierzylinder des CLC durch seine spontane Leistungsentfaltung im unteren Drehzahlbereich.
Ohne Lader-Beistand offenbart der schlappe Zweiliter-Sauger im 1er deutliche Schwächen in der Beschleunigung ...
... und verfehlt die Werksangabe von null auf Tempo 100 in müden 10,1 Sekunden um mehr als eine Sekunde deutlich.
Kaum einen Wimpernschlag schneller ist allerdings der CLC (9,9 Sekunden).
Der Mercedes taugt mehr für die Langstrecke, ...
... der 1er entfaltet mehr Sportsgeist.
Die Heckklappe des 1er schwingt im Vergleich zum CLC nicht weit genug auf.
Schaltfaule 118i-Piloten werden dem Mercedes nicht folgen können.
Um Schritt zu halten fordert der BMW hohe Drehzahlen und viel Handarbeit.
Dank präziser Gassenführung und knackig schaltbarem Sechsganggetriebe herrscht im 1er zwar ein sportliches Ambiente, ...
... der unrunde Leerlauf, Schieberuckeln beim Beschleunigen und das präsente Motorengeräusch durch fehlende Dämmung unter der Motorhaube des BMW ...
... sorgen aber für die Mercedes-Führung beim Thema Antrieb.
Die direkte BMW-Lenkung folgt aber spontan und präzise jedem Befehl.
143 PS-starker Sauger im BMW.
Das BMW-Gestühl passt sofort wie eine zweite Haut.
Markentypischer Look: das BMW-Cockpit.
Es wirkt insgesamt etwas übersichtlicher.
Auch die Qualitätsanmutung des 1er überzeugt mehr.
Mäßige Beinfreiheit, aber genügend Kopffreiheit im Fond.
Praktisches Detail im Kofferraum: versenkbare Verzurrösen.
Der Ein- und Ausstieg in den Fond ist bei allen Kompakten dieser Bauart etwas beschwerlicher.
Für den neuen Zweikampf gegen den erfolgreichen 1er schickt Mercedes mit dem CLC eigentlich einen alten Bekannten auf den Platz.
Technisch entspricht der neue Nachwuchsstürmer zum größten Teil seinem Vorgänger, dem C-Klasse Sportcoupé.
Etwas schwammig: die Lenkung des CLC.
Auch der Geradeauslauf ist nicht befriedigend.
Der höhere Startpreises des CLC (28.114 Euro) trübt die Testbilanz ebenfalls.
1,8-Liter-Kompressor-Motor mit 143 PS.
Während die Optik der Karosserie neue Akzente setzt, reisen die Passagiere im Cockpit zurück in die Vergangenheit.
Beim Vorklappen der Sitze bleibt die ausgezogene Kopfstütze an der Sonnenblende hängen.
Der tiefsitzende Navi-Bildschirm lenkt beim Fahren ab.
Insgesamt wurde das Interieur nur minimal verändert.
Keine hochwertige Anmutung der Belüftungsregler.
Bescheidene Kopffreiheit im Fond ...
... der ebenfalls nicht ganz so leicht erreichbar ist.
In welchen Gepäckraum mehr hineinpasst? CLC (310 Liter) und ...
... 118i (330 Liter) schenken sich wenig.