Vom überaus beliebten permanenten Allradantrieb wird er zum "permanent verfügbaren" Allradantrieb.
Vom überaus beliebten permanenten Allradantrieb wird er zum "permanent verfügbaren" Allradantrieb.
Ein Allradantrieb bietet in Sachen Traktion enorme Vorteile: Jedes einzelne Rad muss weniger Kraft übertragen, was den Grenzbereich nach außen verlagert.
Der Traktionsvorteil des Allradantriebs wird durch einen erhöhten Spritverbrauch erkauft.
Dem Mehrverbrauch des Allradantriebs wollten die Audi-Ingenieure an den Kragen, der Motordurst sollte mehr in Richtung des Verbrauchs eines einachsig angetriebenen Fahrzeugs gehen.
Also wird der Allradantrieb nur zugeschaltet, wenn er gebraucht wird – oder gebraucht werden könnte.
Im Innenraum des neuen Audi A4 quattro ultra gibt es keinen Hinweis auf die neue quattro-Technologie.
Redakteur Gregor Hebermehl probiert quattro ultra aus. Das Tablet wird von den Entwicklungs-Ingenieuren genutzt, um die jeweiligen Fahrzustände sichtbar zu machen. Der grüne Rand bedeutet, dass der A4 gerade im Frontantriebsmodus unterwegs ist.
Der Antriebsstrang des A4 quattro ultra im Überblick.
Im Allradbetrieb sind sowohl die Lamellen-Kupplung (rechts) als auch die Klauenkupplung geschlossen.
Werden beide Kupplungen geöffnet, ist er A4 mit spritsparendem Frontantrieb unterwegs.
Das quattro-Emblem im Innenraum wird für die ultra-Technologie nicht geändert.
Zum Anfang wird quattro ultra bei den längs eingebauten 2,0-Liter-TFSI-Motoren eingesetzt.
Auch am quattro-Emblem im Kühlergrill ändert sich mit der neuen Technologie nichts.
Der Unterschied zwischen quattro classic und quattro ultra ist nicht zu spüren.
Der Allradantrieb wird vorausschauend und aus einer Vielzahl von Gründen aktiviert: Fahrweise, Lenkwinkel und Reibwert sind nur einige der Parameter.
Sobald einer dieser Werte durch den Antrieb von zwei statt von einer Achse positiv beeinflusst werden könnte, wird der Allradantrieb innerhalb von 220 Millisekunden zugeschaltet – wohlgemerkt, bevor er gebraucht wird.
Geht der Fahrer wieder in ruhigen Geradeauslauf über, koppelt sich die Hinterachse erst nach zehn bis 20 Sekunden wieder aus, um für eine eventuell innerhalb dieser Zeit anstehende Beschleunigung gewappnet zu sein.
Kein Ruckeln, kein hörbares Klacken und keinen Traktionsverlust. Nichts.
Der neue quattro-ultra-Antrieb soll im Schnitt bis zu 0,3 Liter Sprit pro 100 Kilometer sparen.
Der neue Antrieb steht sowohl den Varianten mit dem S-tronic genannten Siebengang-Doppelkuppungsgetriebe als auch den Versionen mit Handschaltung zur Verfügung.