Der Austin-Healey verwandelte sich im Lauf der Zeit vom spartanischen Roadster in ein Sports Convertible.
Der Austin-Healey verwandelte sich im Lauf der Zeit vom spartanischen Roadster in ein Sports Convertible.
Der silbergraue Austin-Healey 100 ist ein BN2 von 1956, bei dem die Karosserierundungen gut sichtbar sind.
Echter Briten-Roadster: Hinter den dünn gepolsterten Sitzschalen, die durch den breiten Kardantunnel separiert werden, versteckt sich das Verdeck.
Das Stahlarmaturenbrett ist für einen britischen Wagen recht minimalistisch bestückt - immerhin gibt es einen Haltegriff für den Beifahrer.
Der Vierzylinder braucht keine hohen Drehzahlen, seine Spitzenleistung von 91 PS erreicht der Langhuber schon bei 4.000/min.
Kein Sportmotor, aber dafür ordentlich viel Drehmoment bereits bei 2000/min: 203 Nm stehen dann bereit. Und bis 4.500/min stampft er lässig weiter.
Mit flach gelegter Windschutzscheibe erreicht der Austin-Healey 100 fast 170 km/h.
Spartanische Türen ohne Verkleidung und Griffe helfen, das Gewicht niedrig zu halten - 980 kg beträgt es beim BN2.
"Die ursprüngliche Optik des Austin-Healey 100 zeigt mehr Dynamik - und 91 PS reichen üppig." - Besitzer Michael Schlaich.
Puristen greifen lieber zum frühen Modell und fürchten weder Wind noch Regen. Wer allerdings noch mehr Punch, mehr Komfort und ein effektives Verdeck wünscht, sollte den Austin-Healey 3000 in die nähere Wahl ziehen.
Der prächtige Austin-Healey 3000 ist ein spätes Serie 3-Exemplar von 1966. Vom Mark I wurden von 1959 bis 1961 insgesamt 13.650 Exemplare gebaut, vom Mark II liefen zwischen 1961 und 1963 11.564 Einheiten vom Band.
Der von 1963 bis 1966 gefertigte Mark III ist mit 17.712 Exemplaren der häufigste. Und er ist der luxuriöseste aller Austin-Healey. Im 3000 Mk III sorgt reichlich Holz für eine wohnliche Atmosphäre.
Hinter den Sitzen befinden sich beim Austin-Healey Mk III 2+2 noch zwei Notsitze. AUf dem Kardantunnel verwöhnt der Mk III mit einer Armlehne und einem Aschenbecher.
Der 2,9-Liter-Reihensechszylinder reagiert feinnerviger auf Gasbefehle.
Der Sechszylinder mag auch (kurz) die hohen Drehzahlen. Sein Leistungszenit von 150 PS erreicht er bei 5.250/min, die Drehmomentwelle ist bei 3.000/min mit 223 Nm am höchsten.
Dreiecksfenster und Chromleiste sind für den Einbau der Kurbelfenster notwendig.
Luxus: In den Türverkleidungen steckt die Fenstermechanik. Trotz der aufwändigen Ausstattung und dem Komfortgewinn gegenüber seinen Vorgängern bringt der Austin-Healey Mk III nur 1.077 kg auf die Waage.
"Der 3000 ist mit dem praktischen Verdeck und kräftigem Sechszylinder besser ausgerüstet." Klassiker-Händler Holger Bockemühl.
Wer sich zwischen dem spartanischen Original und dem späteren Power-Cruiser nicht entscheiden kann, dem seien BN6 und BN7 (1958-1961) empfohlen. Die Zweisitzer wurden neben den 2+2 produziert, besaßen das 1952er-Cockpit und den Sechszylindermotor.
Der 2,7-Liter-Vierzylinder kam von 1952 bis 1956 zum Einsatz und war mit 7,5:1 extrem niedrig verdichtet. Der unzerstörbare Langhuber leistet 91 PS bei moderaten 4.000/min.
Der Dreiliter-Sechszylinder mit zunächst 124 PS löste 1959 den bisherigen 2,6-Liter-Sechszylinder ab, der mit seinen 102 PS etwas schwächlich wirkte. Zuletzt gab es sogar 150 PS.