Mit seiner hohen Gürtellinie und der markanten, von noch größeren Kühlluftöffnungen geprägten Gesichtspartie verschafft sich der TTS einen sehr prägnanten Auftritt, ...
Mit seiner hohen Gürtellinie und der markanten, von noch größeren Kühlluftöffnungen geprägten Gesichtspartie verschafft sich der TTS einen sehr prägnanten Auftritt, ...
Hinsichtlich seiner aerodynamischen Beschaffenheit birgt der Audi ein paar Nachteile.
Die beim TTS angewandte Hybridbauweise betrifft nicht die Art seines Antriebs, sondern die Bauweise seiner Karosserie.
Die im ungarischen Györ gefertigte, 206 Kilogramm schwere Rohkarosse besteht zu 68 Prozent aus Aluminium (vorderer Bereich) und zu 32 Prozent aus Stahl. Das Gesamtgewicht summiert sich so auf 1.438 Kilogramm.
Der bei 120 km/h selbsttätig ausfahrende Heckspoiler ist im Gegensatz zur Vorgänger-Version eine optisch angemessen eingebundene Notwendigkeit.
Schön das dezentes Heck mit Insignie.
Edel wirkt der Aussenspiegel in Aluminium.
Das Emblem im Kühlergrill offenbart sofort mit wem man es zu tun hat.
Die Endrohre verraten den TTS als den stärksten TT.
Dem Heck entweichen kernige, aber nicht aufdringliche Töne.
Die Leistung der Bremsanlage ist ordentlich, aber nicht überragend.
Die Verarbeitungsqualität ist bei Audi schon sprichwörtlich.
Die liebevolle Detailausführung im teuersten aller TT-Cockpits schafft eine stilvolle Atmosphäre.
Eine angenehme Mischung aus unaufdringlicher Noblesse und stilvoller Sportlichkeit steht bereit. Das Fahrer- und Beifahrerarrangement ist ebenso erste Klasse wie das technische Equipment drumherum.
Der mit 272 PS aufwartende Vierzylinder setzt sich leistungstechnisch sehr eindrucksvoll in Szene.
Die von ihm geschaffene Erlebniswelt ist anregend und unterhaltsam zugleich.
Das Display in seiner bekannten informativen Form.
Das manuell geschaltete Sechsganggetriebe und die geschliffen wieder einrückende Kupplung bieten in ihrer tadellosen Bedienbarkeit keinen Anlass, der ebenfalls für den TTS erhältlichen S tronic nachzuweinen.
Der konservative Aufbau der Bremsen ist mit ein Grund, warum die Werte nicht noch besser sind.
Die tief liegenden Anzeigen gefallen.
Im alternativ auf Knopfdruck angebotenen Sportmodus tritt der um zehn Millimeter tiefer gelegte TTS mit deutlich strafferen Dämpferkennlinien an, die sich spürbar positiv auf die Agilität des Allradlers auswirken.
Der Schalter "ESP Off" ist hingegen eine Mogelpackung.
Der TTS-Variante vorbehalten ist die vordere Spoilerlippe.
Der hintere Flügel verhindert ungesund hohe Auftriebswerte.
So liegen die Auftriebswerte an der Hinterachse bei 17 kg.
Die Front wird hingegen um 42 kg entlastet, beim Basis TT liegt der Wert lediglich bei 23 kg. Ein Grund hierfür könnte an den größeren Kühlluftöffnungen liegen, die für das starke Triebwerk erfoderlich sind.
Auf der Nordschleife gibt sich der TTS keine Blöße.
Nur vier Sekunden liegt der Audi hinter dem nominell stärkeren Porsche Cayman S.
Auch scheint das ESP die Nordschleife nicht als Ernstfall einzustufen.
Allrad-typisches Tänzeln um die Hochachse sind dem Sportcoupé ebenso fremd.
In Hockenheim gelingt dem TTS fast das Patt zum Cayman S.
Nur zwei Zehntelsekunden trennen ihn vom Konkurrenzmodell aus Zuffenhausen.
Dass dem TTS unterm Strich dennoch neun Punkte zum Cayman S fehlen, spiegelt nur die halbe Wahrheit. Knappe Rückstände unglücklich gelegen summieren sich so auf. Kleinvieh macht eben auch Mist. Verstecken brauch sich der Audi auf keinen Fall.