Nach seinem Facelift möchte der Mercedes SLK die Roadster Audi TT und BMW Z4 besonders elegant vom Parkett putzen.
Nach seinem Facelift möchte der Mercedes SLK die Roadster Audi TT und BMW Z4 besonders elegant vom Parkett putzen.
Am schnellsten zieht der BMW den Hut.
Der Audi braucht länger, kann es dafür aber auch bei Ortstempo.
Das SLK-Dach klappt in 22 Sekunden â nur im Stand.
Als Einziger des Vergleichs-Trios setzt der SLK hierbei auf eines aus Metall.
Irgendwann setzt sich der räsonierende Klang, gemixt mit herben Windgeräuschen, penetrant in den Ohren fest. Hier punktet der SLK.
Sechszylinder-Sauger gegen Vierzylinder-Kompressor und direkteinspritzenden Vierzylinder mit Turbolader.
Also nichts wie raus an die frische Luft.
Der Z4 bietet roadstertypisch körpernahen Innenraumschnitt, TT und SLK liefern mehr Bewegungsfreiheit.
Tosender Orkan oder laues Lüftchen â die drei beherrschen das ganze Repertoire.
Audi setzt beim Basis-TT zeitgenössisch auf Turbo-Vierzylinder und Frontantrieb.
Was, da lästert jemand?
Nichts wie ab zur Probefahrt.
Ortsverkehr im vierten Gang, wenig Last, kaum Sound, keine Vibrationen.
Der Turbo-Direkteinspritzer beißt nach Mix aus bassigem Motorbrummen und hintergründigem Laderpfeifen,
... doch die feinfühlige Regelelektronik hält Traktionsverluste in Grenzen.
Der TT entert Kurven weitgehend neutral, pariert leichtes Untersteuern durch ebenso leichtes Eindrehen des Hecks beim Lastwechsel.
Das Automatikverdeck (1.015 Euro) öffnet und schließt auf Knopfdruck.
Als Einziges im Test sogar bei Ortstempo.
200 PS und 280 Nm Drehmoment leistet der Turbo-Direkteinspritzer.
Top-Verarbeitung in Serie.
Sitze mit ausreichend Seitenhalt.
Elektro-Windschott ...
... per Knopfdruck bedienbar.
Adaptive Dämpfer als Option.
Kleines Volumen (250 Liter), aber glattflächig und einfach beladbar - optional ist die Durchlade.
Auch der Mercedes SLK animiert zum erfrischenden Offenfahren.
Hilfreich dabei: der Airscarf, ...
... jener imaginäre Fleeceschal aus der Kopfstütze.
Der SLK lenkt präzise ein, ...
... passiert enge Kurven willig ...
... und hält sauber die gewünschte Linie, ...
... ohne ins Wechselhafte, Nervöse zu tendieren.
Der SLK profitiert von seiner Direktlenkung (315 Euro), die rein mechanisch mit einer unterschiedlich verzahnten Lenkstange arbeitet.
Obwohl der SLK durch die Modellpflege spürbar gewonnen hat, muss er sich dem Audi geschlagen geben.
Mit Kompressor kommt der SLK-Motor auf 184 PS und ein Drehmoment von 250 Nm.
Neu beim SLK: unempfindlichere Oberflächen ...
... und Festplatten-Infotainment.
Getränkehalter mittig über der Instrumententafel.
SLK mit Airscarf: Die angesaugte Luft wird durch Keramikelemente im Sitz erwärmt ...
... und Richtung Hals und Nacken der Insassen gepustet.
Bei geschlossenem Dach mit 300 Litern das größte Volumen im Test.
BMW Z4: Lange Haube, kurzes Heck, knappe Stoffmütze.
Auf buckligem Asphalt kommt eine Ãberdosis Leben ins straffe Fahrwerk.
Heckantrieb ist eh klar.
Und auch der frei saugende Reihensechszylinder des 2.5si pflegt Traditionen.
Dass der Z4 auf Direkteinspritzung verzichtet, dürfte kaum jemanden jucken.
Spätestens wenn die sechs Kolben in Aktion treten.
Der 2,5-Liter-Motor bringt es auf 218 PS und ein Drehmoment von 250 Nm.
Auch die BMW-Sitze bieten genug Seitenhalt.
Beim Z4 stimmen die Proportionen.
Verdeck öffnet per Knopfdruck.
BMW-Fahrer müssen ihre Kunststoffschilde von Hand zwischen die Überrollbügel clipsen.
Dennoch geht es im Z4 am stürmischsten zu.
Innenfläche des Kofferraumdeckels unlackiert.
Bei geschlossenem Dach 260 Liter Volumen.