Drei offene deutsche Jungs im Hockenheim-Vergleich: Mercedes-Benz E 400 Cabrio, Audi S5 Cabrio, BMW 435i Cabrio.
Drei offene deutsche Jungs im Hockenheim-Vergleich: Mercedes-Benz E 400 Cabrio, Audi S5 Cabrio, BMW 435i Cabrio.
Alle drei prahlen mit Leistung - zusammengenommen 972 PS -, aber auch viel Gewicht.
Und dieses Gewicht macht sich in Hockenheim deutlich bemerkbar.
S geht doch: An Dynamik-Ambitionen mangelt es dem Audi S5 auch als Cabrio nicht.
Sowohl geschlossen als auch ...
... offen macht der S5 eine gute Figur.
Der Audi S5 ist derjenige des Trios, der einem echten Sportwagen am nächsten kommt.
Vier ist nicht mehr drei: Als Cabrio hat der BMW 435i die Leichtfertigkeit des 3er aufgegeben.
Das Metallverdeck von Webasto hat der Vierer komplett von seinem Dreier-Vorgänger übernommen.
Allerdings lässt es sich nur bis 18 km/h öffnen und schließen.
Die reinen Fahrleistungen passen schon, aber das BMW 435i Cabrio fühlt sich nicht überragend motorisiert an.
Open Ehr: Dass uns die Tante E aus Stuttgart noch überraschen kann!
Geschlossen sieht das E 400 Cabrio noch ganz passabel aus.
Offen allerdings stellt sich die Frage nach der Ästhetik, wenn Mercedes von der "reinsten Form" des Cabrios spricht.
Die Federung im Sport-Modus macht das E 400 Cabrio überraschend dynamisch.
Blicke ins Allerheiligste: Den Dreiliter-V6 unterstütze ein "mechanisches Auflademodul", erklärt Audi. Was sie eigentlich meinen: Da plustert ein Kompressor ordentlich mit.
Und ja, es fühlt sich im BMW 435i so an, als wären der Twin-Scroll-Reihensechser, die eilige Automatik oder das adaptive M-Sportfahrwerk eher zweitrangig.
Den 3,5-Liter-V6 im Mercedes-Benz E 400 Cabrio fegen zwei Turbolader auf 333 PS und 480 Nm.
Cockpit-Ansichten: Angestaubtes Infotainment im Audi S5, aber sonst wie immer alles prima verarbeitet.
Innen möbliert sich der BMW 435i mit "Edelholzausführung Esche mit Metallintarsie" und "Akzentleisten Perlglanz".
Wenn es im Mercedes schon stürmt, darf man es sich innen auch wohnzimmerhaft einrichten.
Hier sitzt man gerne: Der Audi S5 kommt serienmäßig mit Sportsitzen.
Edles, cognacfarbenes Leder im BMW 435i. Hier ist auch die Handbremse noch ganz klassisch.
Unter der Kopfstütze der Mercedes-Sitze im E 400 strömt der Nackenföhn warm aus, damit sich Vati und Mutti beim Offenfahren nicht erkälten.
Jetzt wird geschalten: Schnelles Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe im Audi S5.
Lenkung und Handling im BMW 435i sind prima, aber beim hohen Gewicht kann auch die Achtstufenautomatik nicht mehr viel ausrichten.
Vielleicht sollten wir den Wählhebel an der Lenksäule des E 400 Cabrios als Warnhinweis verstehen: Achtung, Muscle-Car!
Vier ist fünf: Ins S5 Cabrio packt Audi denselben Dreiliter-V6 wie in den S4 – dort kostet er aber 8.050 Euro weniger.
Zwei ist die neue drei: Das Komfort-Upgrade zum Vierer lässt eine Lücke im Programm, die wohl der offene 235i schließen kann.
400 sind 3.498: Es ist schon ein paar Sommer her, seit die Nummer am Heck den Hubraum beschrieb. 3,5 Liter im 400.
"Das Audi S5 Cabrio der Einzige, bei dem wir uns in 22 Sekunden lieber auf 200 beschleunigen als an die frische Luft setzen ließen."