Bisher mussten A3 und Einser den Golf am meisten fürchten, wenn es um Funktionalität oder Festkosten ging. Jetzt kommt der Golf R mit Ambitionen, der wildeste Kompakte zu sein.
Bisher mussten A3 und Einser den Golf am meisten fürchten, wenn es um Funktionalität oder Festkosten ging. Jetzt kommt der Golf R mit Ambitionen, der wildeste Kompakte zu sein.
300 PS und Allradantrieb wirft der Wolfsburger kompakte in den Ring - ob das für die Konkurrenz reicht, klärt der Vergleichstest.
The race is on. Der neue R ist wirklich eine Überraschung – auch für S3 und M135i.
Einen Sechszylindermotor gibt es nur bei BMW. Audi S3 und VW Golf R werden von Vierzylindern angetrieben.
Golf R: Innen ganz der Alte, innerlich ganz anders.
Das Hinterradlupfen kennen wir vom Golf I GTI. Neu: Vorderrad in der Luft und Übersteuern.
Mit neuem Turbo, geänderten Ventilen und Hochdruck- Einspritzung aufgeputschter GTI-Motor. Leistung: 300 PS, Drehmoment: max. 380 Nm bei 1.800 U/min.
BMW M135i: Bei Dynamik ist der 1er die Eins.
Dieser Motor! Dieser Motor! Dieser Motor! Beim 0-100-Sprint liegen 1er und S3 mit 5,0 Sekunden gleichauf.
Der großartige Reihensechser mit Twinscroll-Turbo, Direkteinspritzung – und grandiosem Klang. Leistung: 320 PS, max. Drehmoment: 450 Nm bei 1.300 U/min.
S3: Gleiche Basis wie der Golf, sonst wenig gemein.
Dezente Eile, aber ungehobelter Komfort.
148 Kilo wiegt der Zweiliter-Turbobenziner mit kombinierter Direkt- und Saugrohreinspritzung. 300 PS Leistung, max. Drehmoment von 380 Nm bei 1.800 U/min.
Die 19-Zoll-Räder kosten Abrollkomfort – und 900 Euro. Vorn und hinten 235/35er.
M-Sportbremse und Mischbereifung sind Serie: vorn 225/40 R 18, hinten 245/35 R 18.
Auch der S3 tritt mit Serienbereifung an: 225/40 R 18 vorn und hinten.
Dezenz ist nicht mehr die Sache des Golf R mit vier Endrohren und abgedunkelten Heckleuchten.
Im Slalom mag der Golf schneller sein, König der Landstraße aber bleibt der Einser.
Nicht hier beim Slalom, sondern beim Wedeln drängt auch der Audi mit dem Heck.
Gold für Deutschland ist sicher. Aber welcher der drei Kompaktsportler liegt am Ende vorn?
Glanzschwarz und blaue Instrumentenzeiger ändern nichts daran: Willkommen daheim!
Auf Weitstrecken bequeme Sportsitze, viel Seitenhalt und elektrische Verstellung.
Die Kennlinien für Dämpfer, Lenkung, Motor und Klima werden über Tastendruck abgerufen.
Du fährst, iDrive kümmert sich um die Bedienung – besser als die anderen Systeme.
Sportsitze mit festem Halt, hohem Komfort und angenehm tiefer Position.
Der M135i bekam noch den Modus Sport+. Dort nimmt sich das ESP dann ganz zurück.
Reduziertes Cockpit mit dem etwas kleinen, ausfahrenden Monitor. Touchpad.
Vielfach verstellbare Sitze, aber mit flacheren Wangen und weniger Halt.
Um die Anzeige zu verstehen, muss man schon wissen, dass der Turbo mit maximal 1,2 Bar drückt.
Golf Rrrrrrr: Ein richtig böser Bruder des GTI.
Der leistungsstärkste der Testkandidaten (BMW) hält sich beim Auftritt der Abgasanlage vornehm zurück.
Vier Ringe, pardon Rohre am Heck des Audi S3.
Der VW Golf R steht mit mindestens 41.125 Euro in der Preisliste.
Für den BMW M135i xDrive beginnen die Preise bei 45.510 Euro.
Der Audi S3 Sportback ist mit 42.000 Grundpreis minimal teurer als der R.
Am Ende entscheidet der VW Golf R diesen Test. Schön, dass sich VW traut, einmal nicht den besten Allrounder zu bauen, sondern den bolzigen, wilden Golf R, der zudem der Günstigste ist.