Mit einem PS-Spritzerle und dezenten Modifikationen geht der BMW M135i in seinen zweiten Lebensabschnitt. Als Messlatte muss der Audi S3 herhalten – herrje, der Arme!
Mit einem PS-Spritzerle und dezenten Modifikationen geht der BMW M135i in seinen zweiten Lebensabschnitt. Als Messlatte muss der Audi S3 herhalten – herrje, der Arme!
Krachlederner Reihensechser oder Zweiliter-Brummkreisel? Mehr als eine Dynamikfrage!
Dank seines stämmigen Hubraumfundaments genügt dem BMW eine sachte Aufladung für 326 PS. Der zierlichere Audi presst für weniger deutlich mehr.
Der M135i schwingt durch Kurven, ...
... der Audi legt sich satt in sie hinein – beides hat Charme.
Wie sieht es beim Duell auf Landstraßengeschwindigkeit aus?
0-100 km/h: Die Übung meistert der Einser in glatten fünf Sekunden.
Der Audi hechelt hinterher - aber nur marginal: 5,1 Sekunden.
Auf 200 km/h läuft der BMW M135i ...
... seinem Gegner schon ein Sekündchen davon (19,0 zu 20,0 sek.)
Der Einser spielt seine Vorteile aus. Die da wären: ein etwas kräftigerer Motor und ein perfekter Achtstufen-Wandlerautomat.
Das Herzstück des BMW M135i sprudelt 326 PS aus.
Das maximale Drehmoment, das auf der Kurbelwelle lastet, beträgt 450 Nm.
Der Audi S3 schauffelt 70 Nm weniger auf die Antriebswellen.
Der 2.0 TFSI windet 300 PS aus.
Während der Audi seine Kraft auf vier Räder verteilt, schiebt beim M135i nur die Hinterachse an.
Eins mit Stern: Auch die fein abgeschmeckten Michelins tragen ihren Teil zur querdynamischen Dominanz des Einser bei.
Der BMW – und diese Meinung ist einhellig – ist das würzigere Auto, artikuliert seinen Reihensechser überaus eloquent, mit einem zartgeräucherten Auspuffakzent und treibt mindestens genauso hochgenüsslich an.
Drei plus: Bremse und Doppelkupplungsgetriebe erreichen nicht mal annähernd BMW-Niveau.
Der Audi fühlt sich irgendwie kunstfaseriger an, borstiger, brummkreiselt eher, anstatt zu drehen.
Leicht retuschierter Innenraum mit gewohnt guten, ...
… aber etwas weichen Sitzen im BMW M135i.
So hart es ist: Neben einem wie ihm ...
... wird es die Handschaltung schwer haben in Zukunft.
Die variable Lenkung greift schön direkt.
Die guten Sitze sind im Kopfbereich etwas zu kurz.
Im Audi muss es eigentlich der Handschalter sein, einfach weil das Sechsgang-DSG zu zögerlich auf Tempowechsel reagiert, und wenn doch, dann meist recht rabiat.
Über Drive Select lassen sich die einzelnen Fahrmodi steuern.
Unter Wettbewerbsbedingungen ist der BMW als Messlatte eine Nummer zu hoch für den Audi S3, nach wie vor der sehr dezenten Modellpflege.
Das drückt sich in Hockenheim in Rundenzeiten von 1:15,5 Minuten für den BMW und 1:17,9 Minuten für den Audi aus.