A7 und CLS kommen gerade aus dem Wellness-Urlaub, die Modellpflege des 5er GT liegt schon ein paar Monate zurück. Das Ergebnis: weniger Emissionen, mehr Leistung, besserer Komfort – in der Theorie. Und in der Praxis?
A7 und CLS kommen gerade aus dem Wellness-Urlaub, die Modellpflege des 5er GT liegt schon ein paar Monate zurück. Das Ergebnis: weniger Emissionen, mehr Leistung, besserer Komfort – in der Theorie. Und in der Praxis?
Der Audi A7 Sportback leistet 272 PS und 580 Nm.
1.926 kg wiegt der A7 trotz serienmäßigem Allradantrieb und unterbietet die Konkurrenten damit um bis zu 143 Kilogramm.
Kein "aber" dagegen beim kräftigen V6-TDI.
Mercedes: Extravagantes Design, knapp geschnittener Innenraum.
Das maximale Drehmoment des Diesels liegt bei 620 Newtonmeter bei 1.600/min.
Mit 7,1 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h heftet er sich die rote Laterne an das charakteristische Heck.
BMW: Innen edel und geräumig, von außen etwas gewöhnungsbedürftig.
Der Direkteinspritzer vereint sich mit der serienmäßigen Achtstufenautomatik zu einem kräftigen Antriebsstrang.
Dem Motor fehlen Manieren.
33,9 m benötigt der Mercedes, um aus 100 km/h bis zum Stillstand abzubremsen – ein hervorragender Wert. Bei der µ-Split-Messung siegt der BMW.
Über den Sinn von Mini-Spaltmaßen lässt sich streiten – nicht jedoch darüber, dass der A7 das hochwertigste Interieur bietet.
Nachtsichtassistent mit Fußgängererkennung kostet 2.000 Euro.
Infotainment mit Audi drive select.
Der Audi wartet mit einem Siebengang-Doppelungsgetriebe auf.
Nun strahlt der CLS serienmäßig mit LED-Scheinwerfern und informiert über den großen Monitor mit verspieltem Menü.
ACC mit Lenk- und Stauassistent im CLS für 2.678 Euro extra.
Die durchgehende Mittelkonsole ist teilweise mit Leder bezogen und beherbergt Cupholder sowie die Bedieneinheit der Klimaanlage für die beiden hinteren Sitze.
Das verschachtelte Instrumentenbrett zeigt nicht den neuesten Stand der Mercedes-Bedienphilosophie.
Die Stärken des 530d GT: Umfang und Bedienbarkeit des Infotainment-Systems, Platzangebot, Variabilität. Agilität? Weniger.
Serienmäßig? Nein, für die Auffahrwanung verlangt BMW 650 Euro.
Das iDrive hat jetzt einen Touch-Controller, ansonsten blieb das bekannt gute System unangetastet.
Das Raumgefühl ist oberklassig.
Mercedes: Der Fond bietet ausreichend Platz.
Der tiefe Laderaum des A7 lässt sich gut nutzen, fällt aber klein aus.
Wer irdische Güter in den CLS laden möchte, sollte dunkle Auslegeware wählen.
Zum Kombi fehlt dem GT nicht viel, ein einfacherer Klappmechanismus vielleicht.
Auch wenn es anders aussieht: Der BMW hat die niedrigste Ladekante.
Fazit: Audi A7: Was kann er eigentlich nicht? Gute Frage. Selbst das DKG arbeitet nun geschmeidiger, der TDI ist ein Hammer, das aufwendige Fahrwerk kommt mit jeder Situation klar – keine Fragen mehr.
Mercedes CLS: Was kann der CLS außer anders sein? Der Motor verheimlicht sein üppiges Drehmoment, die Neungangautomatik ihr Spartalent. Er ist weder ausgesprochen komfortabel noch besonders agil.
BMW 5er GT: Was kann er außer viel Platz bieten? Komfortabel federn beispielsweise, allerdings nur ohne Beladung. Zudem kostet er vergleichsweise wenig und bietet ordentliche Fahrleistungen.