Der Jaguar XF Sportbrake möchte stilbewusste Käufer ansprechen, die auch mal ordentlich Laderaum brauchen. Wir schauten nach, wie sich der Brite im Vergleich zur deutschen Kombi-Konkurrenz schlägt.
Der Jaguar XF Sportbrake möchte stilbewusste Käufer ansprechen, die auch mal ordentlich Laderaum brauchen. Wir schauten nach, wie sich der Brite im Vergleich zur deutschen Kombi-Konkurrenz schlägt.
Die Grundpreise der drei Familien-Laster haben es in sich, sind aber vergleichbar: Der Audi A6 Avant 3.0 TDI Quattro startet bei 55.150 Euro, der BWM 530d Touring bei 56.540 und der Jaguar XF Sportbrake 3.0 V6 D 600 bei 56.550 Euro.
Während der Jaguar bereits serienmäßig Bi-Xenonscheinwerfer hat, kosten diese bei Audi und BMW Aufpreis. Auch mit Extras wie adaptivem Fahrwerk, Lederausstattung, Navigationssystem und elektrischer Sitzverstellung kommt man bei Jaguar günstiger weg.
Der Audi A6 Avant: Kein Lademeister, aber gediegene Qualität.
Als einziger kommt der A6 Avant serienmäßig mit Allradantrieb. Etwas anderes ist bei Audi im Modellprogramm nicht vorgesehen.
Die geteilte Rückbank faltet sich zu einer nicht ganz ebenen Ladefläche zusammen. Dennoch finden maximal 1.680 Liter Ladegut Platz im Avant.
Drei große Koffer packt er spielend.
Der V6-Diesel mit 245 PS läuft kultiviert und sparsam, zudem klingt er wie ein Benziner.
Top-Qualität, wohnliche Atmosphäre und durchdachte Bedienung - so geht Premium.
Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe läuft beim Anfahren und Schalten nicht immer perfekt rund.
Gestartet wird der Audi mit einem Knopfdruck in der Schaltkonsole.
Auf den Allrad-Antrieb wird auch im Inneren dezent hingewiesen. Falls man es mal vergessen sollte.
Die Lichtanlage des Audi ist auf diverse Fahrsituationen ausgerichtet.
Auch die Fahrgäste im Fond dürfen sich über eine individuelle Klimatisierung freuen.
Die Hochtöner gehören zum 6.000 Euro teuren Bang & Olufsen-Soundsystem.
Die straffen Komfort-Sitze sind gut, kommen aber nicht an die des BMW ran.
Im Audi-Fond stören die starken Dacheinzüge, sonst gibt es wenig auszusetzen.
"Mit seinem ausgereiften Quattro-Antrieb hat der Audi A6 fahrdynamische Vorteile, die sich nicht nur auf der Teststrecke sehr deutlich zeigen."
BMW 530d Touring: Viel Platz und ein toller Sechszylinder.
Ganz eben ist die Ladefläche im Heck des BMW nicht, aber der Gepäckraum gut nutzbar.
1.670 Liter passen höchstens rein, die Fracht darf auch mal aus größeren Kisten bestehen.
Einen feineren Diesel als den BMW-Reihensechser mit 258 PS gibt es in dieser Klasse nicht.
Kühle, klare Architektur, feine Werkstoffe, saubere Verarbeitung - typisch BMW.
Über zehn Jahre i-Drive-Entwicklung zahlen sich aus, die Bedienbarkeit ist mustergültig.
Die Achtstufenautomatik schaltet nicht weniger als mustergültig.
Die Assistenzsysteme im BMW sind links unter dem Lichtschalter angeordnet.
Start-Stopp-Automatik und Zündung befinden sich an der gewohnten Stelle rechts vom Lenkrad.
Die aufpreispflichtigen Komfortsitze für 2.260 Euro sind wohl das Beste, was es an Sitzgelegenheiten derzeit gibt.
Die Passagiere auf den Touring-Rücksitzen sind ebenfalls erstklassig untergebracht.
Durch die zweigeteilte Ladeklappe lässt sich das Golfbag auch nur durch die obere Öffnung einladen. Obwohl es eigentlich derzeit zu kalt für den Golfsport ist.
Unter der Kofferraumebene ist noch weiterer Stauraum vorhanden.
Mit seinem hervorragenden und sparsamen Motor, der intuitiven Bedienbarkeit und den ausgezeichneten Sitzen findet der BMW 530d Touring viele Fans.
Jaguar XF Sportbrake: Noble Atmosphäre in einem praktischen Kombi.
"Mit seinem großen Kofferraum, dem ebenen, glatten Ladeboden sowie der hohen Zuladung ist der Jaguar XF Sportbrake ein echtes Kombi-Talent."
Der Sportbrake steckt richtig was weg, der glattflächige Kofferraum lässt sich gut beladen.
Bis zu 1.675 Liter passen rein, da ist der Jaguar auf Augenhöhe mit Audi und BMW.
Der V6-Diesel gibt sich etwas kernig, fällt jedoch nie allzu sehr aus der Rolle.
Das Sportbrake-Cockpit entspricht dem der XF-Limousine - elegant und gut gemacht.
Kann man mögen, muss man aber nicht: der Wählknopf sieht zweifellos gut aus.
Die Lüftungsdüsen lassen sich völlig hinter der Blende verbergen.
Der Materialmix ist eindeutig Oberklasse, Jaguar versteht sich auf edle Innenraumgestaltung.
Die Sitze im XF Sportbrake sind gut geformt, geben aber insgesamt weniger Halt als im BMW.
Hinten ist die Sitzfläche etwas kurz, gut lümmeln lässt es sich im XF dennoch.
Die untere Laderaumabdeckung lässt sich aufstellen, darunter ist Platz für Warndreieck und Kleinteile.
Gepäck lässt sich mittels der Verzurrschienen sicher befestigen.
"Ein Punktsieger in dieser Klasse ist der Jaguar XF Sportbrake zwar nicht, doch der coole Brite ist für viele ohnehin eine Herzensangelegenheit."
Mit dem Allrad-Audi kommt man im Winter weiter, doch auch die heckgetriebenen BMW und Jaguar sind sehr fahrsichere Automobile.