Der neue VW Passat ist beeindruckend. Aber ob er es wirklich mit der Premium-Konkurrenz aufnehmen kann, ist die große Frage.
Der neue VW Passat ist beeindruckend. Aber ob er es wirklich mit der Premium-Konkurrenz aufnehmen kann, ist die große Frage.
6,0 S von null bis 100 km/h. Mit der Wucht des V6 legt der Audi am vehementesten los. Doch der VW Passat und die Mercedes C-Klasse sind mit ihren Antrieben kaum langsamer.
1.767 kg Leergewicht. Damit wiegt der C 300 Hybrid fast so viel wie der A4 Quattro – mit 120 kg ist das Hybridsystem des C 40 kg schwerer als der Allrad im A4.
VW Passat: Der Bestseller 8.0 auf dem Weg nach oben – ganz nach oben?
790 mm Normsitzraum. Größe ist nicht relativ. Mit bis zu 9,5 Zentimetern mehr Normsitzraum im Fond ist der VW der Geräumigste – absolut.
2.500 bar Einspritz- und 200 bar Verbrennungsdruck beeinträchtigen die Manieren des TDI.
Feine Materialien.
500 Euro Aufpreis kosten beim Highline die Volldigital-Instrumente, bei denen sich auch die Navigationskarte zwischen Tacho und Drehzahlmesser einblenden lässt.
Klappt alles etwas umständlich per Lenkradtasten.
Nach vorn haben sie dem Passat zwei große bequeme Wohnzimmersessel gesetzt.
Im Fond eine Weite und Breite, vor denen sich wohl selbst der Skoda Superb fürchtet.
18 cm länger als der C, dazu Quermotor, da bleibt am Ende Platz für 586 Liter Kofferraum.
Mit umgelegter Rückbank erweitert es sich auf 1.152 Liter.
Der Grundpreis für den von uns gefahrenen VW Passat 2.0 TDI SCR 4Motion BMT Highline beträgt 45.755 Euro.
Mercedes C-Klasse: Auch mit Hybridantrieb ein echter Mercedes – ganz sicher.
Wie bei jeder neuen C-Klasse seit 1993 beschwört Mercedes beim W205, wie sehr sich seine Dynamik gesteigert habe. Aber, Freunde, viel wichtiger: Der C ist ein echter Mercedes geworden, womöglich sogar am deutlichsten als Diesel-Hybrid.
Der 2,1-Liter-Diesel leistet 204 PS.
Feines Plätzchen: Top ausstaffiert wirkt der C 250 sehr nobel.
Mit dem 20-kW-E-Motor hat der Diesel einen Partner, der ihn leichter in Schwung bringt.
Eher Geschmackssache: der präsente Comand-Monitor sowie das ungewohnte Touchpad.
Der Grundpreis für das gefahrene Modell liegt bei 50.206 Euro.
Serienmäßig rücken die straff gepolsterten Sitze teilelektrisch, lassen sich aufrüsten.
Die Füße passen nicht unter die Vordersitze, und die Rücksitzlehne steht zu flach.
45 Liter knapst der Lithium-Ionen-Akku vom Kofferraumvolumen ab. Bleiben 435 Liter.
Audi A4: Vorsprung durch Reife, Allrad und die Wucht von sechs Zylindern.
Das kompakte Platzangebot des A4 gründet in der knappen Außenlänge und dem längs eingebauten Motor.
Downsizen sollen die anderen, der A4 zeigt noch mal die Pracht von sechs Zylindern.
Ja, mittlerweile gibt es moderner eingerichtete Interieurs und logischer bedienbare Infotainment-Systeme.
Doch schon das leise Klicken der Klimaregelung deutet auf jene Verarbeitungsperfektion, wie sie Audi seit Jahren mit Hingabe pflegt.
Praktischer Lautstärkeknopf.
S tronic mit sieben Gängen.
Mit den Sportsitzen, die intensiven Seitenhalt bieten, möbliert Audi den Ambition.
Alles etwas enger, aber nicht weniger bequem auf der geteilt klappbaren Rückbank.
Unter das Stufenheck packt sich der Audi 480 Liter – 35 mehr als der C 300 Hybrid.
Soll keiner sagen, wir hätten an Messaufwand gespart – oder gar an Pylonen.
Wenn das Ziel das Ziel war, hat es der VW erreicht: Erster.
VW Passat: So richtig strahlend ist der Sieg nach dem Kostenkapitel. Doch der VW Passat ist auch sonst top: sicher, komfortabel, sparsam. Schwächen? Nein.
Audi A4: So richtig hat mit Silber keiner gerechnet. Über Jahre gereift, ist der solide, komfortable Audi mit V6 noch immer modern – und noch immer teuer.
Mercedes C-Klasse: So richtig vorwerfen kann man dem teuren C 300 nichts. Der Hybrid funktioniert gut und effizient, die anderen bieten mehr bei Platz und Dynamik.