Den Audi A4 gibt's jetzt auch als Allroad-Version mit mehr Bodenfreiheit, rustikal-plastischem Look und Allradantrieb. Wir durften den Neuling in der A4-Palette erstmals ein paar Runden fahren.
Den Audi A4 gibt's jetzt auch als Allroad-Version mit mehr Bodenfreiheit, rustikal-plastischem Look und Allradantrieb. Wir durften den Neuling in der A4-Palette erstmals ein paar Runden fahren.
Eigentlich geht der Audi A4 Allroad als Crossover-Modell durch. Er ist weder richtig Kombi, noch ein richtiger SUV.
Dafür sorgen zusätzlich farblich abgesetzte und ausgestellte Radläufe sowie der an den unten zum Vorschein kommende Unterfahrschutz.
Start-Knopf gedrückt, den Automatik-Wählhebel kurz angestubst, damit das "P" in der Mitte der voll digitalen Anzeige zum "D" wird und der 2.0-Liter-TDI ist eingeschaltet.
Man hört ihn nämlich kaum, kein Knattern, kein traktorenartiges Nageln, am ehesten noch ein leichtes Surren. Flott setzt er sich in Bewegung, der kleine Diesel-Allradler mit aufgeladenem Vierzylinder.
Das Fahrwerk macht einen gut abgestimmten Eindruck, kein Holpern, kein Buckeln. Schweben wäre übertrieben, aber Gleiten trifft es ganz gut.
Erst im Dynamic-Mode lässt der 190-PS-A4 mal was von sich hören, dreht höher. Für Offroad ist dieser Modus jedoch kaum geeignet. Aber:
Schweres Gelände dürfte der neue Audi A4 Allroad aber selten sehen.Die Lenkung ist direkt und führt den Allroad leichtgängig, aber sicher über Autobahn und Landstraßen, oder eben durchs Gelände.
Vielleicht würde man den angegebenen Kraftstoffverbrauch von 4,9 bis 5,1 Liter tatsächlich erreichen - im Efficiency-Modus denkbar.
Bei uns standen nach der Fahrt jedoch 7,1 Liter im Display.
34 Millimeter mehr Bodenfreiheit hat der Allroad im Vergleich mit dem normalen Audi A4 Avant.
Drinnen geht es nobel zu, zumindest in den besseren Ausstattungsvarianten mit Ledersitzen, rauem Nappa-Leder an den Türverkleidungen und natürlich Leder-Lenkrad
Fahrer- wie Beifahrersitz, Fond wie Cockpit, überall gibt es reichlich Platz. Da sind größer und kleiner gewachsene Berichterstatter einer Meinung.
Die schicken, im Silber-Carbon-Look verzierten Armaturen sowie der 12,3 Zoll-Display lassen einen Hauch von Oberklasse durch die Kanzel wehen.
Optional gibt es für den A4 die weitgehend frei konfigurierbaren digitalen Instrumente.
Geschaltet wird entweder mit einem Doppelkupplungsgetriebe oder der bewährten 8-Stufen-Automatik.
Schnellwahltasten und Kippschalter kennt man bereits aus dem normalen A4.
Ganz zeitgemäß lassen sich Android und Apple selbstverständlich koppeln, sodass man mit dem Auto auf bestimmte Apps zugreifen kann.
Fazit: Insgesamt ist der A4 allroad unter all den glattgebügelten A4-Einheitsfirmenwagen dank seines markanten Auftritts ein echter Exot, ein nicht ganz billiges Schmankerl für Individualisten.