Der Audi A3 Sportback 2.0 TDI möchte am Thron seines Erzrivalen VW Golf 2.0 TDI rütteln. Schafft er es als Viertürer seinem Konzernbruder gefährlich zu werden?
Der Audi A3 Sportback 2.0 TDI möchte am Thron seines Erzrivalen VW Golf 2.0 TDI rütteln. Schafft er es als Viertürer seinem Konzernbruder gefährlich zu werden?
Bei den Grundpreisen gibt es fast keinen Unterschied: Der Audi A3 Sportback startet bei 29.100 Euro, der VW Golf bei 29.095 Euro.
Bei fast identischem Preis bietet der VW Golf in der Highline-Ausstattung zu diesem Preis aber bereits das optionale Adaptivfahrwerk und die aufpreispflichtigen Komfortsitze vorne.
Auch die Klimaautomatik und Bi-Xenonscheinwerfer sind beim Golf schon dabei. Diese Extras kosten im Audi jeweils 550 und 920 Euro Aufpreis.
Beim 18 Meter-Slalom unterscheiden sich die Fahrleistungen der beiden Kontrahenten am meisten, aber immer noch minimal: Der Golf ist knapp 1 km/h schneller.
Was den Golf auszeichnet, ist vor allem sein Bestreben um ein konstant hohes Niveau in allen Disziplinen:
Der Wolfsburger will alles können und niemanden verwirren.
Serienmäßig sind beim VW Golf in der Highline-Ausführung 7 J x 17 Leichtmetallräder dabei.
50 Liter mehr Maximalvolumen als der Audi bietet der Golf-Laderaum.
Die steilere Seitenlinie und das höhere Dach schaffen einen ungedrängteren Fond.
Sehr gut verarbeitetes Cockpit mit etwas tief platziertem Touchscreen.
Der Touchscreen des Infotainment-Systems reagiert bereits bei Annäherung der Finger.
Der Modus für die Adaptivdämpfer wird über den Touchscreen angezeigt.
Ein Schalter für die Adaptivdämpfer befindet sich auch links neben dem Schalthebel.
Der 4-Zylinder-Turbodiesel bringt bis zu 320 Nm auf die Straße und leistet 150 PS bei 3.500/min.
Während sich der Golf als großes Universaltalent präsentiert, ist dem A3 die sportlichere Note anzusehen.
Der Audi A3 Sportback ist dynamischer abgestimmt und kurvt noch beherzter um Biegungen als der besonnene Golf.
Trotzdem ergeben sich fast keine Abweichungen bei den Messwerten. Beide Autos unterscheiden sich bei der Motorisierung gar nicht und beim Leergewicht nur um 6 kg.
Der Preis der schlanken Linie beim Audi ist weniger Platz.
Von der Seite rückt das Dach den Passagieren nahe, die Sitzlehne ist steiler.
Serienmäßig sind in der Ambition-Variante 17-Zoll Aluminium-Gussräder im 5-Arm-Design montiert, unser Testwagen kam mit Felgen im 15-Speichen-Design, die einen Aufpreis von 250 Euro kosten.
Der Sportback bietet 15 Liter mehr Standardvolumen als der zweitürige A3.
Detailperfektioniert möblierter A3-Innenraum ...
... mit ausfahrendem Bildschirm und aufwändigen Lüftungsdüsen.
Im Menü des Infotainment-Systems wird per Drehknopf navigiert.
Identisch wie im Golf: Der Start-Stop-Knopf und die Knöpfe rund um den Schaltknauf.
Der Drehknopf fungiert gleichzeitig als Touchpad zur Navi-Eingabe.
Minimale Unterschiede beim Einbau des Triebwerks im Audi, der Golf fährt mit der gleichen Maschine.
Die gute Ausstattung und das hohe Niveau in allen Disziplinen tragen dazu bei, dass der VW Golf wieder mal die Nase vorn hat.
Dennoch fährt der Audi A3 Sportback trotz karger Ausstattung nur knapp hinterher und empfiehlt sich dem sportlichen Fahrer, der gern flott und dynamisch unterwegs ist.