In 20 Sekunden öffnen BMW 2er Cabrio und Audi A3 ihr Dach und lassen den Sommer herein. Mit Dieselmotoren könnten wir sie gar als Vernunft-Cabrios verstehen. Aber das gibt sich schnell. Auf. Jetzt!
In 20 Sekunden öffnen BMW 2er Cabrio und Audi A3 ihr Dach und lassen den Sommer herein. Mit Dieselmotoren könnten wir sie gar als Vernunft-Cabrios verstehen. Aber das gibt sich schnell. Auf. Jetzt!
Cabriofahren ist wie Joggen: Gründe zu Hause zu bleiben finden sich fast immer. Fakt ist aber: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausreden.
Der Audi A3 Cabrio auf Basis der Stufenhecklimousine geht bereits in zweiten Sommer.
So wie dessen Diesel loslegt, könnte man glatt die Existenz des stärkeren S3 vergessen. Vehement rennt der A3 bis zur Drehzahlgrenze ...
... und rutscht erst im absoluten Grenzbereich sachte ins Untersteuern. Dann verliert die Lenkung eindeutig etwas an Sensibilität. Macht aber nichts, das Geleistete ist für einen reinen Fronttriebler erste Sahne.
Der 2-0-TDI-Vierzylinder beschleunigt in glatten 8,0 Sekunden auf Tempo 100 und verfügt bei einem maximalen Drehmoment von 380 Nm über 184 PS.
Der 2er ist der von BMW kommunizierte Nachfolger des 1er, fühlt sich aber so erwachsen an wie der Erbe des 3er.
Der hintterradgetriebene 2er ist ein Kurvenfanatiker, der präzise und exakt in jede Biegung hineinsticht. Leichtes Übersteuern bremst den Spaß nicht aus ...
... und der BMW beschleunigt zackiger, aber bei weitem nicht so ruhig wie der Audi.
Das spiegelt sich unmittelbar in den Fahrwerten wieder. Von 0-100 km/h benötigt der BMW 2er nur 7,6 Sekunden. Allerdings verfügt er auch über 6 PS mehr (190) und schüttelt 400 Nm aus dem Reihenvierzylinder.
Insgesamt ist der Audi A3 das gedrungenere Auto. Er ist sowohl kürzer, als auch breiter und niedriger.
Sparsames aber trotzdem sehr hochwertig verarbeitetes Cockpit im A3.
Die Rundinstrumente sind einfach gestaltet und leicht abzulesen.
Alleinstehendes Navigationssystem im Audi A3.
Der A3 bietet dem Fahrer sowohl eine Sitzheizung als auch den Luxus eines Nackenföhns.
Die Sechsgangschaltung lässt sich präzise und schnell bedienen, ganz angelehnt an das Temperament des Diesels.
Das dichter bestückte Cockpit des BMW 220d wartet mit einer tiefer integrierten Sitzposition auf.
Auch die Rundinstrumente wirken etwas gedrängter. Trotzdem sind sie gut lesbar.
Sehr breites Navigationsdisplay im BMW.
Trotz mehr Schaltern ist auch die Bedienung des Infotainments im BMW etwas einfacher.
Den Test-220d gab es nur als Automatik, das Acht-Stufen-Getriebe arbeitet problemlos und verlässlich.
Das Leergewicht des Audi beträgt 1.562 Kg.
Aus 100 km/h bremst der A3 in 36,7 Metern bis zum Stillstand.
Ohne Zusatzlast bringt der 220d deutlich mehr auf die Waage als der Audi, ganze 1.652 Kg stehen auf dem Display.
Beim Bremsvergleich liegt aber trotzdem der BMW vorne: Nach 35,1 Metern steht der Münchner.
Bequeme und zweiteilig verarbeitete Sitze sowohl im BMW, ...
... als auch im Audi. Hier ist ein wenig mehr Seitenhalt gewährleistet.
Der Audi punktet auch hinsichtlich der Fondsitze. Weil aber auch hier klaustrophobische Platzverhältnisse herrschen...
... gehen wir einfach mal nicht davon aus, dass regelmäßig Personen auf den Rücksitzen transportiert werden sollen. Lieber Gepäck, das stört sich auch nicht an den 14 cm weniger Innenbreite des BMW 220d.
Das Windschott im BMW kostet 330 Euro Aufpreis.
Auch der Audi A3 verfügt auf Wunsch über ein Windschott. Es kostet 320 Euro extra.
Das Ladevolumen des Audi beträgt mit offenem Dach 275 Liter, geschlossen 320.
Das Kofferraumvolumen des BMW beträgt offen 280 Liter, geschlossen vergrößert es sich auf 335 Liter.
Ab Werk soll der Audi 4,3 l/100 km verbauchen, im Test waren es 6,9 l/100 km.
BMW: Werksangabe beim Verbrauch: 4,4 l7100 km. Testverbrauch: 7,1 l/100 km.
Angenommen, Sie schließen bei Tempo 50 das Verdeck:
Dann ist es beim Audi nach 250, beim BMW nach 278 Metern zu.
Umgerechnet sind das beim Audi 18 und beim BMW 20 Sekunden.
Der Schein trügt nicht: Top Verarbeitung und ein sportliches Fahrwerk sichern dem Audi den Sieg. Der BMW verliert knapp, auch weil er noch teurer und enger ist als der in dieser Hinsicht schon anstrengende Audi.