Klein, frech und jetzt bezahlbar: A1, Mini und Adam locken mit günstigen Dreizylindern. Wer zelebriert sein Konzept besser?
Klein, frech und jetzt bezahlbar: A1, Mini und Adam locken mit günstigen Dreizylindern. Wer zelebriert sein Konzept besser?
Zusätzlich zu den beiden Premium-Mobilen haben wir den aktuellen Meister der Individualisierung, den Opel Adam, verpflichtet.
Der günstigste Audi A1 kostet mittlerweile nur noch kundenfreundliche 16.950 Euro.
Der Turbobenziner muss ohne Ausgleichswelle auskommen und hat keinen sechsten Gang. Das ist schade, der Motor klingt dadurch sehr angestrengt und schiebt nicht so kräftig wie erwartet.
Auch der Verbrauch gestaltet sich als zu hoch für die angepriesenen Fähigkeiten des Motors. Im Schnitt stehen rund 6,4 L/100 km auf der Anzeige - zu viel. Aber immer noch weniger als bei der Konkurrenz.
Das straffe Fahrwerk hingegen macht richtig Spaß und federt ungemütliche Schläge trotzdem souverän weg.
Mini One First 1.5, Grundpreis: 16.950 Euro. CO2-Ausstoß: 122 g/km. Über dem Grenzwert von 2021: 27 g/km. Über dem Grenzwert von 2030: 63 g/km.
Richtige Mini-Enthusiasten haben damit aber kein Problem. Gerade für seine Unverhältnismäßigkeit wird der Kleine seit Jahrzehnten geliebt. Dazu gehört auch das schon fast unverschämt knackige Fahrwerk.
Der One lenkt spielerisch und lässt sich präzise handhaben. In 10,4 Sekunden erreicht der Mini aus dem Stand Tempo 100.
Im Gegensatz zum Audi sind die drei Zylinder hier fast nicht zu hören. Der One hängt bissiger am Gas und wird dabei auch nicht so aufdringlich laut.
Der Opel Adam kostet bereits mit üppiger Ausstattung nur 17.340 Euro. Außerdem verkörpert er die Automobil-gewordene Individualisierung.
In glatten 10 Sekunden rennt der Adam auf Tempo 100: Spitzenwert im Test.
Allerdings ist so auch das Fahrwerk ausgelegt. Der Adam behandelt seine Insassen äußerst ruppig.
Auch beim Kurventanz muss der Adam zumindest hinter dem Mini zurückstecken, die Lenkung kann nicht die präzise Arbeit des One nachahmen.
Alle geloben sie mehr Kraft aus drei Zylindern zu attraktiven Preisen, fabelhafte CO2-Werte unter 100 Gramm und meist kultivierten Lauf.
Alle drei verbrauchen aber deutlich über 6 Liter auf 100 Kilometern.
Der Dreizylinder im Audi A1 leistet 95 PS, im Test gibt er sich ein wenig schwach auf der Brust.
Und egal wie rau der Motor ist, im Innenraum wiegt der A1 zumindest diesen Fauxpas mit hervorragender Qualität und Verarbeitung wieder auf.
Serie beim A1 Sport: enger Zustieg und breit ausgeformte Sportsitze mit viel Seitenhalt.
Altmodisch: Der Monitor klappt noch auf, die Kartendarstellung wirkt allmählich antiquiert.
Bedienmenü im A1: Noch finden sich keine touch-empfindlichen Oberflächen.
Klassenübliches Platzangebot auf ausreichend bequemen Polstern.
Wegen der breiten C-Säule gestaltet sich der Raumeindruck jedoch etwas düster.
Beim Kofferraum glänzt der A1 aber: Mit 270/920 Litern besitzt er das größte Ladevolumen.
Der Reihendreizylinder im Mini One leistet 105 PS.
Bekannt interessantes Mini-Cockpit. Was schmerzt, sind die horrenden Aufpreiskosten.
Straff, ideal ausgeformt, ausziehbare Beinauflage und 310 Euro teurer: Die Sportsitze sind klasse.
Schafft ein nettes Flieger-Ambiente: Kippschalter wohin das Auge blickt.
Navi und Infotainment lassen sich intuitiv bedienen – wenn man den Controller erreicht.
Ein- und Ausstieg aus dem Fond sind schwierig.
Kaum zu glauben, aber es ist so: Der Mini offeriert im Fond das beste Platzangebot ...
… und überrascht mit einem Kofferraum, der sich dank cleverer Ideen vielfach nutzen lässt.
Der leistungsstärkste Motor im Test arbeitet im Bug des Opel Adam. Die 115 Pferdchen machen richtig Spaß.
Stylisches Cockpit im Opel Adam.
Wer den Adam kauft, bekommt ein Auto, das nur vorn wirklich Platz bietet.
Selbst mit seltenen Extras wie einer Lenkradheizung für 350 Euro kann der Adam dienen.
Die Köpfe der Insassen hinten schrabbeln hingegen am Dachhimmel.
Wegen des kurzen Radstands ist der Zustieg wie erwartet mühsam.
Der Laderaum ist winzig. Nur maximal 663 Liter packt der Adam.
Den Test gewinnt der Mini dank der guten Kombination aus Antrieb, Handling und Verarbeitung. Beim Audi stört der lahme Motor. Der Opel Adam macht richtig Spaß, glänzt mit Unmengen an Extras. Für die ganz großen Heldentaten reicht's im Gesamtpaket aber noch nicht.