Auf der Suche nach dem Erfolgsgeheimnis von Aston Martin fahren wir in einem Mark II von 1934.
Auf der Suche nach dem Erfolgsgeheimnis von Aston Martin fahren wir in einem Mark II von 1934.
Im bequemen, gut gefederten Aston Martin Mark II mutiert die Mille Miglia zu einer angenehmen Kaffeefahrt.
Typisch für die Mark II-Modelle sind die Kühlerlamellen und kleine Sport-Kotflügel.
Sport: große Bremsen, kleine Kotflügel und einstellbare Stoßdämpfer.
Technik: Der kompakte Langhuber erzeugt dank modernem Querstromkopf 73 sehr muntere PS.
Tradition: Gaspedal in der Mitte und rechts das Bremspedal. Nichts für Ungeübte.
1,5 Liter Hubraum reichen für einen Topspeed von 132 km/h.
Beim MK II wurde das heute noch verwendete Aston Martin-Firmenzeichen eingeführt.
Der Aston Martin Mark II fährt sich bei guter Pflege so unkompliziert wie ein Golf Cabrio.
Fahrmaschine ohne Plüsch und Plunder.
Den Mark II bot Aston Martin mit zwei unterschiedlichen Radständen an. Entweder 2.939 mm oder 2.516 mm.
Von dem langen Mark II entstanden 61 Exemplare, während von dem kurzen 56 gebaut wurden.
Die hinten angeschlagenen Türen ermöglichen einen eleganten Einstieg.
Wenn der Wagen dann rollt, zeigt er seine Qualitäten.
Von dem Mark II gab es noch eine Rennversion mit höher verdichtetem Motor, den "Ulster".
Aston Martin MK II, Frontansicht
Plakette des Aston Martin Owners Club vor dem Kühlergrill.
Vorkriegstechnik: Die Scherenstoßdämpfer sind einstellbar.
Zwei SU-Vergaser versorgen den 1,5-Liter-Reihenvierzylinder mit Gemisch.
Flaches Auspuffendstück und mit Splinten gesicherte Muttern.
Die nach vorne klappbare Windschutzscheibe verstärkt das ohnehin schon offene Fahrvergnügen - und aus Sturm wird Orkan.
Die beiden Passagiere haben es recht kommod in dem Aston Martin Mark II.
Großes Vierspeichenlenkrad und eine Uhrensammlung domieren den Blick.
Tacho und Drehzahlmesser werden eingerahmt von Anzeigen für Wasser- und Öltemperatur, Ampere-Meter und Tankuhr.
An der Lenkradnabe wird unter anderem die Zündung verstellt.
Das Vierganggetriebe ist unsynchronisiert und benötigt etwas Übung.
Die beiden Firmengründer - Autos für Rennfahrer: Lionel Martin und Robert Bamford gründeten am 13. Januar 1913 in Henniker Mews, South Kensington, London ihre Firma Bamford and Martin Limited. Martin fuhr Rennen in umgebauten Singer- Automobilen, die sie auch verkauften. Robert Bamford (1883 - 1942). Blieb bis 1920 bei Aston Martin.
Lionel Martin (1878 - 1945). Blieb bis 1925 bei Aston Martin.
Coal Scuttle 1914, 1389 cm3, 11 PS: Der erste Aston Martin erhält seinen Namen nach dem Aston-Bergrennen. Coal Scuttle heißt „ Kohlenschütte“
Ulster 1934 - 1935, 1495 cm3, 80 PS: Rennversion des Mark II mit höher verdichtetem Motor. In seiner Klasse unschlagbar. Spitze 100 mph, das sind 160 km/h.
2-Litre Sports 1948 - 1950, 1970 cm3, 90 PS: Erstes komplett neu konstruiertes Auto, das unter der Regie des neuen Besitzers David Brown entsteht. Es werden nur 15 Stück produziert.
DB2 1950 - 1953, 2580 cm3, 105 PS: Den DOHC-Sechszylinder steuert Lagonda bei, inzwischen Teil des David-Brown (DB)-Imperiums. Die Konstruktion stammt von W.O. Bentley. Erster Großserienwagen mit 410 Exemplaren.
DB4 1958 - 1963, 3670 cm3, 243 PS: Ein neuer DOHC-Sechszylinder katapultiert den DB4 in die Liga der Supersportler. Entwurf von Touring. GT-Version mit integrierten Scheinwerfern wie DB5 und 302 PS
DBR1 1956 - 1959, 2992 cm3, 254 PS: Mit diesem Rennsportwagen gelingt den Briten 1959 der erste und einzige Le-Mans-Sieg (Carrol Shelby und Roy Salvadori). Dazu der Gewinn der Sportwagen-WM.
DB4 GT Zagato 1960 - 1963, 3670 cm3, 314 PS: Für das Chassis des DB4 GT baut Zagato eine leichte Sportversion. Es entstehen nur 19 Stück. Heute sehr rar und teuer.
DB5 1963 - 1966, 3995 cm3, 286 PS: Bekannt durch seine Auftritte in verschiedenen James Bond-Filmen mit Spezial-Ausrüstung zur Verbrecher-Abwehr. Basis-Design entspricht DB4.
DB6 1965 - 1970, 3995 cm3, 286 PS: DB5 mit verlängertem Radstand und markantem Abrissheck anstelle der kleinen Flossen. Neuer Produktionsort seit 1954 Newport-Pagnell.
V8 1972 - 1989, 5341 cm3, 345 PS: Von 1967 bis 1972 mit Sechszylinder als DBS, weil der neue V8 noch nicht richtig läuft. David Brown verkauft 1972 Aston Martin. 1975 niedrigste Produktionszahl aller Zeiten: 21 Stück.
V8 Vantage 1977 - 1990, 5341 cm3, 390 PS: Leistungsgesteigerte Version des V8. Zählte damals zu den weltweit stärksten Sportwagen.
V8 Virage 1988 - 2000, 5341 cm3, 330 PS: Großes und schweres Coupé mit 32V-V8. Ab 1993 als V8 Vantage (Foto) mit 550 PS starken Kompressor-V8. Spitze 300 km/h.
Vanquish 2013, 5935 cm3, 573 PS: Aktuelles Spitzenmodell mit V12-Motor. Basis bildet der seit 2004 gebaute DB9. Das Werk befindet sich jetzt in Gaydon.
Motor Klassik-Redakteur Franz-Peter Hudek hat noch einen Tipp für Aston Martin-Fans oder alle, die es werden wollen.
Wie wäre es mit einem Aston Martin DB7, den es in England als scheckheftgepflegte Exemplare schon ab etwa 17.000 Euro gibt.
Der 3,2-Liter-Reihensechszylindermotor leistet 340 PS und beschleunigt das Coupé auf bis zu 266 km/h.
Mit über 7.000 verkauften Exemplaren war bis zum aktuellen V8 Vantage der DB7 das bislang erfolgreichste Aston Martin-Modell.