Der Allradantrieb des Mitsubishi Evo IX wurde für den Sport, die Systeme von Audi, BMW, Lamborghini, Mercedes und Porsche für die Straße konzipiert. Wer das beste Paket offeriert, zeigt der Test in Finnland.
Der Allradantrieb des Mitsubishi Evo IX wurde für den Sport, die Systeme von Audi, BMW, Lamborghini, Mercedes und Porsche für die Straße konzipiert. Wer das beste Paket offeriert, zeigt der Test in Finnland.
Schneeweißchen beim Tanz: Der Audi S3 überzeugt mit bestechender Traktion ...
... und einem gekonnten Spagat zwischen Sicherheit und Sportlichkeit.
Der Allrad-Audi rollte auf Dunlop SP Winter Sport Im Format 205/50 R17 zum Test.
Der Zweiliter-Turbo leistet im S3 265 PS.
Verarbeitung und Ergonomie sind audi-typisch exzellent.
Der Quattro-Antrieb im S3 setzt VW auch im Golf R32 ein.
Eine im Ölbad laufende Mehrscheiben-Lamellenkupplung ist für die variable Kraftverteilung verantwortlich.
Sicherheit, wo sie Not tut, Fahrspaß, wo er sein darf: Der gleichfalls voll variable und hoch moderne Allradantrieb des BMW überzeugt zur Gänze.
Der BMW steht auf 225/45er Goodyear Eagle Ultra Grip und konnte im Test überzeugen.
43.702 Euro kassiert BMW für sein 330 xi Coupé.
Der 272 PS starke Sechzylinder bringt den BMW auf Schnee in 8,8 Sekunden auf 100 km/h.
Der Dreiliter ist an ein Schaltgetriebe gekoppelt.
Beim BMW-xDrive verteilt eine elektronisch geregelte Lamellensperre im Verteilergetriebe die Antriebskraft zwischen den Achsen.
Im Extremfall können die Vorder- und die Hinterachse vollständig entkoppelt oder starr miteinander verbunden werden. Das Stabilitätsprogramm DSC erfüllt mit Bremseingriffen an einzelnen Rädern die Funktion der Quersperre.
Quer damit: Dank seines hecklastig konfigurierten und vergleichsweise betagten Allradantriebs lässt sich der Gallardo perfekt mit dem Gas lenken.
Die Pirelli Sottozero haben auf Schnee keine Chance.
Der Grund? 520 PS und 510 Newtonmeter gieren nach Traktion.
Der zickige Allradantrieb erfordert eine kundige Hand am Lenkrad.
Die an der Vorderachse des Lambo montierte Viscokupplung lebt von der Zähigkeit ihres Öls und ist somit in hohem Maße Temperatur abhängig. Sie entstammt den ersten Generationen von VW Syncro-Modellen und agiert vergleichsweise träge. Die Vorderachse des Gallardo wird mit maximal 50 Prozent der Antriebskräfte beaufschlagt.
Nobler Quertreiber: Trotz rund zwei Tonnen Gewicht und nicht deaktivierbarem ESP legt der S 500 4Matic überraschend viel Sportsgeist an den Tag.
Mit der in der S-Klasse erstmals verbauten neuen 4Matic-Generation, die über ein Zentraldifferenzial in Planetenbauweise ...
... und eine fest definierte Kraftverteilung von 45 zu 55 Prozent zugunsten der Hinterachse verfügt, hat Mercedes ein ausgesprochen gutes Allradpaket geschnürt, das nun auch fahrdynamische Ansprüche erfüllt.
Der schwere Benz rollt auf 235/55er Continental Winter Contact.
Der V8 leistet 388 PS.
Reinsetzen, losfahren. Das Cockpit der S-Klasse ist edel und zugleich übersichtlich gestaltet.
Second Best: Der unangefochtene Star zahlloser Allradvergleiche, der Mitsubishi Lancer Evo IX, musste sich diesmal dem Audi S3 geschlagen geben.
Dem Evo mangelt es an Grip an der Vorderachse.
Auch der Spoiler hilft dem Eco nicht viel weiter.
Der schlagartig einsetzende Turbo ist auf Schnee nicht einfach zu händeln.
Wenig ansprechendes Plastik-Cockpit im Mitsubishi.
Das Allradsystem des Mitsubishi verfügt über ein aktives Mittendifferenzial, dessen Grundmodi der Fahrer vorwählt. Die Feinjustierung übernimmt eine elektronische Schaltzentrale, die die Antriebskräfte in Abhängigkeit von Gaspedalstellung und Lenkeinschlag zwischen den Achsen verteilt.
Für die Momentenverteilung zwischen den Hinterrädern sorgt ein elektrohydraulisches Hinterachsdifferenzial.
Tief-Flieger: Porsche hat den Turbo mit einem neuen Allradantrieb ordentlich auf Trab gebracht. Was im Cayenne hilft, sorgt nun auch hier für Vortrieb.
Die Nokian-Reifen müssen 480 PS Turbo-PS auf die Schneepiste bringen.
Kühlungsprobleme hatte sport auto bei -30 Grad übrigens keine.
Der Boxer leistet im Turbo 480 PS und bringt den Porsche in 9,3 Sekunden auf 100 km/h.
An die Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h kamen die Tester allerdings nicht ran.
Klassischer Porsche-Arbeitsplatz mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe.
Während der Carrera 4 noch auf das alte Allradsystem mit Viscokupplung vertraut, wurden dem Flaggschiff der Elfer-Baureihe, dem Turbo ...
... bereits die Segnungen der elektronisch gesteuerten, elektromagnetisch betätigten Lamellenkupplung zuteil, die schon den Cayenne nach vorne brachte. Das ermöglicht eine variablere Kraftverteilung und verbessert das Traktionsvermögen.