Ein perfekter Sommertag: Unterwegs mit Alfa Spider 1750 Veloce und Fiat 124 Sport Spider bei blauem Himmel und Sonnenschein.
Ein perfekter Sommertag: Unterwegs mit Alfa Spider 1750 Veloce und Fiat 124 Sport Spider bei blauem Himmel und Sonnenschein.
Ab 1966 begeisterten die beiden offenen Italiener die Welt der Automobilliebhaber.
Formschön und puristisch. Sowohl der Alfa als auch der Fiat überzeugen mit ihrem zeitlosen Design.
Das abfallende Heck macht den Alfa Spider unverkennbar.
Das Heck des Alfa kam allerdings nicht gut an, das des Fiat hingegen schon.
Von dem Rundheck-Spider wurden zwischen 1966 und 1970 rund 15.000 Exemplare gebaut. Vom Fiat 124 Sport Spider von 1966 bis 1971 liefen 21.545 vom Band.
Mit 1.040 kg wiegt der Alfa knapp einen Zentner mehr als der Fiat.
Doch bei Leistung, Drehmoment hat der Alfa seine Nase vorn: 115 PS zu 110 PS, 169 Nm zu 148 Nm.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 187,5 km/h ...
... - der Fiat spurtet auf 180 km/h.
Bei der Beschleunigung nimmt der Fiat dem Alfa allerdings 1 Hundertstel ab und erreicht 100 km/h in 10,,3 Sekunden.
Der Alfa Rundheck-Spider hat im laufe der Jahre die meisten seiner Kritiker zum Verstummen gebracht.
Alles ganz klassisch: Alfa Spider-Front mit geteilter Stoßstange und Scudetto.
Klassisches 1750er-Triebwerk mit zwei obenliegenden Nockenwellen.
Klassisches Alfa-Cockpit mit zwei großen Rundinstrumenten und drei kleineren Uhren.
Heute ist der Rundheck-Spider ein gesuchter Klassiker. Rund 20.000 Euro sind für ein Zustand 2-Exemplar fällig.
Beim Umstieg in den Fiat 124 Sport Spider fällt der Blick zunächst auf das Armaturenbrett.
Es ist im Stil der 60er gehalten.
Sechs Rundinstrumente informieren den Fiat-Piloten ...
... auch über das Wohlbefinden des 1600er-Triebwerks mit ebenfalls zwei obenliegenden Nockenwellen.
Aus 1,6-Litern holt der Fiat stramme 110 PS bei 6.400/min.
Diese Pferdchen sorgen in Verbindung mit den 995 kg Leergewicht für Fahrspaß.
Der Fiat 124 Sport Spider kostet im guten Zustand mit 15.000 Euro rund 5.000 Euro weniger als der Alfa.
Die Technik des Fiat gilt als robust, doch auf den regelmäßigen Zahnriemenwechsel sollte geachtet werden.
Fazit von Michael Schröder: "Beide, der Alfa Romeo 1750 Veloce sowie der Fiat 124 Sport Spider, fallen in die Kategorie Traumwagen. Bei ihnen dreht sich alles um den Fahrspaß...
...Und die Begeisterung ist am Ende umso größer, weil gerade diese Autos wieder einmal bewiesen haben, wie wenig dafür erforderlich ist."
Neben den beiden Spider-Modellen von Fiat und Alfa zeigen wir noch 5 weitere italienische Alternativen.
Alfa Romeo Giulia Spider, 1962 - 1965 ab 40 000 Euro: Hinreißend attraktiv von Pininfarina geformter Spider mit 1,6-Liter-Motor und 90 PS, in der seltenen Veloce-Version sogar mit 112 PS. Bietet mit seinem tollen Handling viel Fahrspaß
Fiat 1500 Cabriolet, 1963 - 1965 ab 16 000 Euro: Elegant, reduziert und eine Hauch von Ferrari – das große Fiat-Cabriolet stammt ebenfalls aus der Desingfabrik von Pininfarina. Solider Großserien-OHV-Vierzylinder mit 67 PS (später 75 PS)
Maserati Biturbo Spyder, 1984 - 1989 ab 15 000 Euro: Temperamentvoller Mix aus Faszination und Understatement mit einem herrlich grollenden V6 mit Biturbo-Aufladung unter der Haube. Erobert erst allmählich die Klassiker-Szene
Lancia Aurelia Spider B 24, 1954 - 1955 ab 350 000 Euro: Gilt für viele als Pininfarinas schönstes Auto. Mit Panoramascheibe, geteilter Stoßstange und einem 110 PS starken 2,5-Liter-V6 versehen. Einer der begehrtesten Lancia (insgesamt nur 240 Exemplare)
Ferrari Mondial QV Cabrio, 1982 - 1989 ab 35 000 Euro: Keilförmiges Mittelmotor-Cabriolet mit Platz für vier Personen. Der Dreiliter-V8 leistet 240 PS, ab 1985 mit 3,2 Liter und 270 PS erhältlich. Der wohl günstigste Einstieg in den Ferrari-Kosmos
Nach einem Nachmittag gehören die beiden Spider zu den Oldtimern der Kategorie "Möchte ich haben".