Unverkennbar gehören diese beiden Klassiker zur selben Familie: Alfa Romeo 2600 Spider und Giulia Spider.
Unverkennbar gehören diese beiden Klassiker zur selben Familie: Alfa Romeo 2600 Spider und Giulia Spider.
Beide Alfa wurden parallel gebaut - von 1962 bis 1965, doch die Stückzahlen unterscheiden sich deutlich.
Vom "großen" ALfa Romeo 2600 Spider entstanden nur 2.255 Exemplare, ...
... vom kleineren Giulia Spider immerhin 9.250 Einheiten. Während der Alfa 2600 eher ein Tourer ist, geht die Giulia als Sportwagen durch.
Klassisch: Cockpit des Alfa Romeo 2600 Spider mit vier Rundinstrumenten und nur wenigen Schaltern.
Der Alfa 2600 Spider besitzt ein Rundinstrument mehr als seine kleine Schwester Giulia.
Klassisches Dreispeichenlenkrad mit goldenem Alfa-Logo im Hupenknopf.
Die Tachoskala reicht im Alfa Romeo 2600 Spider bis 240, realistische 200 km/h sind drin - nicht schlecht für ein Serienauto Anfang der 60er.
Wenn es arg sportlich zur Sache geht, kann sich der Beifahrer an dem Bügel festkrallen - und bei lässigem Cruisen den richtigen Sender im Radio einstellen, natürlich ein Becker Europa.
Der Zahn der Zeit hat an dem Alfa 2600 Spider schon etwas genagt, die Patina zieht sich über Türpappen, Fensterkurbeln und Chromschmuck.
Ein reiner Zweisitzer: Die hintere Sitzbank bietet allenfalls Platz für weiteres Gepäck.
Zeitlose Eleganz aus den 60ern: Die Karosserie des Alfa Romeo 2600 Spider stammt von Carrozzeria Touring.
Neue Größe: Das einstige Topmodell trägt keinen Namen, sondern nur die Zahl 2600.
Typisch Alfa: Auch der Sechszylinder kommt mit obenliegenden Nockenwellen.
Der Ventildeckel mit dem charakterischen Öleinfülldeckel.
Der Sechszylinder des Alfa 2600 ist eine Neukonstruktion, die aus 2.548 cm3 eine Leistung von 145 PS entwickelt. Das maximale Drehmoment liegt bei 189 Nm.
Ein Muss fürs Prestige: Doppelscheinwerfer waren in dieser Fahrzeugklasse unumgänglich.
Was für ein schönes Detail: Der Seitenblinker sitzt in einer kleinen verchromten Skulptur.
Auch am Heck finden sich schön gestaltete Leuchtenelemente im Chromrahmen.
Michael Cramer, der Besitzer des Alfa Romeo 2600 Spider war mit seinem Wagen schon bei einem Markenclub-Treffen in Skandinavien.
Rarität: Zwischen 1962 und 1965 wurden nur 2.255 Alfa Romeo 2600 Spider produziert.
Minimalistich: Im Alfa Romeo 2600 Spider kann man sich noch auf das Fahren konzentrieren und wird nicht von allerlei Zusatzausstattung abgelenkt.
Der Alfa 2600 Spider beschleunigt in 12,5 Sekunden auf Tempo 100. Der Verbrauch des Klassikers hält sich dabei in Grenzen: Rund 12,5 Liter auf 100 km gönnen sich die drei Doppelvergaser.
Eine Nummer kleiner: Der Alfa Romeo Giulia Spider ist 15 cm schmaler, 60 cm kürzer und 3 cm flacher. Der Radstand beträgt mit 225 cm 25 cm weniger als beim 2600 Spider.
Meister-Werk: Die Form des Giulia Spider stammt von Pininfarina.
Unverkleidetes Blech-Armaturenbrett: Die Aufteilung istr deutlich anders als beim größeren Bruder.
Optimale Anordnung: Die Giulia trägt ihren Drehzahlmesser gut sichtbar in der Mitte.
In der linken Uhr sind drei Anzeigen zu finden: Öl- und Wassertemperatur sowie die Tankuhr.
Der Alfa Romeo Giulia Spider war 1962 vergleichsweise ein Sonderangebot: Der Neupreis lag bei 10.950 Mark, während der 2600 Spider mit 22.090 Mark mehr als das Doppelte kostete.
Standard der 60er: 4 mittig positionierte Zugschalter.
Schmuck-Stück: Die feine Front ist mit reichlich Chrom verziert.
Längst Legende: der 1,6-Liter Vierzylinder mit, klar, zwei obenliegenden Nockenwellen.
Und noch einmal der Motorraum: Weil dieses Triebwerk in jedem Detail vollendet ist.
Für die Giulia wurde der Hubraum des bewährten Vierzylinders von 1,3 auf 1,6 Liter angehoben.
Der Alfa Romeo Giulia Spider trägt deutlich ausgeprägte Flossen am Heck.
Auf dem Kofferraumdeckel sitzt das Schloss - formvollendet eingepasst in ein Chromelement, in dem das farbige Wappen prangt.
Unter der Heckklappe gibt es beim Giulia Spider sogar einen nennenswerten Kofferraum.
Der Tankeinfüllstutzen sitzt versteckt unter der Kofferraumhaube.
Ein voller Erfolg: Vom Giulia Spider wurden insgesamt 9250 Exemplare produziert.
Fazit von Michael Schröder: "2 Spider mit nahezu identischen Baujahren, aber gänzlich unterschiedlichen Charaktereigenschaften – im Idealfall stehen beide Modelle in der heimischen Garage: ...
...der große Alfa 2600 für den Urlaub zu zweit und die offene, sportlich orientierte Giulia für die Runde nach Feierabend über die Hausstrecke. Eine endgültige Entscheidung? Heute nicht."