Mein Rundgang beginnt mit einem Rennwagen aus den 60er Jahren: der Porsche 718 W-RS Spyder von 1961/62. Vier Jahre lang war der Spyder von Porsche im Renneinsatz – eine ungewöhnlich lange Zeit – daher auch der Spitzname „Großmutter“.
Mein Rundgang beginnt mit einem Rennwagen aus den 60er Jahren: der Porsche 718 W-RS Spyder von 1961/62. Vier Jahre lang war der Spyder von Porsche im Renneinsatz – eine ungewöhnlich lange Zeit – daher auch der Spitzname „Großmutter“.
Das Highlight der Ausstellung mit Klassikern traditionsreicher französischer Marken war für mich der Bugatti T41 „Royale“ Phaeton Packard von 1926. Der von einem Packard Eight stammende Aufbau war die erste von insgesamt fünf Karosserien für das Chassis 41-100.
And now something completly different: Der Van Diemen Formel Ford 1600, mit dem Michael Schumacher 1988 hinter Meik Wagner Zweiter in der deutschen Meisterschaft wurde, am Stand von Munich Motors.
Unterstützt wurde Schumacher damals von Willi Bergmeister aus Langenfeld, wo Schumacher damals eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker absolvierte.
40 Jahre älter als der ehemalige Formel Ford-Monoposto von Michael Schumacher ist der Cooper Mk4 von 1948 mit einem Einliter-Motorradmotor von Vincent HRD. Der kleiner Renner (Chassis CS100) war der erste Wagen des Rennstalls mit einem Einliter-Aggregat und wurde unter anderem von John Cooper selbst gefahren.
Ein BMW als deutsch-deutsche Geschichte: Dieser rote 327/2 wurde noch 1952 in Eisenach als BMW gebaut, wahrscheinlich als eines der letzten in Thüringen gebauten Autos, bevor diese „EMW“ (Eisenacher Motoren-Werke) hießen.
Der restaurierte Dättwyler-Porsche mit Kunststoffkarosserie auf Basis eines Porsche 356 SC Cabriolets. Der von einem Schweizer Porsche-Fan aufgebaute und 1969 erstmals zugelassene Sportwagen erinnert an einen 904 GTS.
Kompressor-Mercedes mit stattlicher Karosserie aus Berlin: Der Mercedes-Benz 630K von 1929 wurde mit einer Karosserie von Erdmann&Rossi aus dem Berliner Stadtteil Halensee versehen. Die Stuttgarter Luxuslimousine war auf der Retro Classics Teil einer großen Ausstellung mit Karossen von Erdmann&Rossi.
Die Karosseriefirma wurde 1906 gegründet, als Nachfolger von Willy Erdmanns bereits 1898 gegründeter Manufaktur. Durch den Einstieg von Autoverkäufer Eduard Rossi wandte sich die Berliner Firma der Fertigung von Automobilkarossen zu. Zur Zeit der Mercedes-Benz 630K arbeiteten rund 200 Mitarbeiter in der Firma.
Zu den ältesten Auto der Franzosen-Schau zählte der Delage R „ Runabout“ aus dem Baujahr 1913. Delage war eine Firma aus Courbevoie, nordwestlich von Paris, die vor allem mit sportlichen Autos von sich reden machte: 1914 gewann Rene Thomas in einem Delage das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis.
Aus der Sammlung der US-Amerikaners Peter Mullin stammte der Delahaye 135 Sport mit einem Cabriolet-Aufbau des französischen Edelkarossiers Figoni&Falaschi.
Gepflegter Mercedes-Benz 300 SL Roadster aus dem Erstbaujahr 1958: Axel Schütte zeigte den 300 SL Roadster, der am 16. Mai 1958 an die Österreicherin Patricia von Hohenlohe ausgeleifert wurde. Die Karosserie und das Interieur sind unrestauriert, die Mechanik wurde überholt.
Einzelstück und ein Stück automobile Wirtschaftsgeschichte: Dieser Mercedes-Benz 500K mit dem zweisitzigen Cabriolet-A-Aufbau wurde im Sommer 1935 an Irmgard von Opel ausgeliefert. Die erfolgreiche Spring- und Vielseitigkeitsreiterin war eine Enkelin des Firmengründers Adam Opel. Die im Werk Sindelfingen gebaute Karosserie wurde auf den Wunsch der Käuferin in vielen Punkten verändert.
Mille-Miglia-tauglich: Bereits für die 2014er Auflage der italienischen Oldtimerrallye ist der Fiat 6C 1500 Barchetta von 1937/1945 akzeptiert, die der Schweizer Christian Traber auf der Retro Classics gezeigt hat. Der 70 PS starke Sportwagen wurde 1945 in Modena mit Fiat-Technik aufgebaut.