Diesel gestrichen, Allrad nur noch als Hybrid
Hyundai streicht beim nächsten Tucson in Deutschland Diesel und Diesel-Allrad. Dafür kommen Hybrid mit 245 PS und Plug-in mit 292 PS sowie mehr Zuglast.
Mit der neuen Generation konzentriert Hyundai das Tucson-Angebot in Deutschland auf Benziner, Hybrid und Plug-in-Hybrid. Der bisher verfügbare 1.6 CRDi-Diesel mit 48-Volt-Mildhybrid entfällt komplett. Damit verschwindet auch die Möglichkeit, einen Tucson Diesel mit Allradantrieb zu bestellen.
Auch bei den reinen Benzinern wird es übersichtlicher. Der neue Tucson startet weiter mit dem 1.6 T-GDI mit 150 PS, wahlweise als Handschalter oder als 48-Volt-Mildhybrid mit Doppelkupplungsgetriebe. Die bisherige 180-PS-Variante mit Allrad fällt ebenfalls weg. Wer heute bewusst einen Hyundai Tucson Diesel oder einen Tucson Allrad AWD wählt, wird beim Nachfolger auf Hybridtechnik umsteigen müssen.
Was Hyundai stattdessen anbietet
Auf der elektrifizierten Seite legt Hyundai beim Nachfolger nach. Der Vollhybrid steigt auf 245 PS Systemleistung, der Plug-in-Hybrid auf 292 PS.
Der Plug-in-Hybrid bekommt zudem eine deutlich größere Batterie: statt 13,8 kWh sind es künftig 17,1 kWh. Hyundai nennt damit bis zu 81 Kilometer elektrische WLTP-Reichweite. Geladen wird allerdings weiterhin nur mit bis zu 7,2 kW Wechselstrom.
Überraschend ist, dass nicht nur die Leistung wächst, sondern auch die Nutzwerte bei schweren Aufgaben. Die Anhängelast steigt beim neuen Hybrid auf bis zu 1.910 Kilogramm, beim Plug-in-Hybrid auf 1.810 Kilogramm.
Für wen Hybrid passt
Für viele Käufer wird die neue Logik einfacher: Tucson Mildhybrid, Hybrid oder Plug-in-Hybrid. Der Mildhybrid bleibt dabei im Kern ein Benziner, der elektrisch unterstützt wird, aber nicht nennenswert elektrisch fährt.
Der Vollhybrid ist die unkomplizierte Alternative, weil er ohne Ladekabel funktioniert und trotzdem elektrifiziert fährt. Hyundai ergänzt das System mit einem "HEV Stay Mode", der Verbraucher wie Klima und Audio beim Stopp weiterlaufen lässt, ohne dass der Verbrenner anspringen muss.
Der Plug-in-Hybrid ist am stärksten von der Nutzung abhängig. Er lohnt sich vor allem, wenn regelmäßig geladen wird und viele Strecken in den elektrischen Bereich fallen.
Wo Käufer genauer hinsehen müssen
Der Wegfall von Diesel und Diesel-Allrad ist vor allem für zwei Gruppen ein Einschnitt: Vielfahrer und Menschen, die bewusst AWD für Winter, Berge oder Anhängerbetrieb wollen. Hyundai bietet zwar weiterhin Allradoptionen bei Hybrid und Plug-in-Hybrid an, aber eben nicht mehr in Kombination mit dem typischen Einsatzprofil für Diesel-Fans.
Ein zweiter Punkt ist das Laden beim Plug-in-Hybrid. Mit 7,2 kW AC ist die Ladung nicht für schnelle Zwischenstopps ausgelegt, sondern eher für planbares Laden zu Hause oder am Arbeitsplatz. Das passt gut zum Profil vieler Privatnutzer, kann aber unpraktisch sein, wenn das Auto tagsüber ständig unterwegs ist und keine feste Lademöglichkeit hat.
