Mini wird zur rollenden Bassbox
Seine Premiere feiert eines der Showcars auf der Auto China 2026 in Peking. Danach sollen beide Fahrzeuge bei Veranstaltungen und Community-Events eingesetzt werden.
Der Mini Coutryman ist eigentlich als Kompakt-SUV konzipiert. Gemeinsam mit einem Designstudio bekommt das Fahrzeug plötzlich eine ganz neue Funktion – Stichpunkt rollende Bassbox.
Typisch 80er-Jahre – fast jeder hat in sein Fahrzeug andere Soundanlagen eingebaut, als die Serientechnik. Die Zeit war geprägt von großen Kenwood-Aufklebern und ausgeschnittenen Hutablagen. Mini und das österreichische Designstudio Vagabund lassen zwar die 80er nicht wieder aufleben, doch das gemeinsame Projekt geht in eine ähnliche Richtung. Als Basis dient der Mini Countryman S ALL4, der zur rollenden Soundanlage umfunktioniert wird.
Die beiden Showcars entsprechen technisch weitgehend der Serie, doch optisch hat sich einiges verändert. Eine Variante tritt in Melting Silver mit hellen, sandfarbenen Akzenten auf. Das Gegenstück in Midnight Black setzt auf eine monochrome, technisch wirkende Gestaltung. Mini und Vagabund inszenieren beide Fahrzeuge bewusst als zusammengehöriges Paar.
BMW X1-Plattform
Der aktuelle MINI Countryman teilt sich die technische Plattform mit dem BMW X1 und positioniert sich im Kompakt-SUV-Segment. Das Antriebsportfolio reicht von Verbrennungsmotoren bis hin zu vollelektrischen Varianten. Die stärkste Ausführung ist der elektrische Countryman SE All4 mit 230 kW (313 PS) Systemleistung und einem maximalen Drehmoment von 494 Nm. Er beschleunigt in 5,6 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Die Energie liefert eine Batterie mit 64,6 kWh Kapazität, die eine WLTP-Reichweite von bis zu 424 Kilometern ermöglicht. Das Fahrzeuggewicht liegt bei rund 2,1 Tonnen.
Die Eingriffe an der Karosserie fallen als Erstes auf. Die SUVs bekommen größere Radhäuser und eine Höherlegung. 20-Zoll-Räder mit geschlossenen, 3D-gedruckten Abdeckungen sollen an Lautsprecher erinnern. An Front und Heck bekommen die Minis überarbeitete Schürzen und modifizierte Kühlergrills. Auf dem Dach ergänzen die Designer einen Dachträger aus Aluminium und Edelstahl.
Soundsystem statt Seitenscheiben
Der eigentliche Kern des Projekts sitzt jedoch im Heck. Die hinteren Seitenscheiben entfallen komplett und machen Platz für ein speziell entwickeltes Soundsystem. Dessen Gehäuse besteht aus Polymergranit – ein Material, das für präzise Klangwiedergabe eingesetzt wird. Hoch- und Mitteltöner sind direkt in die Karosserie integriert, zusätzliche Tieftöner im Heck erzeugen den Bass. Beide Fahrzeuge funktionieren unabhängig voneinander, lassen sich aber auch kombinieren, dann entsteht eine mobile Stereoanlage für den Einsatz bei Events. Als bewusst gesetzter Kontrast taucht auf einer Fahrzeugseite ein integrierter Walkman auf, verpackt in einem 3D-gedruckten Gehäuse.
Seine Premiere feiert eines der Showcars auf der Auto China 2026 in Peking. Danach sollen beide Fahrzeuge bei Veranstaltungen und Community-Events eingesetzt werden.
