E-Call-System kann ausfallen
Zuvor hatte der Hersteller versucht, das Problem mit einem Over-the-Air-Update in den Griff zu bekommen. Das hat allerdings bei einigen Modellen nicht geklappt, etwa beim Mondeo.
Ford hat einen umfangreichen Rückruf für Pkw und Nutzfahrzeuge gestartet. Europaweit müssen rund 58.000 Fahrzeuge in die Werkstatt, davon etwa 16.800 in Deutschland. Grund ist eine mögliche Fehlfunktion des gesetzlich vorgeschriebenen E-Call-Notrufsystems.
Das Problem ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr hatte Ford Fahrzeuge wegen möglicher Störungen des Notrufsystems zurückgerufen. Damals sollte ein Over-the-Air-Update (OTA) die Ursache beheben und den Werkstattbesuch für die Kunden überflüssig machen. Bei einem Teil der Fahrzeuge wurde das Software-Update jedoch nicht korrekt vom Telematik-Steuergerät (TCU) verarbeitet. Dadurch kann es passieren, dass das E-Call-System im Ernstfall nicht ordnungsgemäß funktioniert. Auch weitere vernetzte Dienste können betroffen sein. Dazu zählen unter anderem die Steuerung per Ford-App, die Fernstartfunktion sowie Online- und lokale Verkehrsinformationen.
Ford führt den Rückruf unter dem internen Aktionscode "26C13" durch. Die notwendige Softwareaktualisierung erfolgt in der Werkstatt und soll laut Hersteller weniger als zwei Stunden dauern.
Diese Modelle sind betroffen
Der Rückruf betrifft Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum von August 2018 bis Oktober 2024. Nach Angaben von Ford gehören folgende Baureihen dazu:
- Puma
- Kuga
- Mondeo
- S-Max
- Transit
Allerdings gibt es Unstimmigkeiten zwischen den Angaben des Herstellers und denen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Während Ford von rund 16.800 betroffenen Fahrzeugen in Deutschland spricht, nennt das KBA etwa 12.000 Fahrzeuge. Zudem führt die Behörde die Modelle Focus , Galaxy und Explorer auf, erwähnt den Transit jedoch nicht. Eine Erklärung für die unterschiedlichen Angaben steht bislang noch aus. Die KBA-Referenznummer lautet 16563R.
So prüfen Halter, ob ihr Fahrzeug betroffen ist
Ford informiert die betroffenen Fahrzeughalter schriftlich über den Rückruf und den erforderlichen Werkstatttermin. Wer bereits vorher Gewissheit haben möchte, kann auf der Ford-Website mithilfe der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) prüfen, ob das eigene Fahrzeug von der Aktion betroffen ist.
