Smart #2 Pure oder Pure+
Nur 1.000 Euro trennen beim Smart #2 die Linien Pure und Pure+ – beim AC-Laden sind es aber Stunden. Genau daran entscheidet sich, ob der Zweisitzer im Alltag entspannt lädt oder ständig blockiert. Für deutsche Käufer ist das wichtig, weil Wallbox und Arbeitsplatz-Lader meist AC liefern.
Beim Smart #2 ist der größte Alltagsunterschied zwischen Pure und Pure+ nicht Reichweite oder Motor, sondern das 11 kW AC-Laden. Der Pure lädt an Wechselstrom nur mit 7,4 kW, während der Pure+ dreiphasig bis 11 kW zieht.
Die Folgen sind greifbar: Für den Pure sind ca. fünf Stunden von 10 auf 100 Prozent an der Wallbox, mit Pure+ sind es etwa drei Stunden. Wer regelmäßig zu Hause oder bei der Arbeit nachlädt, für den dürften diese zwei Stunden einen großen Unterschied machen.
Beim Schnellladen sind beide gleich: bis zu 65 kW. Von 10 auf 80 Prozent soll es demnach rund 20 Minuten dauern. Für die Kaufentscheidung Pure oder Pure+ zählt deshalb vor allem das Laden im Alltag an AC.
Preisabstand und Ausstattung
Auch beim Preis ist die Entscheidung klar umrissen: Der Pure startet bei 19.990 Euro, der Pure+ bei 20.990 Euro. Die 1.000 Euro Differenz liegen in der Größenordnung eines Satzes Winterreifen, aber sie kaufen vor allem den besseren Onboard-Lader fürs 11 kW AC-Laden. Außerdem gibt es beim Pure+ zusätzlich einen beheizbaren Fahrersitz als Komfortplus.
Antrieb und Akku sind bei beiden Varianten identisch. 35,8 kWh LFP-Akku, Heckantrieb mit 60 kW und eine WLTP-Reichweite bis 290 km. Wer wegen Reichweite oder Performance schwankt, findet zwischen Pure und Pure+ keinen Unterschied.
Der Blick nach oben relativiert den Preisabstand zusätzlich. Premium und Couture liegen deutlich höher, die Couture Edition ist auf 999 Exemplare limitiert. Wenn es in der Praxis also um Preis-Leistung geht, ist der Sprung von Pure zu Pure+ der mit dem größten Nutzwert pro Euro. Denn er verändert, wie gut der Smart #2 in einen Ladealltag passt.
Gleiche Basis, gleiche Alltagstauglichkeit
Die harten Daten zur Stadt-Eignung sind bei allen Linien identisch: 2,75 Meter Länge und ein Wendekreis von 6,95 Metern. Der Kofferraum ist nicht nur Symbolik: 305 Liter, erweiterbar bis 527 Liter. Das ist mehr, als viele bei einem reinen Zweisitzer erwarten.
Ein weiteres Praxisdetail: Vehicle-to-Load, kurz V2L, ist beim Smart #2 wohl grundsätzlich möglich. Das ist kein Feature, das täglich zählt, aber es passt zum Stadtauto-Charakter, wenn der Akku auch mal ein E-Bike oder Werkzeug laden kann.
