Nach Stromschlag-Schreck jetzt Airbag-Panne
BMW muss innerhalb weniger Tage erneut den neuen iX3 zurückrufen. Beim Elektro-SUV machen falsch verschraubte Airbagteile Probleme.
Erneuter Rückruf des BMW iX3: Wenige Tage, nachdem der Elektro-SUV wegen Stromschlag-Gefahr in die Werkstätten beordert wurde, steht nun bereits die nächste Aktion an. Diesmal geht es um falsch montierte Airbags. "Die Seitenairbags wurden nicht gemäß Spezifikation verschraubt, wodurch sich bei einer unfallbedingten Airbagauslösung der Airbag falsch entfalten oder der Gasgenerator aus seiner Position bewegen und die Insassen treffen kann", schreibt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in seinem Rückruf-Portal.
Verwirrung um Anzahl betroffener Autos
Laut KBA, das den Rückruf überwacht, geht es um weltweit 4.843 Fahrzeuge, wobei sich 1.071 in Deutschland befinden. Sie wurden zwischen dem 18. Dezember 2025 und dem 8. Mai 2026 gebaut. Allerdings herrscht wegen der genauen Anzahl betroffener Fahrzeuge etwas Verwirrung. Auf Nachfrage von auto motor und sport nennt ein BMW-Sprecher eine Anzahl von 2.913 betroffenen Fahrzeugen, lässt aber offen, ob es sich dabei um eine internationale oder deutschlandweite Angabe handelt. Zudem nennt er den Produktionszeitraum 8. Januar bis 14. Mai 2026.
Wie der BMW-Sprecher bestätigt, könne es "bei einer Airbag-Auslösung dazu kommen, dass sich der Kopfairbag nicht korrekt entfaltet oder sich Bauteile vom Airbag lösen". Gleichzeitig kann das Komfortniveau sinken, da "Klappergeräusche während der Fahrt nicht ausgeschlossen" werden können. Um das Problem zu beheben, wird in der Vertragswerkstatt die Verschraubung des Kopfairbags auf beiden Fahrzeugseiten geprüft und gegebenenfalls nachgearbeitet. BMW lässt bisher offen, wie lang der dafür nötige Werkstattaufenthalt voraussichtlich dauern wird.
Einschränkungen hinsichtlich der Modellversion oder Ausstattungen macht BMW nicht. Bei dem Autohersteller trägt der Rückruf den Code 0072990200. Das KBA führt die Maßnahme unter der Referenznummer 16607R. Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden sind bislang nicht bekannt.
