Markteintritt mit dem A110 möglich
Die Franzosen würden gerne auf dem größten Sportwagenmarkt der Welt Fuß fassen. Ein Markteintritt mit dem nächsten Alpine A110 scheint denkbar.
Aktuell konzentriert sich die Renault-Tochter Alpine mit seinem Geschäft ganz auf Europa. Man könne das Potenzial auf dem größten Sportwagenmarkt der Welt aber nicht außer Acht lassen erklärt Alpine-CEO Philippe Krief gegenüber Automotive News. Von den geschätzt weltweit jährlich verkauften 350.000 Sportwagen gehen gut die Hälfte in die USA.
US-Crashtests bereits angekündigt
Der US-Markt biete eine große Chance, allerdings seien dafür aber auch große regulatorische Hürden zu überwinden und zudem viel Planung notwendig. Auch ein Vertriebsnetz fehle bislang. Ursprünglich wollte Alpine ab 2028 mit zwei rein elektrischen Crossover-Modellen in den USA antreten, nachdem die Nachfrage nach Elektromodellen sich aber deutlich abgeschwächt hat und Zollhürden dazugekommen sind, hatten die Franzosen ihre US-Pläne wieder auf Eis gelegt. Allerdings könnte Alpine mit der Neuauflage des A110 einen weiteren Anlauf nehmen. Krief bestätigte, dass man den neuen A110 nach amerikanischen Crashtestvorgaben prüfen werde.
Die nächste Generation des A110 soll auf der neuen Alpine Performance Platform (APP) im Jahr 2027 in Europa an den Start gehen. Auf der fortschrittlichen Aluminiumstruktur sind ein klassisches zweitüriges Coupé, ein offener Spyder und eine 2+2-sitzige Variante geplant.
Verbrenner-Option als US-Eintritt
Bislang spricht Alpine nur von rein elektrischen Antriebsvarianten. Alpine-Markenchef Philippe Krief hatte aber unlängst eingeräumt, dass die neue Plattform auch Verbrennermotoren aufnehmen könnte. Gerade eine solche Variante, auch in Form eines Hybridantriebs, wäre in Kombination mit dem 2+2-sitzigen Coupé für den US-Markt interessant.
Bereits in den 1990er-Jahren hatte Renault versucht die Marke Alpine in den USA an den Start zu bringen. Unter hohem finanziellen Aufwand wurde seinerzeit der Alpine GTA Turbo für den US-Markt angepasst und homologiert. Letztlich konnten die Franzosen nach US-Medienberichten aber nur 12 Fahrzeuge in den USA absetzen.
