So kommt das elektrische SUV-Coupé
Im BMW-Portfolio wird der rein elektrische iX4 im Neue-Klasse-Stil den Verbrenner-X4 als Mittelklasse-SUV-Coupé ablösen.
Das SUV-Coupé X4 war seit 2018 als sportlicher Ableger des X3 im Programm. Das Modell basierte technisch noch auf der Vorgängergeneration des X3. Doch mittlerweile ist das SUV-Coupé Geschichte. Bereits seit November 2025 konnte er nicht mehr als Neufahrzeug konfiguriert werden. Von der BMW-Website ist er aktuell sogar ganz verschwunden. Die Produktion lief nach BMW-Angaben bereits Ende November 2025. Einen direkten Nachfolger mit Verbrennungsmotor wird es nicht mehr geben. Intern übernimmt der deutlich gewachsene X2 künftig teilweise diese Rolle.
Allerdings steht für das SUV-Coupé X4 bereits eine veritable Ablösung in den Startlöchern – der BMW iX4. Das neue SUV-Coupé basiert auf der Neue-Klasse-Architektur und kommt ausschließlich als Elektromodell – eine Antriebsvariante, die beim alten X4 nicht verfügbar war. Der neue BMW iX4 (Typ NA7) wird die komplette Technik vom bereits vorgestellten BMW iX3 (NA5) übernehmen. Zum Marktstart im Jahr 2027 dürfte der iX4 bereits alle Antriebsversionen aufbieten, die beim iX3 erst sukzessive einziehen.
Antriebe aus dem iX3, aber mehr Reichweite
Zu erwarten sind so ein rund 345 kW (469 PS) starker iX4 50 xDrive, eine iX4 40er-Basisvariante mit Heckmotor und entsprechend reinem Hinterradantrieb sowie eine M-Performance-Version und on top ein echtes M-Modell, welches sich dann beim kommenden elektrischen M3 bedienen dürfte. Außerdem soll es ein mögliches Topmodell mit vier Elektromotoren und bis zu rund 800 PS. Offiziell bestätigt ist eine solche Variante bislang allerdings noch nicht.
Die 108 kWh große Batterie, die mitsamt der kompletten 800-Volt-Plattform vom iX3 stammt, erlaubt im SUV bereits eine Reichweite von bis zu 805 Kilometern nach WLTP. Im aerodynamisch etwas günstiger geformten SUV-Coupé iX4 dürfte sich der Aktionsradius nochmals verbessern. Als Ladeleistung erwarten wir ebenfalls die bis zu 400 kW aus dem iX3. Damit wird der iX4 vergleichsweise wenig Zeit am Schnelllader verbringen.
Dynamischere Linienführung
Wie erste erwischte Erlkönige zeigen, folgt der iX4 dem iX3 bei der Frontgestaltung. Hier scheint das typische Neue-Klasse-Gesicht durch die Tarnung. Der Dachbogen fällt im SUV‑Coupé deutlich früher und weiter ab und mündet in einer hoch angesetzten Linie mit kleiner Spoilerlippe am Heck. Neuere Erlkönigbilder zeigen zudem neue 10-Speichen-Felgen sowie offenbar aktive Luftklappen im Frontbereich, die den Luftwiderstand weiter reduzieren sollen. Darunter scheint sich ein Lichtband mit mittig platziertem BMW-Logo über die gesamte Fahrzeugbreite zu ziehen. Andere aktuelle Erlkönigfotos deuten dagegen eher auf eigenständige L-förmige Heckleuchten ohne durchgehendes Lichtband hin.
Die Kopffreiheit im Fond sowie der Platz für Gepäck im Heck fallen gegenüber dem SUV geringer aus. Beim Thema Dynamik punktet die neue Form allerdings im Vergleich zum iX3. Die flächenbündig eingelassenen Türgriffe kennen wir schon vom iX3. Die Cockpitgestaltung mit dem Panoramic Vision Display zieht auch vom iX3 in den iX4 ein.
Marktstart im Jahr 2027
Noch nicht bekannt ist, ob der iX4 dann parallel zum iX3 im ungarischen Debrecen vom Band läuft oder an der Seite des elektrischen 3er in München. Die Premiere des BMW iX4 wird für Ende 2026 erwartet. In den Markt startet er dann ab 2027. Bei den Preisen dürfte sich das SUV‑Coupé traditionell über dem entsprechenden SUV einsortieren. Der iX3 ist als 50 xDrive aktuell ab 70.900 Euro zu haben. Der iX4 dürfte entsprechend erst ab wenigstens 73.000 Euro starten.
